Wenn die Südostasien-Reise nicht rund läuft: 10 Probleme & 10 Lösungen

Auf Reisen kann nicht immer alles glatt gehen. Krankheiten oder Abzocken hat fast jeder Südostasien-Reisende bereits mal erlebt. Mit ein wenig Vorbereitung kannst du das eine oder andere Problem vielleicht umgehen, doch manchmal ist einfach auch nur viel Pech im Spiel.

Krankheiten, Abzocken, Unfälle: Szenarien, die dir deine Südostasien-Reise vermiesen können

Heute stellen wir dir 10 Szenarien oder Fälle vor, die auf deiner Reise schief gehen können. Probleme oder sogar Horror-Szenarien, die durchaus vorkommen könnten. Dieser Artikel soll dir natürlich keine Panik machen oder dich von einer Reise abhalten, sondern eher auf mögliche Probleme vorbereiten.

Uns selbst sind bereits einige Dinge davon passiert und auch wenn es nicht immer eine Pauschallösung gibt, kannst du in einigen Fällen vorbeugen oder dir selbst helfen.


1. Gepäck verloren

Problem

Das erste Problem kann dir bereits die ersten Tage deiner Reise zunichtemachen, zum Glück passiert es je nach Airline doch relativ selten. Auch ich hatte schon mal auf einem Flug nach Jakarta das Vergnügen. Nach einem langen Flug stehst du am Gepäckband und bist froh, gleich das nächste Taxi zu deinem Hotel zu nehmen. Doch dein Koffer, Rucksack oder Reisetasche ist nicht da. Gepäck weg?!

Lösung

Keine Panik. Als allererstes solltest du dich erstmal etwas umsehen. Nur, weil der Koffer nicht auf dem mittlerweile leeren Gepäckband liegt, heißt es noch nicht, dass er verloren ist. Manchmal, falls die Immigration auch mal etwas länger dauert (z.B. am Suvarnabhumi Airport in Bangkok), werden nicht abgeholte Koffer vom Flughafenpersonal neben dem Gepäckband aufgestellt, um Platz für den nächsten Flug machen.

Falls dein Gepäck auch dort nicht ist, solltest du dich umgehend zum Lost & Found Office des Flughafens bzw. deiner Airline begeben, wo du deinen Verlust meldest und dein Gepäckstück so ausführlich wie möglich beschreibst. Normalerweise sollte es dann nach 1-3 Tagen wieder auftauchen.

Selbstverständlich übernimmt die Airline die Kosten, um es an dein aktuelles Reiseziel zu bringen. Bis dahin hast du je nach Airline eine Pauschale, die du pro Tag ohne Gepäck ausgeben darfst, um z.B. neue Kleidung oder Kosmetikartikel zu kaufen (Belege unbedingt aufbewahren). Erkunde dich aber vorher bei deiner Airline, bevor zu du viel einkaufst.

Gepäckbänder und Lost and Found Büro im Flughafen

Weitere ausführliche Infos zu diesem Thema findest du in unserem Artikel über Gepäckverlust beim Flug.

2. Magen-Darm-Probleme

Problem

Besonders in tropischen Regionen kann es schnell mal passieren: Du hast etwas Falsches gegessen oder getrunken und bekommst kurz darauf Magen-Darm-Probleme. Das kann von einem leichten Durchfall bis hin zu starken Magenkrämpfen gehen. Magen-Darm-Probleme können dir schnell mal den Urlaub versauen, da du oft mehrere Tage darunter leiden musst.

Lösung

Wie bei vielen Krankheiten, ist die einfachste Lösung eindeutig Vorbeugung. Grundsätzlich können wir jedoch sagen, dass die vielen asiatischen Garküchen, Märkte und sonstige Verkaufsstände deutlich hygienischer sind, als du vielleicht denkst. Unsere Magen-Darm-Krankheiten können Tobi und ich in über 4 ½ Jahren Reisen und Leben in Südostasien an nur einer Hand abzählen.

Wasche dir häufig die Hände, trinke kein Leitungswasser, sei vorsichtig bei Speiseeis, Salat, rohem Gemüse sowie Fisch und Seafood, schütze dein Immunsystem. Oftmals wird von Eiswürfeln gewarnt, doch die Wahrheit sieht so aus, dass die meisten Garküchen Eiswürfel aus Trinkwasser verwenden. Zumindest ist das in Thailand so. Dass Eiswürfel aus Leitungswasser hergestellt werden, ist oft ein Mythos, da die Shop-Betreiber in Thailand die Eiswürfel fertig abgepackt kaufen und nicht selbst herstellen. Ausnahmen sind natürlich immer möglich. Wir selbst essen fast nur dort, wo die Einheimischen essen und verwenden jedes Mal Eis in unserem Getränk. Bisher hatten wir noch nie Probleme durch Eiswürfel – nie!

Übrigens, als kleine Info nebenbei: Laut einem Artikel der Süddeutschen kommt der Reisedurchfall häufiger in höherklassigen als in Mittelklasse-Hotels vor. Ob das auch für Restaurants und Garküchen gilt?

Natürlich ist es auch wichtig, eine gute Reiseapotheke mit Durchfallmitteln dabei zu haben. Wir selbst nehmen immer Kohletabletten mit, die du in jeder Apotheke hierzulande kaufen kannst. Ansonsten findest du Medizin auch in jedem touristischen Ort in ganz Südostasien, egal ob in Supermärkten, Apotheken oder in 7-Elevens bzw. anderen Convenience Stores.

3. Dengue und Malaria

Problem

Dengue Fieber ist leider in ganz Südostasien vertreten. Das Fieber wird u.a. durch die tagaktive Tigermücke übertragen und die Krankheit kann dich im Extremfall mehrere Wochen außer Gefecht setzen oder zumindest wochenlang schwächen. Auch die lebensgefährliche Krankheit Malaria kommt in einigen Teilen Südostasiens vor. Sie wird ebenfalls durch Mücken übertragen.

Lösung

Auch hier gilt wieder Vorbeugung: Lass dich am besten gar nicht von Mücken stechen. Einfach gesagt, ist es unterwegs leider nicht immer so einfach. Besonders in dschungelartigen und feuchten Gebieten gibt es viele Mücken, gegen die du dich sorgfältig schützen solltest.

Dschungel auf Tioman, Malaysia
Vorsicht im Dschungel und in feuchten Gebieten

Trage möglichst leichte, lange und helle Kleidung. Dunkle Farben ziehen Mücken eher an. Natürlich solltest du immer ein gutes Mückenspray auftragen. Das brauchst du nicht unbedingt aus Deutschland mitzubringen, denn Mückenspray kannst du überall vor Ort kaufen.

Unterkünfte mit Klimaanlage sind deutlich sicherer gegen Mücken als Zimmer mit Ventilator, wo oft das Fenster offen gelassen wird. Jedoch haben die meisten Fan Räume bereits installierte Mückennetze und du brauchst diese nicht auf einer Reise selbst mitzunehmen. Zu 90% wirst du sie eher nicht brauchen.

Solltest du doch plötzlich Anzeichen einer Grippe haben, begib dich umgehend zu einem Arzt und lasse dich untersuchen. Es könnte sowohl Dengue als auch Malaria sein. Auch wenn es möglicherweise nur eine Grippe ist, kannst du nie vorsichtig genug sein. Die Arztkosten, die du in allen Ländern Südostasiens vorab zahlen musst, wird dir deine Versicherung nach der Reise zurückerstatten.

4. Sonstige Krankheiten

Problem

Neben Dengue und Malaria gibt es in den südostasiatischen Ländern noch eine Reihe weiterer Krankheiten. Dass du vor einer Reise unbedingt gegen die wichtigsten Krankheiten geimpft sein musst, sollte dir klar sein (Tropenmediziner konsultieren). Eine Auffrischung der Standardimpfungen ist Pflicht, ebenfalls die gezielte Information über das Reiseland. Auch in recht hoch frequentierten Ländern wie Thailand ist das Pflicht, da auch dort Infektionen mit ansteckenden Krankheiten geschehen können. Auf eine dieser Krankheiten möchte ich hier aber besonders eingehen: Tollwut, die durch Straßenhunde und wilde Affen übertragen wird.

Lösung

Gegen Tollwut kannst du dich impfen lassen – musst du aber nicht. Tobi und ich sind selbst dagegen geimpft, jedoch kennen wir auch Reisende, die von einer Tollwut-Impfung nichts wissen wollen. Die Impfung schützt dich bei einem Biss aber auch nicht vor dem Arztbesuch.

In Südostasien sind häufig Straßenhunde unterwegs, besonders in Thailand begegnen wir vielen Hunden. In den muslimisch geprägten Ländern wie Indonesien (Ausnahme Bali) oder Malaysia dagegen siehst du deutlich weniger Straßenhunde, wenn du darauf achtest. Auch wenn es vereinzelt doch aggressive Hunde gibt, sind die meisten Vierbeiner, denen wir begegnet sind, absolut lieb und zutraulich – teilweise sogar eher ängstlich. Von Tollwut keine Spur. Bestes Beispiel sind wohl die in Thailand bekannten „7-Eleven-Hunde“. Trotzdem solltest du beim Streicheln von Hunden immer vorsichtig sein und dich eher langsam an sie herantasten.

Affe in Malaysia
So süß sie manchmal auch aussehen, wilde Affen können schnell unfreundlich werden

Auch Affen können Tollwut oder andere Krankheiten übertragen. So süß die Affen z.B. in Balis oder Lomboks Monkey Forest, an Koh Phi Phis Monkey Beach oder im Dschungel Malaysias auch sind. Vergiss nie, dass es sich um wilde Tiere handelt, deren Verhaltens- und Ausdrucksweise sich absolut von unserer unterscheidet. Ein „lachender“ Affe ist alles andere als freundlich oder gut drauf. Ein Affenbiss kann schmerzhaft sein und böse ausgehen, ist in den meisten Fällen aber zum Glück harmlos. Trotzdem solltest du – wie auch nach einem Hundebiss – sofort zum Arzt gehen.

5. Abzocken

Problem

Touristen-Abzocken gibt es auf der ganzen Welt. Auch in Südostasien ist die Liste der Abzocken sehr lang und einige davon sind zugegeben schon sehr kreativ. Von den Klassikern wie scheinbar günstige Tuk-Tuk-Touren, „Buddha Day“ am Bangkoker Königspalast, Taxi-Abzocken und angeblich beschädigten Mietrollern, gibt es eine Reihe weiterer Scams, die viel weniger offensichtlich sind.

Lösung

Eine pauschale Lösung gegen Abzocken gibt es hier nicht. Jedoch solltest du, wie überall auf der Welt, auch auf deiner Südostasien-Reise stets mit gesundem Menschenverstand handeln. Traue niemandem zu sehr, besonders wenn Geld im Spiel ist, sei aber auch nicht allzu abweisend und übervorsichtig. Frage bei Preisen möglichst immer vorher andere Reisende oder Locals und informiere dich vorab. Tausche dich auch viel mit anderen Reisenden aus, sei es vorab im Netz oder vor Ort.

Eine Liste mit den gängigen Scams in Südostasien findest du hier. Natürlich sind es noch längst nicht alle.

Solltest du merken, dass du trotzdem gerade abgezockt wurdest, ärgere dich nicht zu sehr und genieße einfach weiter die Zeit. Rückgängig machen kannst du es eh nicht und ziehe das Positive daraus, weil du gerade etwas gelernt hast. Mach das beste daraus und warne andere Reisende und Backpacker – mehr kannst du nicht mehr tun.

6. Unfälle im Straßenverkehr

Problem

Unfälle im Straßenverkehr passieren zwar auf der ganzen Welt, dennoch ist die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle wesentlich höher, besonders in Ländern wie z.B. Thailand. Meistens sind die Opfer Rollerfahrer. Die Gründe sind verschieden, jedoch passieren Fahranfängern oft Fehler, da sie den Verkehr nicht kennen oder ihren Roller nicht richtig unter Kontrolle haben. Dazu ist oft Alkohol im Spiel.

Roller auf Lombok, Indonesien
Vorsicht beim Rollerfahren, sowohl im Verkehr als auch auf schlechten Straßen

Lösung

Einen Unfall willst du natürlich nicht riskieren, daher solltest du dir vor dem Mieten eines Rollers erstmal folgende Fragen stellen: „Kann ich wirklich sicher einen Roller fahren und bin ich mir der Verkehrssituation bewusst?“. Das gilt grundsätzlich für alle Länder Südostasiens.

Dass du einen gültigen Führerschein haben und immer mit Helm fahren solltest, bedarf keiner weiteren Erklärung. Auch wenn die Wahrheit so aussieht, dass dich die meisten Verleihe nicht nach einem Führerschein fragen werden, heißt das noch lange nicht, dass du einfach so losfahren kannst. Worauf du z.B. in Thailand noch so alles achten solltest, zeigen wir dir hier in unserem Artikel zum Roller Mieten in Thailand.

Es gibt beim Rollerfahren in Asien viele Faktoren, die du beachten solltest. Dazu zählt neben Führerschein und Helm auch vorausschauendes Fahren, keinen Alkohol trinken und vor allem: nicht rasen und dich nicht überschätzen! Wir beobachten häufig, wie Backpacker sich einen Roller mieten und denken, es ist ein kleines Reiseabenteuer – dabei waren sie zuvor noch nie auf 2 Rädern unterwegs. Es wird fröhlich gerast, überholt und gehupt. Oft genug endet so eine Abenteuer-Rennfahrt dann auch im Krankenhaus.

Natürlich kann es auch passieren, dass du selbst gar keinen Einfluss auf einen möglichen Unfall hast. Daher ist es eben wichtig vorausschauend zu fahren, stets aufmerksam zu sein, die Verkehrssituation immer zu beobachten und im Zweifel auch größeren Fahrzeugen immer Vorfahrt lassen (beachte, in den meisten asiatischen Ländern haben Verkehrsregeln kaum Bedeutung). Achte auch immer auf den Straßenrand. Mir selbst ist es schon passiert, dass plötzlich ein verwirrter Hund auf die Straße gelaufen ist und fast in meinen Roller. Bei so etwas hilft auch jahrelange Fahrpraxis leider nicht.

7. Geldprobleme

Problem

Ein Szenario, das sich niemand (vor allem auf einer Langzeitreise) wünscht: plötzlich kein Geld mehr zu haben. Dazu kann es z.B. kommen, wenn du Opfer eines Diebstahls oder Betruges bist, überfallen wirst oder einfach nur planlos dein Geld verprasst hast.

Lösung

Wir empfehlen dir zunächst immer genug Geld auf deiner Kreditkarte zu haben. Außerdem ist es ratsam, eine 2. Kreditkarte mit genug Deckung dabei zu haben, falls die erste verloren geht oder gestohlen wird. Im Falle eines Verlustes solltest du auf jeden Fall die Nummer deiner Bank parat haben, um sie sofort zu sperren. Sei immer vorsichtig beim mehrmaligen Abheben von Beträgen am ATM, da es sonst passieren kann, dass deine Bank die Kreditkarte aus Sicherheitsgründen sperrt. Vor deiner Reise solltest du auch der Bank Bescheid geben, damit sie weiß, dass du selbst im Ausland Geld abhebst und sie möglicherweise nicht missbraucht wird.

Neben Kreditkarten empfehlen wir auch immer etwas Bargeld von 100-200 Euro oder US-Dollar dabei zu haben und es stets für Notfälle zu behalten. Solche wichtigen Dokumente und Geldbeträge gehören natürlich nicht ins Reisegepäck – das versteht sich von selbst.

Plane dir für deine Reise ein Tagesbudget ein, das du möglichst nicht überschreitest und behalte das Budget immer im Auge. Mache dir zur Not sogar Notizen, so dass du immer weißt, wie viel du ausgegeben hast.

Sollte der Worst Case eintreffen und du hast wirklich kein Geld mehr, dann lasse dir von deinen Eltern oder Verwandten per Western Union etc. Geld schicken (das du vorher vielleicht sogar für solche Fälle bei ihnen gelassen hast). Auch wenn die Gebühren immens sind, hast du im Notfall das Geld sofort parat und kannst es in vielen Western Union Filialen oder 7-Elevens abholen.

8. Kriminalität

Problem

Kriminalität gibt es in jedem Land, so auch in Myanmar, Kambodscha, Vietnam, Indonesien usw. Überfälle oder Diebstähle können überall passieren – egal, ob du nur etwas fahrlässig bist oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Lösung

Diebstähle bei Reisegepäck kommen in Asien tatsächlich hin und wieder mal vor, besonders in Reisebussen oder Hostels. Wie im Punkt 7 schon erwähnt, solltest du Bargeld und wichtige Dokumente immer bei dir tragen und niemals im Gepäck aufbewahren. Selbiges gilt auch für Technik wie Fotokamera, Laptop, GoPro usw. Falls du ein Hotelzimmer mit Safe hast, solltest du dort immer alles aufbewahren – wobei auch Safes nie wirklich 100% sicher sind.

Snatch Thief Warnschild

In einigen Orten in Südostasien gibt es die sogenannten „Snatch Thieves“. Ein Motorradfahrer und ein hinten sitzender Komplize suchen sich Opfer, die ihr Handy, ihre Kamera oder Handtasche offen preisgeben oder sie nicht richtig festhalten. Wenn das Opfer nichts ahnt, kommen sie von hinten angefahren und reißen ihm den Gegenstand aus der Hand, um anschließend mit vollem Tempo zu flüchten. Angeblich ist die Situation in Vietnam oder den Philippinen besonders schlimm – doch ehrlich gesagt haben wir uns beispielsweise in Ho Chi Minh City niemals wirklich unsicher gefühlt. Trotzdem solltest du immer darauf achten und deine Technik-Gegenstände niemals Richtung Straße tragen.

9. Terrorismus

Problem

Terrorismus ist leider ein Thema geworden, über das du dir heutzutage wohl auch vor oder bei deiner Reise Gedanken machen wirst. In Südostasien gab es in den vergangenen Jahren einige terroristische Anschläge, darunter Thailand, Indonesien oder die Philippinen.

Lösung

Bei Terrorismus gibt es keine Lösung, außer du sperrst dich zu Hause ein und verlässt das Haus nicht. Aber du willst ja reisen und etwas von der Welt sehen. Auch wenn leider gar nichts hilft, wenn du zur falschen Zeit am falschen Ort bist, sollte dich Terrorismus niemals von einer Reise abhalten. Auch wenn du immer mit gesundem Menschenverstand handeln solltest, ist übervorsichtig oder gar ängstlich sein sicherlich auch nicht die Lösung. Dafür ist die Welt einfach zu schön.

Es gibt durchaus einige Gebiete mit erhöhter Terrorgefahr, u.a. Narathiwat, Yala und Pattani im tiefsten Südthailand oder Zamboanga, Mindanao und weitere Orte in den Philippinen. Doch auch auf Bali oder Koh Samui bist du niemals 100% sicher, genauso wie in Berlin, London oder Paris. Aber würdest du deswegen auch niemals wieder europäische Städte besuchen? Ganz ehrlich: Ich fühle mich mittlerweile in vielen Orten in Südostasien sicherer als in so mancher europäischen Großstadt.

Trotzdem ist es niemals verkehrt, sich vor einer Südostasien-Reise gründlich zu informieren, z.B. auf der Webseite vom Auswärtigem Amt.

10. Visum

Problem

Ein Problem, das viele Langzeitreisende und Backpacker haben: Sie überziehen ihr Visum und merken es oft nicht einmal. Bei der Ausreise kommt dann der Ärger. Je nachdem, wie lange sie das Visum überzogen haben, kann der sogenannte Overstay ganz schön teuer werden. In extremen Fällen sind – je nach Land – sogar härtere Strafen nicht auszuschließen.

Lösung

Behalte dein Visum immer im Auge und plane im Voraus! Das fängt sogar schon bei der Grenzkontrolle an, indem du sicherheitshalber im Pass deinen Stempel überprüfst. Auch ein Grenzbeamter kann mal einen Fehler machen.

Wenn das Ausreisedatum korrekt ist, dann merke es dir. Beachte auch unbedingt, dass in einigen Ländern das Visum 30 bzw. 60 Tage gültig ist und keine 1 oder 2 Monate! Das sind manchmal nämlich 31 bzw. 61-62 Tage und somit hättest du schon mindestens einen Tag Overstay. In Thailand würde dich das bereits 500 Baht kosten und besonders heikel wird es, wenn du später wieder in das Land einreisen willst. Bei schweren Fällen von Overstays könnte dir die Wiedereinreise verweigert werden.

Solltest du von einer kleinen Insel abreisen wollen und am nächsten Tag einen Langstreckenflug antreten oder einfach das Land verlassen müssen, dann macht es eventuell Sinn sich sogar einen Tag Puffer zu lassen. Besonders in der Regenzeit können Unwetter auftreten, die den Bootsverkehr zum Erliegen bringen. Das ist z.B. auf den Gili-Inseln auch schon passiert.

Auch bei Visa-Verlängerungen musst du immer Feiertage beachten. Es ist schon vorgekommen, dass Indonesien-Reisende ihr Visum überzogen haben, weil die Immigrationsbüros während des Fastenmonats Ramadan geschlossen waren.

Das waren natürlich längst noch nicht alle Probleme, die auf einer Südostasien-Reise auftreten können. Was ist dir schon passiert und wie hast du es gelöst?

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Über Marcel

Moin, ich bin Marcel! Blogger, Autor, Web- & Grafikdesigner und digitaler Nomade. Ich reise am liebsten durch Südostasien und entdecke dort traumhafte Strände und leckeres Essen. Meine Homebase ist Koh Phangan, Thailand. Folge mir bei Facebook, Twitter oder Instagram.

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Gepostet am 10. September 2017

Ein Kommentar zu "Wenn die Südostasien-Reise nicht rund läuft: 10 Probleme & 10 Lösungen"

  1. Zu Punkt 9: Terrorismus ist in erster Linie einen Medienphänomen und keine echte Gefahr. Mit ganz wenigen Ausnahmen, die du richtig genannt hast, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass du in der Badewanne deines Hotels ertrinkst, als dass Opfer eines Anschlags wirst. Ich finde es ganz, ganz wichtig, dass man Gefahren richtig quantifiziert, um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen. Dazu habe ich vor einiger Zeit bei mir was geschrieben. Gruss, Oli

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