Die Malediven auf eigene Faust bereisen ist etwas, was nur die wenigsten machen. Die meisten Urlauber buchen Pauschalreisen, wo von vorne bis hinten alles organisiert ist. Doch wusstest du, dass du die Malediven auch wunderbar individuell bereisen kannst? Gerade in Kombination mit anderen Ländern bietet es sich gut an, beispielsweise Thailand, Malaysia oder Sri Lanka. Dabei ist es egal, ob du auf eine der Local Inseln fährst oder auf eine der unzähligen Resort Inseln – heutzutage ist beides gut möglich.

Die Malediven individuell bereisen

Am Strand von Thulhagiri Island im Nord-Male-Atoll, Malediven

Heute gibt es 9 kleine Tipps für deine Malediven Reise. Vielleicht kann dir dieser Artikel ein wenig Inspiration und Hilfe geben. Oder vielleicht bekommst du dadurch auch Lust, vor oder nach deinem Thailand Urlaub ein paar Tage auf den Malediven zu verbringen. So schön Thailand auch ist – die Strände in den Malediven sind noch mal eine Schippe paradiesischer, das Wasser türkiser, der Sand weißer.


Anreise zu den Malediven

Der einzige nennenswerte Anreiseweg zu den Malediven ist das Flugzeug. Es gibt viele Flugverbindungen in die Hauptstadt Malé, sowohl von Asien als auch Europa aus. Von Deutschland aus gibt es mit Emirates z.B. die Verbindung über Dubai nach Malé, aber auch einige Direktflüge anderer Airlines sind vorhanden. Aus Asien kommst du sogar noch leichter und günstiger in die Malediven. Mehr dazu siehe unten im Punkt 3.

Einen ersten Überblick kannst du dir wunderbar auf Skyscanner oder Momondo verschaffen.

Übernachtung auf den Malediven – unser Hoteltipp

Die Auswahl an Unterkünften in den Malediven ist riesig. Besonders herausstechend sind natürlich die luxuriösen Wasservillen der Resorts, aber auch günstigere Unterkünfte um die 50 € pro Nacht findest du auf den Local Inseln. Je nach Budget hast du also die Qual der Wahl.

Wenn du ein vergleichsweise bezahlbares Resort, das sowohl Wasservillen als auch günstigere Strandbungalows anbietet, suchst, dann kann ich dir das Thulhagiri Island Resort empfehlen. Ich habe dort 3 wunderbare Nächte verbracht und fand es traumhaft. Infos und Fotos hierzu findest du weiter unten im Artikel.

Weitere Unterkünfte auf den Malediven, egal ob Local Island oder Privatinsel, findest du hier.


1. Reisezeit Malediven

Eine ganz entscheidende Rolle bei einer individuellen Malediven Reise spielt die Reisezeit. Wenn du auf eigene Faust die Malediven besuchen möchtest, solltest du darauf achten, dass du die High bzw. Peak Season meidest. Dadurch kannst du eine Menge Geld sparen und es ist allgemein weniger los.

Die wettermäßig beste Zeit für die Malediven ist etwa von Ende November bis Anfang April. Deswegen kommen gerade auch in den Wintermonaten viele Besucher in das kleine Land. Logisch: Urlauber möchten dem Winter in Europa entfliehen und gleichzeitig fast garantiert gutes Wetter auf den Malediven haben.

Hier solltest du genau andersherum denken und dir die Monate aussuchen, wo weniger los ist. Ich war beispielsweise im Juni auf den Malediven, also in der Regenzeit. Geregnet hat es dabei nur wenige Stunden und die meiste Zeit gab es reichlich Sonne. Natürlich kannst du auch Pech haben und so kann es vorkommen, dass du mehrere Tage Regen am Stück hast. Gerade beim Monsunwechsel kann das vorkommen. Dies gilt aber nicht für alle Inseln auf den Malediven. Das Wetter kann schon von Atoll zu Atoll oder sogar von Insel zu Insel verschieden sein. Ich würde das „Risiko“ definitiv noch mal eingehen und die vergleichsweise sehr niedrigen Preise der Nebensaison mitnehmen.

Regenschauer in den Malediven
Auch bei Regen ist das Wasser in den Malediven noch türkis

Sollte es trotzdem passieren, dass der Regen nicht aufhört und sogar mehrere Tage geht, mache einfach das beste daraus. Auch wenn es ärgerlich ist, aber das Wasser sieht in den Malediven auch bei Regen oder bei bewölktem Himmel oft noch schön türkis aus. Nimm dir ein gutes Buch mit und entspanne ein wenig – die Sonne wird sich schließlich irgendwann wieder zeigen. Und schwimmen kannst du natürlich trotzdem gehen.

Marcel auf Thulhagiri Island in den Malediven
Nach dem Regen kommt oft schnell wieder die Sonne heraus

2. Sei flexibel: Flüge und Hotels

Bei deiner individuellen Malediven Reise solltest du zeitlich sehr flexibel sein. Je flexibler du bist, desto günstiger kannst du das Land bereisen.

Vergleiche dabei sowohl bei den Flügen, als auch bei den Hotels die Preise an verschiedenen Tagen. Als ich von Thailand aus auf die Malediven geflogen bin, habe ich das bei der Flugsuche auch so gemacht. Bei AirAsia von Bangkok aus gab es z.B. schon Unterschiede von bis zu mehreren Dutzend Euro für verschiedene Tage.

Zur Hotelsuche kannst du wunderbar die beiden Plattformen Agoda und Booking heranziehen. Wir nutzen auch immer beide Seiten und nehmen dort an den Reward Programmen Teil. Gerade bei Agoda lohnt sich das sehr, denn du bekommst für jede Buchung (je nach Buchungswert) eine gewisse Anzahl an Agoda Coins, die du später wieder für neue Buchungen einsetzen kannst. Wenn du oft daran teilnimmst, kommen dort schon kleine Summen zusammen. So konnte ich z.B. bei der Buchung des Thulhagiri Island Resorts auf den Malediven insgesamt fast 50€ sparen. Immerhin.

Weitere Tipps zur Hotel- und Flugsuche findest du in unseren beiden Artikeln:

Im Flughafengebäude des Malé Velana International Airports
Im Velana International Airport (MLE)

3. Kombireise Malediven Thailand

Wenn du eine Malediven Reise auf eigene Faust starten möchtest, dann ist Thailand ein guter Ausgangspunkt. So kannst du eine Thailand- und eine Malediven-Reise kombinieren und von Thailand aus nach Malé fliegen. Es gibt einige vergleichsweise günstige Flüge von Bangkok aus, erst recht, wenn du in der Nebensaison reist. Auch ich habe das so gemacht und einen Reisebericht dazu findest du hier.

Flüge nach Malé kannst du wunderbar auf Skyscanner oder Momondo suchen, um eine erste Übersicht zu bekommen. Auch Gabelflüge kannst du dort checken und Preise für verschiedene Tage vergleichen. Ich habe das ebenfalls so gemacht und einen sehr günstigen Flug von Bangkok nach Malé mit AirAsia ergattert.

Auch Sri Lanka bietet sich wunderbar für eine Kombireise mit den Malediven an. Ein Flug von Colombo nach Malé dauert nur etwa 1 ½ Stunden. Sri Lanka ist die perfekte Abwechslung zu den Malediven, denn du kannst dort tolle Berglandschaften, eine grüne Natur, Elefanten, buddhistische Tempel und vieles mehr entdecken.

Die Malediven von oben (Flug aus Bangkok mit AirAsia)

4. Malediven Visum

Für deine individuelle Malediven-Reise benötigst du mit dem deutschen Pass kein Visum (dies gilt auch für Österreich und die Schweiz. Auch Thailänder können problemlos einreisen). Vorausgesetzt natürlich, du möchtest nicht länger als 30 Tage im Land bleiben.

Die Einreise gestaltet sich sehr einfach. Kurz nach der Ankunft in Malé, nachdem du das Flugzeug verlässt und den kleinen Flughafen betrittst, kommen auch schon die Immigrationsschalter. Beachte hier bitte, dass du auf jeden Fall ein Rückflugticket bereit haben solltest, auch wenn in der Praxis nicht immer danach gefragt wird. Egal, ob du eine Local Insel oder ein Resort besuchst: du solltest für die ersten Nächte zumindest eine gebuchte Unterkunft haben. Auch wenn ich nicht danach gefragt wurde, kann es sein, dass du die Buchung vorzeigen musst.

Arrival Card zur Immigration auf den Malediven

Sollte es nötig sein, deinen 30-Tage-Stempel zu verlängern, dann musst du in die Hauptstadt Malé. Beachte hierbei, dass der Velana International Airport nicht auf derselben Insel wie Malé, sondern auf der Nachbarinsel Hulhule liegt. Zwischen den Inseln gibt es aber eine öffentliche Fähre, die regelmäßig fährt.

Achtung: Beachte beim Verlängern deines Malediven-Visums unbedingt die lokalen Feiertage. Gerade wichtige muslimische Feiertage, wie z.B. Eid al-Fitr (Ende des Ramadans) könnten bedeuten, dass das Immigrationsbüro in Malé geschlossen ist. Mehr zum Thema Religion findest du im Punkt 9.

5. SIM-Karte

Wenn wir in ein neues Land reisen, besorgen wir uns immer zuerst oder möglichst früh eine SIM-Karte. In den meisten asiatischen Ländern bekommst du für vergleichsweise wenig Geld viele Gigabytes. Auf den Malediven sind die größten und bekanntesten Anbieter Ooredoo und Dhiraagu. Du kannst deine Touristen-SIM-Karte direkt nach der Ankunft am Airport kaufen. Falls du dich vorab informieren möchtest, schaue auf der Webseite von Ooredoo.

Ooredoo Schild im Flughafen von Malé, Malediven

Malé hat größtenteils 4G, jedoch kannst du dies nicht auf jeder der knapp 1200 Inseln erwarten. Gerade Inseln, die etwas abgelegen liegen, haben wahrscheinlich kein gutes Netz. Zumindest darfst du aber heutzutage an vielen Orten mindestens 3G erwarten. Die meisten Resorts bieten zusätzlich recht zuverlässiges Wifi.

6. Resort Inseln

Bei deinem Malediven Urlaub hast du die Wahl zwischen einer (privaten) Resort Insel und einer Local Insel. Der Vorteil an den Resort Inseln ist, dass du eben das echte Urlaubsfeeling hast und alles sehr einfach ist. Du bist schließlich in einem Resort, wo jeder Englisch spricht, der Service 1A ist und du dir keine Sorgen um Kriminalität etc. machen musst. Der Nachteil ist, dass du dann auch nicht viel mit dem echten Local Life zu tun hast.

Egal, welcher Atoll: die Auswahl an privaten Inseln ist in den Malediven riesig. Dabei sind selbst die günstigsten Inseln im Vergleich zu anderen Urlaubsländern schon ziemlich teuer. Einige Resorts, wie z.B. das auf Instagram berühmte Hurawalhi Island Resort sind fast unbezahlbar. Dafür hast du aber auch traumhafte Strände, die sauber gehalten werden und ein Personal, das dir alle Wünsche von den Lippen abliest. Service im Paradies hat eben seinen Preis.

Aber auch einige Resort Inseln sind auf den Malediven durchaus bezahlbar. Für deine individuelle Malediven Reise empfehle ich dir zunächst eine Insel, die nicht allzu weit weg vom Malé Airport ist. So kannst du das Speedboot nehmen, anstatt das Wasserflugzeug, das oftmals um ein vielfaches teurer ist. Außerdem sind die Wartezeiten für ein Speedboot häufig kürzer als für ein Wasserflugzeug. Solltest du das Hotel auf eigene Faust buchen, z.B. auf Booking.com, musst du den Transport vom Flughafen zu deiner Wunschinsel nämlich in den meisten Fällen extra bezahlen. In meinem Fall, beim Thulhagiri Island Resort, waren das 100 US-Dollar pro Person für beide Richtungen. Das Hotel wird dich rechtzeitig kontaktieren und alles mit dir absprechen.

Wasservillen im Thulhagiri Island Resort, Malediven
Wasservillen im Thulhagiri Island Resort

So schön es auch ist: Beachte, dass du selbst auf Resort Inseln nicht unbedingt in einer Wasservilla wohnen musst. Einfache Strandvillen sind teilweise nur halb so teuer und falls du trotzdem unbedingt in eine Wasservilla möchtest, dann buche dort nur eine Nacht.

Tipp: einige Resorts bieten All Inklusive Upgrades, die du extra buchen kannst. Bei einer Buchung auf Booking.com und Agoda bekommst du nämlich entweder nur Frühstück oder Halbpension (Half Board). Frage einfach mal bei deinem Resort nach, falls du All Inklusive wünscht. Ob sich das dann für dich lohnt, musst du jedoch selbst entscheiden. Der große Vorteil an den Resort Inseln ist, dass du Alkohol bekommst (im Gegensatz zu den Local Inseln) und davon alle möglichen Sorten. Gerade dann könnte sich All Inklusive für dich lohnen. Bei meiner Buchung waren Bier, Wein, Whisky, Rum und eine Reihe von Cocktails inklusive.

Am Strand von Thulhagiri Island im Nord-Male-Atoll, Malediven

7. Local Inseln

Einige Leute behaupten, dass du nicht wirklich auf den Malediven warst, wenn du nicht eine der Local Inseln besucht hast. Da mag schon etwas dran sein, aber die Local Inseln besuchen bedeutet für dich auch, dass es evtl. Sprachbarrieren geben kann, der Service nicht immer ganz so gut ist und die Strände nicht immer so perfekt sauber, wie auf den Malediven-Postkarten. Außerdem, und das ist ein sehr wichtiger Punkt, ist es auf den Local Inseln überall verboten Alkohol zu trinken und im Bikini herumzulaufen (außer in bestimmten dafür eingerichteten Bikini-Zonen). Auch eigenen Schnaps, eigenes Bier etc. darfst du nicht mitbringen (mehr dazu siehe Punkt 9).

Maafushi

Die Insel Maafushi liegt knapp 30 Kilometer südlich von Malé (im Süd-Malé-Atoll) und wird oft auch als „Gefängnis-Insel“ bezeichnet. Der Name kommt vom Staatsgefängnis, das auf Maafushi liegt. 2500 Einwohner gibt es derzeit auf der Insel, von denen mittlerweile viele auch vom Tourismus leben. Denn Maafushi gehört eindeutig zu den bekanntesten und beliebtesten Local Inseln der Malediven.

Falls du als Individualtourist Maafushi besuchen möchtest, findest du hier eine mittlerweile große Auswahl an Hotels und Gästehäusern, die VIEL günstiger sind, als die vergleichsweise teuren Resort-Inseln. Nicht nur die Unterkünfte sind deutlich günstiger, sondern auch Lebensmittel. Du bezahlst auf einer Resort Insel deutlich mehr für eine Flasche Wasser oder Snacks als in den kleinen Supermärkten auf den Local Inseln.

Von Malé gibt es eine tägliche Fährverbindung nach Maafushi, die jedoch an wichtigen muslimischen Feiertagen nicht vorhanden ist. Informiere dich auf jeden Fall vorher, falls deine Anreise auf einen Feiertag fällt. Auch kann es in Ausnahmefällen passieren, dass bei Unwetter keine Boote fahren. Ansonsten solltest du natürlich die Abfahrtszeit der Fähre ungefähr mit deinem Flug abgleichen. Schließlich willst du nicht den halben Tag oder länger am Malé Airport verbringen.

Maafushi Island in den Malediven
Eine der größten und bekanntesten Local Inseln: Maafushi

Weitere Local Inseln der Malediven

Hier sind einige weitere Local Inseln auf den Malediven, die du besuchen kannst (dies ist nur eine kleine Auswahl). Sie befinden sich alle mehr oder weniger in der Nähe von Malé und sind je nach Insel entweder mit dem Speedboot oder einer Public Ferry erreichbar. Hier gilt oft: je kleiner die Insel, desto weniger Gästehäuser gibt es. Einige Inseln haben nur knapp eine Handvoll Unterkünfte, während es hingegen auf Maafushi schon über 70 gibt.

  • Himmafushi (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: 16 Kilometer)
  • Huraa (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: 20 Kilometer)
  • Gulhi (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: ca. 21 Kilometer)
  • Thulusdhoo (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: ca. 27 Kilometer)
  • Guraidhoo (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: ca. 30 Kilometer)
  • Dhiffushi (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: ca. 37 Kilometer)
  • Fulidhoo (Vaavu Atoll – Distanz von Malé: ca. 56 Kilometer)
  • Rasdhoo (Alif Alif Atoll – Distanz von Malé: ca. 58 Kilometer)
  • Gaafaru (Kaafu Atoll – Distanz von Malé: ca. 62 Kilometer)
  • Ukulhas (Alif Alif Atoll – Distanz von Malé: ca. 72 Kilometer)

8. Malé

Für eine individuelle Malediven-Reise gehört für viele auch ein Besuch der Landeshauptstadt Malé dazu. Einige wiederum raten von einem Besuch absolut ab. Fakt ist, dass du das echte Local Life eben dort siehst. Die extrem dicht besiedelte Stadt hat ca. 150.000 Einwohner und der Hauptteil davon liegt auf der gleichnamigen Insel Malé (Nord-Malé-Atoll). Diese Insel gehört sogar zu den am dichtesten besiedelten Inseln der Welt, was du dir sicherlich sehr gut vorstellen kannst, wenn du sie dir mal auf Google Maps von oben anschaust.

Besuchen kannst du u.a. das Nationalmuseum, den Fischmarkt, die Sinamalé Bridge, Hukuru Miskiiy Moschee (Old Friday Mosque) und das Islamic Centre.

Aussicht vom Flughafen auf die Skyline von Malé
Aussicht auf Malé

9. Religion

Wie vorhin schon im Punkt 7 erwähnt, ist die Einfuhr, der Kauf und der Konsum von Alkohol in den Malediven grundsätzlich verboten. Die Malediven sind ein streng muslimisches Land und jeder Malediver muss laut Gesetz sogar den muslimischen Glauben annehmen. Malediver, die zum Christentum konvertieren, droht ein Entzug der Staatsbürgerschaft.

Dies ist die Realität abseits der Resort Inseln, wo du von all dem nichts mitbekommst. Dir sollte daher klar sein, dass du dich als Frau abseits deines Resorts immer anständig kleiden solltest und selbstverständlich nicht im Bikini oder Hotpants durch Malé laufen solltest. Auch als Mann solltest du nicht unbedingt im Tanktop (oder sogar oben ohne) und kurzer Badehose durch die Stadt laufen. Das gehört sich einfach nicht – nicht nur auf den Malediven.

Islamic Centre in Malé, Malediven
Das Islamic Centre in Malé

Trotz all dieser relativ strengen Regeln sind die Malediver alle sehr nett. Es ist nicht unüblich, dass dich Einheimische als Tourist auch mal zu sich nach Hause zum Essen einladen. So eine Einladung solltest du unbedingt annehmen, denn du wirst keine bessere Möglichkeit haben in das echte Local Life einzutauchen und sogar die eine oder andere Köstlichkeit zu probieren, die du sonst als Tourst niemals zu Gesicht bekommen würdest. Sollte dies passieren, achte natürlich auf die vorhin erwähnte Kleidung und auch ein kleines Gastgeschenk ist immer eine nette Geste (Achtung: verschenke in den Malediven niemals Süßigkeiten, die evtl. Gelatine vom Schwein enthalten könnten).

Auch der Import bestimmter Waren, beispielsweise Alkohol, Schweinefleisch, Pornos oder Sex-Spielzeugen ist verboten. Sogar Buddha-Statuen oder christliche Figuren dürfen laut Zoll nicht in die Malediven gebracht werden. Ich trage ein Buddha-Amulett und hatte keine Probleme – ich würde dir trotzdem empfehlen, solche Sachen lieber nicht sichtbar zu tragen, vor allem auf den Local Inseln.

Muslimische Feiertage spielen bei der individuellen Malediven Reise nur dann eine Rolle, wenn du die Local Inseln besuchen willst. Beachte vor allem dann die Ramadan Zeit, die auf den Resort Inseln für Touristen natürlich keine Rolle spielt. Auf den Local Inseln solltest du dich während des Ramadan-Monats darauf einstellen, dass du von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang kein oder nur schwer ein offenes Restaurant finden wirst.

Hast du die Malediven schon auf eigene Faust bereist? Hast du weitere Tipps oder möchtest deine Erfahrungen als Individualreisender teilen? Schreibe uns einen Kommentar.

Fotos: Foto 10 (Maafushi): Guadalupe Polito/shutterstock.com – Foto 12 (Islamic Centre Malé): pisaphotography/shutterstock.com

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Marcel

Moin, ich bin Marcel! Blogger, Autor, Web- & Grafikdesigner und digitaler Nomade. Ich reise am liebsten durch Südostasien und entdecke dort traumhafte Strände und leckeres Essen. Meine Homebase ist Koh Phangan, Thailand. Folge mir auf Facebook, Twitter, Instagram oder Steemit.