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Thailand ist ein Land, was sehr einfach zu bereisen ist. Die Leute vor Ort sind sehr freundlich, hilfsbereit und höflich. Um sich als Besucher auch angemessen zu verhalten, was wir ja gerne möchten, haben wir hier einmal 11 Fakten zusammengetragen, damit du nicht in das ein oder andere Fettnäpfchen trittst.

Nützliche Fakten für deine erste Thailand-Reise

Der Glaube und die Kultur sind sehr wichtig in Thailand und ja, es wird einem Besucher natürlich der ein Fehler verziehen, aber ist es nicht schöner den einheimischen Bewohnern und deren Kultur mit dem nötigen Respekt entgegenzukommen? Das zaubert dann auch ein Lächeln auf die Gesichter der Locals! Hier sind sie also – unsere 11 Fakten:


Anreise nach Thailand sowie Weiterreise


1. Die Nationalhymne

Um 8.00 Uhr morgens und um 18.00 Uhr abends wird die Nationalhymne Thailands vielerorts auf Lautsprechern, im Radio und im Fernsehen gespielt. Die Leute lassen dabei alles stehen und liegen und richten sich auf, wenn sie nicht sowieso gerade stehen.

Für einige Minuten steht also fast alles im Land still und hört der Nationalhymne zu und jeder erweist seinen Respekt an Thailand. Wenn die Hymne zu Ende ist, dann geht alles seinen gewohnten Weg weiter – so als wäre gar nichts gewesen.

18 Uhr abends in Chiang Mai - alle stehen aus Respekt vorm König auf
18 Uhr abends in Chiang Mai – alle stehen aus Respekt vor dem König auf!

2. Majestätsbeleidigung

Der aktuelle sowie der ehemalige König Bhumibol werden in Thailand sehr verehrt und ihnen wird sehr viel Respekt entgegengebracht. Beide sind aktuell auf den thailändischen Geldscheinen zu sehen und überall im Land hängen Bilder von König und seinem Vater.

Auch in thailändischen Haushalten und auch an sehr vielen öffentlichen Plätzen findest du Bilder des Königs. Du solltest also weder schlecht über den König oder die Königsfamilie reden und schon gar nicht auf das Geld treten. Im schlimmsten Fall kann dieses sogar zu einer Gefängnisstrafe führen.

3. Regenzeit in Thailand

Viele Leute fragen im Netz, ob es sich lohnt Thailand in der Regenzeit zu bereisen. Unsere Antwort lautet absolut: Ja! Regenzeit heißt nicht, dass es die ganze Zeit regnet, sondern mal zwischendurch. Meistens dann zwar richtig stark, aber auch nur für eine Stunde etwa, danach kommt die Sonne wieder durch und alles ist gut.

Außerdem sind die Hotels in der Regenzeit meistens günstiger, da dann auch die Nebensaison in Thailand herrscht. Wenn du mehr Informationen zur Reisezeit in Thailand möchtest, dann solltest du dir am Besten unseren Artikel dazu durchlesen.

4. Wochentage und Farben

In Thailand sind Wochentage bestimmten Farben zugeordnet und die meisten Thais kennen diese auch. Oft siehst du die Thais an diesen Tagen T-Shirts in der Farbe des Wochentages tragen. Folgende Tage werden also folgenden Farben zugeordnet:

  • Montag = Gelb
  • Dienstag = Rosa
  • Mittwoch = Grün
  • Donnerstag = Orange
  • Freitag = Blau
  • Samstag = Lila
  • Sonntag = Rot

Übrigens, Gelb ist auch die Farbe des Königshauses und wird zu bestimmten Anlässen, wie die Krönung des Königs von vielen Leuten im Land getragen.

5. Der Name der Stadt Bangkok

Die thailändische Hauptstadt hat offiziell den längsten Namen der Welt mit 168 Buchstaben! Der volle Name der Stadt lautet nämlich: „Krung Thep Maha Nakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchaniwet Maha Sathan Amon Phiman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit“.

Die Thais selbst benutzen den Namen Bangkok eigentlich nie, es sei denn sie unterhalten sich mit einem Farang (das thailändische Wort für einen Ausländer). Wenn Thais über Bangkok sprechen, wird der Name Krung Thep oder Krung Thep Maha Nakhon verwendet.

Übersetzt lautet der Name laut Wikipedia wie folgt:

„Stadt der Devas, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [Smaragd-Buddha], uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die den himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishvakarman gebaut wurde.“

Die Aussicht vom Baiyoke Skytower über Bangkok, Thailand
Die Aussicht über Bangkok vom Baiyoke Skytower – Grandios!

6. Bangkok ist die wärmste Stadt der Welt

Bangkok gilt allgemein als die wärmste bzw. heißeste Stadt der Welt. Die thailändische Hauptstadt hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von über 28 Grad. Vor einigen Jahren hat die World Meteorological Organization Bangkok auch zur heißesten Stadt der Welt erklärt. Die Temperaturen fallen auch nachts nicht wirklich und so wird es niemals richtig kühl.

7. Der Kopf ist heilig

Laut allgemeiner Aussagen ist der Kopf das heiligste am Körper eines Menschen und darf dementsprechend auch nicht berührt bzw. angefasst werden. Jüngere Leute dürfen auf jeden Fall nicht den Kopf des Älteren anfassen. Andersherum ist es nicht mehr so schlimm, laut Aussagen einiger thailändischer Freunde.

Zumindest für die jüngere Generation ist diese Regel nicht mehr so wichtig. Trotzdem würden wir einfach bei einem Besuch in Thailand darauf achten, nicht unbedingt den Kopf von Kindern zu berühren, da sowas trotzdem nicht gern gesehen ist und in einigen Kreisen immer noch als eine Beleidigung der anderen Person aufgefasst werden kann.

8. Füße sind dreckig

Im Gegensatz zum Kopf, der heilig und ganz oben am Körper ist, sind die Füße, die ganz unten sind, dreckig. Es sollte also darauf geachtet werden, nicht mit den Füßen auf Leute zu zeigen bzw. ihnen diese entgegen zu strecken. Das wird in Thailand als besonders unhöflich angesehen.

Vor allem Mönchen, Buddha-Abbildungen, Tempeln und Bildern des Königshauses solltest du niemals die Sohle des Fußes entgegenstrecken. Selbst wenn die Thais beten oder auf dem Boden sitzen sind die Füße immer so ausgerichtet, dass sie nicht damit auf jemanden zeigen.

Hinweis: Auch in Bussen, Zügen etc. solltest du niemals deine Füße hochlegen, schon gar nicht auf den Vordersitz. Dies wird leider oft von Reisenden getan, sollte aber tunlichts vermieden werden.

9. Buddhismus und Geisterglaube

95% der Einwohner Thailands sind Buddhisten und viele von Ihnen leben den Glauben auch sehr aus und gehen regelmäßig in einen Tempel, um zu beten. Für Frauen gibt es eine besondere Regel, sie dürfen niemals einen Mönch berühren!

Neben dem Buddhismus ist aber auch der Geisterglaube in Thailand weit verbreitet und du siehst an vielen Hotels, privaten Häusern und Gebäuden im Allgemeinen so kleine Geisterhäuser stehen. Wenn zum Beispiel irgendwo ein neues Haus gebaut wird, dann wird erst ein kleines Geisterhaus errichtet und der Geist, der auf dem Grundstück „wohnt“, von einem Mönch beschwichtigt in dieses für ihn errichtete Haus umzuziehen.

Vorher wird das Haus nicht gebaut, da sonst ein böses Omen über dem Grundstück liegt. Der Geisterglaube ist ein riesiges Thema für sich und hat eigentlich nichts mit dem Buddhismus zu tun. In Thailand liegen diese aber sehr dicht beieinander, so dass es für viele Thais einfach zusammengehört.

Ein kleines Geisterhaus in einem Hotel in Ao Nang, Thailand
Eines der viele Geisterhäuser in Thailand

Mehr Infos zum Buddhismus findest du in unserem ersten Teil der Religionen in Südostasien.

10. Vatertag und Muttertag

Vater- und Muttertag fallen nicht auf dieselben Tage wie bei uns. Der Vatertag wird immer am Geburtstag des ehemaligen Königs Bhumibol gefeiert, also dem 5. Dezember. Der Muttertag fällt dann natürlich auf den Geburtstag der Königin Sirikit am 12. August.

Diese Tage sind also nicht nur die Geburtstage des Königs und der Königin, sondern auch Vater- und Muttertag und werden dementsprechend gefeiert.

11. Das thailändische Neujahrsfest

Der neue Jahr wird in der heutigen Zeit zwar wie bei uns vom 31. Dezember auf den 1. Januar eingeleitet, das traditionelle thailändische Neujahr fällt aber auf einen anderen Tag. Das Fest wird nach dem thailändischen Mondkalender gefeiert und findet zwischen dem 13. und 15. April statt. Die Feierlichkeiten beginnen aber meistens schon so um den 12. April.

Songkran, wie der Name des Festes lautet, wird auch oft als Wasserfest bezeichnet. In der Zeit vor dem wirklichen Festtag sowie in der Zeit danach stehen überall an den Straßen Kinder und teils Erwachsene mit Wassereimern und Wasserpistolen und machen jeden der vorbeikommt nass. Du verbringst hier eigentlich den ganzen Tag durchnässt.

Am besten packst du dir also selbst eine Wasserpistole ein, schießt zurück und hast einfach eine Menge Spaß, wenn deine Reise auf dieses thailändische Fest fällt. Für Thais bedeuten die Tage vom 13. bis 15. April aber nicht nur Wasserspaß, sondern auch beten im Tempel, um Glück im neuen Lebensjahr zu haben.

Hier findest du noch mehr Infos zu Songkran und den Dos und Don’ts.

Haben wir wichtige Fakten vergessen, die erwähnt werden müssen? Wie sehr hältst du dich an die kulturellen Gegebenheiten oder stört dich vielleicht sogar etwas besonders? Lasse es uns in den Kommentaren wissen, wir sind gespannt auf deine Meinung!

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Tobi

Hi, ich bin Tobi, Freelancer im Bereich Übersetzungen und Texten, aber vor allem leidenschaftlicher Reiseblogger. Am liebsten bin ich in Südostasien unterwegs und arbeite von den verschiedensten Orten online. Wenn du wissen willst, was ich gerade mache oder wo ich bin, dann folge mir am besten auf Twitter, Instagram oder schaue bei Facebook vorbei.

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