Akihabara ist ein Stadtteil in Tokio, der rund um die Akihabara Station liegt. Er wird manchmal auch nur Akiba genannt oder Electric Town. Akihabara ist sozusagen der Hauptort der Elektronik in Japan, aber Manga und Animes spielen hier ebenfalls eine große Rolle.

Zwischen Elektronik und Mangas – Akihabara in Tokio

Bei einem Besuch in Tokio solltest du den Stadtteil Akihabara auf keinen Fall verpassen, wenn du das etwas verrückte Japan kennenlernen möchtest. Videospiel- und Cosplay-Fans kommen hier auf ihre Kosten, aber auch sonst ist Akihabara einen Besuch wert. Was du vor Ort alles entdecken kannst, erfährst du hier.


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1. Spaziergang durch Akihabara

Wenn du das erste Mal in Akihabara bist, dann beeindrucken schon die vielen bunten Hochhäuser mit den Reklamen, Animes und auch die roten großen Sega Game Center. Für einen ersten Eindruck von Akihabara können wir dir einfach empfehlen, mal ohne einen Plan durch die Gegend zu schlendern. Du wirst aus dem Staunen nicht herauskommen und hinter jeder Ecke lauert eine neue Überraschung.

Die bunte Skyline vom Akihabara Viertel in Tokio

Auch dabei wirst du viel in dem verrückten Stadtteil von Tokio entdecken. Menschen in Cosplay Kostümen auf der Straße, diverse Technik-Geschäfte, Maid Cafés und was du dir sonst alles vorstellen kannst. Akihabara ist wirklich faszinierend und eine etwas andere Welt, wenn du es mit Stadtteilen in Tokio wie Asakusa oder Shinjuku vergleichst. Lasse dich einfach drauf ein und du wirst mit Sicherheit deinen Spaß haben. Wir fanden es jedenfalls Hammer!

Tipp: Du kannst auch eine Führung durch Akihabara mitmachen und so noch mehr in die Anime und Manga Kultur eintauchen.

2. Gaming und Arcade

Neben Shopping ist Akihabara auch beliebt für seine Center für Arcade Spiele, die meist etwa um die 100 Yen pro Spiel kosten. Von Mario Kart über diverse Actionspiele oder auch Sportaktivitäten wie Tanzen oder Basketball, kannst du hier alles machen.

Das berühmteste Game Center ist natürlich der Sega Komplex, aber auch andere wie z.B. Super Potato, Taito Hey oder das Tokyo Leisure Land sind sehr beliebt. Wenn du also Lust hast ein paar Spiele oder auch Retro-Games in Akihabara auszuprobieren, dann wage dich in die Game Center. Eine andere Beschäftigung beim Sightseeing, aber definitiv unterhaltsam.

3. Mandarake

Der Mandarake Complex ist ein Ableger des 1987 gegründeten Geschäfts in Nakano, Tokio. Über die Zeit hat er sich zu einem der weltweit größter Manga Stores entwickelt und begrüßt Gäste auf 8 Stockwerken mit allem, was du dir zu Mangas und Animes vorstellen kannst.

Marcel im Mandarake, dem größten Manga Store der Welt in Akihabara, Tokio

Von außen macht das dunkle Gebäude nicht viel her und könnte leicht übersehen werden. Die japanische Popkultur mit ihren Mangas und Animes ist weit über die Grenzen Japans bekannt und so kommen nicht nur Einheimische in den Mandarake Complex, sondern auch interessierte Touristen.

Manga-Bücher im Mandarake von Tokio, Akihabara

Was gibt es im Mandarake Complex eigentlich zu kaufen? Die Antwort wäre fast alles: von Kostümen für Cosplay über Action-Figuren, Puppen, Spielkarten, DVDs, Videospiele bis hin zu diversen Manga Comics (auch einige ab 18, die teils sehr detailreich sind). Wer sich für diesen Teil der japanischen Kultur begeistern kann, ist hier genau richtig. Von 12.00 bis 20.00 Uhr ist täglich für Besucher geöffnet.

4. Kanda Myōjin (Kanda Shrine)

Seit 1934 steht der Kanda Myōjin Schrein in seiner heutigen Form in Akihabara. Über die Jahrhunderte, seit der Gründung im Jahr 730, wurde er mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, jedoch erst 1603 an den heutigen Standort verlegt.

Der Eingang des Kanda Myojin Schreins in Akihabara, Tokio

Der Kanda Myōjin Schrein gehört zu den sogenannten Tokyo-jissha, einen von 10 Schreinen, die um den Kaiserpalast von Tokio verteilt liegen. Er ist den drei Gottheiten bzw. Geistern Daikokuten, Ebisu und Taira no Masakado gewidmet. Die ersten beiden gehören zu den Göttern des Glücks, weshalb er von vielen Japanern genutzt wird, um für Wohlstand und Erfolg zu beten.

Taira no Masakado hingegen war ein Samurai, dessen Geist eingeschreint wurde, um über die Gegend des Schreins zu wachen. Auch deshalb wird der Schrein verehrt, da die Legende besagt, dass der Geist ansonsten Naturkatastrophen bringen kann, wenn er nicht mit Gaben beschwichtigt wird.

Tobi zu Besuch beim Kanda Myojin Schrein in Akihabara, Tokio

Der Shinto-Schrein ist übrigens auch Schauplatz des Kanda Matsuri Festivals, eines der wichtiges Shinto-Feste. Dabei wurden ursprünglich tragbare Schreine zur Burg Edo gebracht, um den Sieg in der Schlacht von Sekigahara zu feiern. Heute wird es Mitte Mai mit einer Parade gefeiert zu Ehren der Gottheiten und Geister des Schreins.

Für Besichtigungen ist der Kanda Myōjin Schrein immer offen und einen Eintritt musst du ebenfalls nicht zahlen. Besonders das rote Tor Zuishinmon und die Honden Haupthalle sind interessant anzusehen.

5. Yodobashi Akiba

Im Electric Town Akihabara ist das Yodobashi Akiba das größte Kaufhaus für Elektronik-Artikel. Alle Technik-Produkte, die du dir vorstellen kannst, gibt es hier zu kaufen: Kameras, Lautsprecher, Handys, Laptops, selbst Kaffeemaschinen, Staubsauger, Toiletten oder Reiskocher und vieles mehr. Immer nach dem neuesten Schrei der Technik.

Yodobashi Akiba, der große Multimedia Store von Akihabara in Tokio

Daneben gibt es aber auch Fashion, Spielzeuge, Kosmetik, CDs und mehr. Wenn du etwas bestimmtes suchst, dann findest du es im Yodobashi Akiba. Aber auch wenn du nichts kaufen möchtest, ist es spannend durch die Gänge zu schlendern und sich alles anzusehen, zumindest wenn du dich für Technik interessierst.

Von 9.30 bis 22.00 Uhr sind die Geschäfte geöffnet. Das Yodobashi Akiba findest du direkt gegenüber des Showa Dori Ausganges der Akihabara Station.

6. Maid Cafés

Anfang der 2000er Jahre kamen die Maid Cafés immer mehr auf und Akihabara ist hier einer der Hotspots in Japan. Ursprünglich wurden diese Cosplay Cafés für die Anime Fans eröffnet, ziehen aber viele verschiedene Arten von Kunden an. Dabei haben die Mitarbeiterinnen des Cafés ein Kleid an, welches an Dienstmädchen erinnert, daher der Name Maid Café.

Eines der vielen Maid Cafés von Akihabara in Tokio

Bei einem Besuch bekommst du eine Maid zugewiesen, die sich um deine Bestellung kümmert und dich mit „Master“ oder „My Lady“ anredet. Du kannst Kaffee und andere Getränke sowie Essen bestellen. Auch Fotos zusammen mit deiner Bedienung kannst du machen und es wirkt alles zugegeben schon sehr skurril.

In Akihabara findest du viele verschiedene Maid Cafés, wie z.B. das @home café auf dem Bild. Fotos im Inneren sind übrigens nicht erlaubt und du musst einen Eintritt von 500-700 Yen zahlen plus den Betrag deiner Bestellung.

7. Manseibashi

Wenn du etwas Ruhigeres in Akihabara suchst, dann gehe zur alten Manseibashi Station. Diese wurde schon 1943 geschlossen, aber nach einer Renovierung im Jahre 2013 wurde das rote Ziegelgebäude in den mAAch ecute Shopping-Komplex umgewandelt.

Aussicht auf Manseibashi in Akihabara, Tokio

Dort triffst du auf einzigartige Shops, die sich auf Handwerk und Kultur spezialisiert haben. Außerdem gibt es Cafés und Bars, die sich auf organische Produkte und auch Craft Beer ausgerichtet haben. Ein moderner Shopping-Komplex also in einem Retro-Stil. Ganz anders als das restliche Akihabara.

8. Gundam Cafe

Neben der Akihabara Station findest du das Gundam Cafe, das sich auf den beliebtesten animierten Roboter spezialisiert hat. Er ist besonders unter Erwachsenen Japanern beliebt, da es ihn schon seit 1979 im Fernsehen gibt.

Das Gundam Cafe in Akihabara, Tokio

Hier werden Essen und Getränke wie Kaffee im Gundam-Stil serviert. Aber auch ansonsten ist das Café etwas für Fans oder Anime-interessierte Touristen. Selbst die Toiletten haben ein Gundam Design und du kannst diverse Fanartikel kaufen. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 22.00 Uhr.

9. Tokyo Daijingu Shrine

Der Tokyo Daijingu Schrein ist ein Shinto-Schrein und einer der fünf wichtigsten Schreine von Tokio. Außerdem ist er ein Ableger des berühmten Ise-jingu Schrein, einer der heiligsten Schreine Japans. Der Schrein ist verschiedenen Gottheiten gewidmet.

Der Tokyo Daijingu Schrein im Akihabara Viertel

Eine Besonderheit des Tokyo Daijingu Schrein ist, dass er 1900 der erste Schrein war, bei dem eine Hochzeitszeremonie abgehalten wurde. Aufgrund dessen ist der Schrein besonders bei Paaren, die sich eine glückliche Ehe wünschen und Singles, die sich einen Partner wünschen, beliebt. Du kannst hier viele dafür beten sehen.

Geöffnet ist der Tokyo Daijingu Schrein täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr. Ein Eintritt fällt nicht an, so dass du bei einem Tag in Akihabara dem Schrein auch einen Besuch abstatten solltest.

10. Owl Cafe

Ein Eulen-Café ist ein Highlight der etwas anderen Art in Akihabara. Der Name Cafe ist dabei jedoch etwas irreführend, weil es keine Getränke und auch kein Essen gibt. Dafür kannst du einfach nur mit Eulen interagieren.

Die majestätischen Vögel werden hier gut gepflegt und die Mitarbeiter haben sehr gutes Wissen zu Eulen. Du kannst sie beobachten, Fotos machen und sie sogar anfassen und die weichen Federn spüren. Die Mitarbeiter erklären dir den Umgang, so dass es weder für dich noch für die Eulen gefährlich ist.

Das Owl Cafe von Akihabara in Tokio

Da das Eulen-Café in Akihabara sehr beliebt ist, vor allem bei asiatischen Touristen, lohnt es sich einen Platz vorher zu reservieren. Ansonsten kann es schwer werden, spontan einen Platz zu bekommen. Die Zeit ist immer auf eine Stunde beschränkt, aber das reicht vollkommen, um tolle Erinnerungen zu sammeln.

Warst du schon in Akihabara Tokio? Was hast du in Akihabara erlebt und hast du noch weitere Tipps? Hinterlasse uns deine Meinung in den Kommentaren.

Fotos: Foto 10 (Manseibashi): Keith Tarrier/shutterstock.com und Foto 12 (Tokyo Daijingu Shrine): Ggamies/shutterstock.com