Shinjuku ist ein beliebter Stadtteil in Tokio und bietet viele Aktivitäten sowie einige Sehenswürdigkeiten. Bis 1920 war Shinjuku eine eigene Stadt, wurde dann aber in die Hauptstadt Japans eingegliedert. Die heutige Form des Viertels existiert seit 1947 und seit 1991 ist Shinjuku sogar der Verwaltungssitz der Präfektur von Tokio.

Sehenswürdigkeiten und Tipps für Shinjuku in Tokio

Hochhäuser mit Werbung in Shinjuku, Tokio

Besonders bekannt in Tokio ist Shinjuku für das Amüsierviertel Kabukicho oder auch das Robot Restaurant. Das waren aber längst nicht alle Sehenswürdigkeiten von Shinjuku, denn das Viertel hat viel mehr zu bieten. In diesem Artikel geben wir dir einige Tipps für Shinjuku und zeigen dir warum ein Besuch sich lohnt.


Anreise nach Tokio

Die internationale Anreise nach Tokio gibt nicht viele Möglichkeiten her, da Japan ein Inselreich ist. Somit ist das Flugzeug meist die einzige Option in die japanische Hauptstadt zu kommen. Tokio besitzt gleich zwei Flughäfen, den Narita und Haneda Airport.

Aus der ganzen Welt sowie auch Europa oder anderen asiatischen Ländern gibt es Direktflüge nach Tokio. Der Narita Airport bedient die meisten internationalen Flüge, aber auch der Haneda wickelt einige davon ab. Der Großteil der Flüge am Haneda Airport sind jedoch Inlandsflüge. Für eine gute Übersicht der Zeiten, Preise und Fluglinien können wir dir Skyscanner empfehlen.

ANA Flugzeug auf dem Tokio Narita Airport

Hinweis: Es gibt zwar auch Fährverbindungen, z.B. von China oder Südkorea nach Japan, aber nicht bis direkt nach Tokio. Dort müsstest du über Kyushu oder Osaka dann weiter nach Tokio anreisen. Weitere Infos dazu findest du bei 12go.asia.

Weitere Optionen, wenn du innerhalb Japans nach Tokio anreist, sind der Bus und die Bahn. Am beliebtesten dabei sind die Schnellzüge des Shinkansen, aber auch viele andere Züge stehen zur Auswahl. Wenn du etwas länger in Japan bist, dann lohnt sich ein Japan Rail Pass, denn die meisten Strecken innerhalb Japans kannst du so schnell und bequem mit dem Zug hinter dich bringen. Absolute Empfehlung!

Übernachtung in Tokio – unser Hoteltipp

Die Auswahl an Hotels in Tokio ist riesig und eine gute Ausgangslage ist es immer, wenn du eine Metro-Station dicht an deinem Hotel hast. Wir haben uns für das ICI Hotel Akasaka by Relief entschieden und können es absolut empfehlen. Wir haben dort sogar ein zweites Mal übernachtet, weil es uns insgesamt wirklich sehr gut gefallen hat.

Die Zimmer sind in Tokio meist deutlich kleiner, doch bieten alles was du benötigst. Im ICI Hotel Akasaka sind sie mit einer Kaffeemaschine, einem Wasserkocher, Kühlschrank, Klimaanlage, Badezimmer mit moderner japanischer Toilette, Tablet, Fernseher und einem zuverlässigen, kostenlosen WLAN ausgestattet. Auch USB-Anschlüsse und Steckdosen für nicht-japanische Stecker gibt es. Es bleiben keine Wünsche offen.

Das moderne Zimmer des ICI Hotel Akasaka in Tokio

Beliebte Stadtteile zum Übernachten sind in Tokio unter anderem Shinjuku, Akihabara oder Asakusa. Weitere Hotels in den anderen Stadtteilen von Tokio findest du hier.


1. Omoide Yokocho

Omoide Yokocho, oder Memory Lane genannt, ist ein kleines Barviertel in Shinjuku, nicht weit entfernt vom Shinjuku Bahnhof. Seit den 40er Jahren besteht Omoide Yokocho und war anfangs ein illegaler Ort, um zu trinken. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Gegend für ihre damaligen Hostessen-Bars und Izakayas immer bekannter.

Die Izakayas existieren heute noch und sind kleine Bars, in denen du Yakitori-Spieße, meist aus Hähnchen, und Bier bekommst. Platz im Inneren finden jedoch nur wenige und oft sind die Izakayas schon mit 5-6 Personen voll besetzt, was jedoch die Atmosphäre ausmacht. Auf einer Kneipentour kannst du Omoide Yokocho ebenfalls super erkunden.

Bars und Restaurants Omoide Yokocho, Memory Lane, Piss Alley, Tokio

Fun Fact: Die Omoide Yokocho wird auch Piss Alley genannt. Dies kommt daher, dass nach dem zweiten Weltkrieg viele Leute zum Trinken herkamen, es jedoch nicht genug Toiletten gab. So erleichterten sich die Gäste an den nahegelegenen Zuggleisen oder einfach in einer ruhigen Ecke.

2. Godzilla Head

Mitten in Kabukicho ragt ein großer Godzilla Kopf über die Hochhäuser. Du findest ihn passenderweise in der Godzilla Road am Hotel Gracery. Viele Besucher kommen für Fotos hierher, die sie von der Straße aus machen, was den Godzilla Head zu einer von Shinjukus Sehenswürdigkeiten macht.

Du kannst Godzilla aber auch von nahem ansehen und dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du übernachtest im Hotel Gracery oder du gehst in die Lobby im 8. Stock ins Cafe Bonjour, auf dessen Terrasse Godzilla steht.

Der Godzilla Head in Shinjuku, Tokio

Von 12.00 bis 20.00 Uhr kannst du übrigens zu jeder vollen Stunde eine kleine Godzilla Show sehen. Dann ertönt Musik und während er brüllt kommt Rauch und Licht aus seinem Mund. Für Godzilla Fans ein Must-See.

3. Samurai Museum

Interessierst du dich für die Geschichte Japans und speziell die der Samurai? Dann ist ein Besuch im Samurai Museum von Shinjuku perfekt für dich. Es liegt in Kabukicho (siehe nächster Punkt) und bietet alle 15-20 Minuten geführte Touren durch das Museum an.

Von authentischen Samurai-Rüstungen bis hin zu Waffen und anderen Accessoires, die zwischen 200 und 400 Jahre alt sind, wird dir das Leben der Samurai nähergebracht. So erfährst du einiges an Geschichte, während du dir die Artefakte der Samurai anschauen kannst. Am Ende kannst du noch Fotos im Kimono oder Samurai-Kleidung machen. Der Eintritt beträgt 1800 Yen inklusive der geführten Tour. Du kannst Tickets auch vorher online buchen.

4. Kabukicho

Kabukicho ist der Rotlicht- und Unterhaltungsteil in Shinjuku. Während es am Tag eher ruhig zugeht, füllen sich die Straßen und Gassen am Abend, wenn die bunten Neonreklamen erstrahlen. Neben diversen Restaurants, gibt es hier vor allem Bars, Clubs, Karaokeläden, Pachinko Spielotheken, aber auch Love Hotels und einschlägige Etablissements.

Das Amüsierviertel von Shinjuku, Kabukicho in Tokio

Bunte Reklamen an Häusern in Kabukicho, Shinjuku, Tokio

Um noch mehr Einblicke in das Kabukicho Viertel in Shinjuku zu bekommen, eignet sich die Tour Tokio: Abendlicher Rundgang durch Shinjuku. So verpasst du auf keinen Fall etwas.

5. Robot Restaurant

Wenn du etwas Durchgeknalltes oder Ausgeflipptes magst und offen für japanische Shows bist, dann solltest du die Robot Show im Robot Restaurant besuchen. Sie ist eine von Shinjukus Haupt-Sehenswürdigkeiten. Es handelt sich hierbei zwar nicht wirklich um ein Restaurant, dafür ist die 90-minütige Show ein echtes Erlebnis.

Schon das Design des Restaurants ist einmalig und wenn die Show erstmal startet und es in bunte Neonlichter und wirre Soundeffekte taucht, ist es wie eine ganz andere Welt. Erwarte jedoch keine wirklichen Roboter, denn es sind meist Menschen in verschieden Kostümen wie Samurais, Einhörner, Dinosaurier etc., die dir eine aufwendige Show bieten.

Das berühmte Robot Restaurant in Tokio Shinjuku von außen

Tickets für die Roboter Show kosten 7500 Yen und sollten am besten vorab gebucht werden. Ansonsten kann es sein, dass du für deine gewünschte Vorstellung kein Ticket mehr bekommst. Aufgeführt wird die Robot Show viermal täglich um 16.00, 17.55, 19.50 und 21.45 Uhr.

6. Game Center

In der Gegend um Shinjuku findest du wie in vielen anderen Vierteln Tokios auch unzählige Game Center oder Pachinko Spielotheken. Eines der bekanntesten ist das SEGA Game Center, das du von der Shinjuku Station in etwa 3 Minuten zu Fuß erreichen kannst, wenn du den West- bzw. Südausgang nimmst. Aber wenn du etwas durch Shinjuku spazieren gehst, wirst du viele weitere Game Center finden.

Verrückte Game Center in Tokio, Shinjuku
Eine typische Pachinko Spielothek

Im SEGA Game Center, das sich über mehrere Stockwerke erstreckt, findest du auch bei uns bekannte Spiele wie z.B. Mario Kart. Das haben wir natürlich auch gleich ausprobiert! Auch super, um eine Pause zu machen, wenn die Beine vom ganzen Sightseeing etwas weh tun.

Tobi beim Mario Kart Spielen in Tokio im Sega Game Center in Shinjuku

7. Golden Gai

Golden Gai heißt ein weiteres kleines Barviertel in Shinjuku. Hier reihen kleine Bars und Izakayas aneinander, in denen jeweils nur sehr weniger Personen Platz finden. In einigen Bars musst du zwar eine Eintrittsgebühr zahlen (ab 500 Yen), aber es lohnt sich, um diese Atmosphäre einmal kennenzulernen.

Golden Gai, die Gegend mit kleinen Bars in Shinjuku, Tokio

Wenn du jedoch ein paar Fotos vom Golden Gai Viertel machen willst, dann musst du dies tagsüber tun. Am Abend herrscht dort Fotoverbot, damit die Besucher sich nicht gestört fühlen. Wenn du dich nicht alleine in die Izakayas traust, was manchmal aufgrund der wenigen Englischkenntnisse der Bars schwierig sein kann, empfehlen wir dir die Shinjuku Golden Gai Kulinarische Tour.

8. Tokyo Metropolitan Government

Das Tōkyō Tochō, wie das Tokyo Metropolitan Government auf Japanisch heißt, ist der in der Einleitung erwähnte Verwaltungssitz von Tokio und steht in Shinjuku. Er sticht durch seine zwei 243 Meter hohen Türme hervor, in denen es jeweils eine Aussichtsplattform auf 202 Metern für Besucher gibt. Bis 2007 war es sogar das höchste Gebäude von Tokio.

Aussicht vom Tokyo Metropolitan Government Building auf Tokio
Ausblick vom South Observatory

Es gibt ein North Observatory, das länger auf hat und deshalb auch für die nächtliche Aussicht beliebt ist und das South Observatory. Am ersten und dritten Dienstag im Monat sind die Aussichtsplattformen jeweils geschlossen, ansonsten von 9.30 bis 23.00 Uhr geöffnet und du kannst sie kostenlos besuchen.

Tipp: Informiere dich aber am besten vorab auf der offiziellen Webseite, da es manchmal Renovierungen oder aufgrund von Feiertagen andere Öffnungszeiten gibt.

9. Shinjuku Gyoen Park

Nicht weit entfernt vom Bahnhof Shinjuku liegt der Shinjuku Gyoen Park, der 1949 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Der Park ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, aber auch Besucher von Tokio schauen dort gerne vorbei. Er bietet neben einem japanischen Garten auch einen englischen und französischen Garten.

Besonders die Aussicht auf die Skyline von Shinjuku mit dem Park im Vordergrund ist sehr beliebt. Es gibt diverse Orte, wo du dich auf den Rasenflächen entspannen und etwas Abstand von der Großstadt nehmen kannst. Sehr beliebt ist der Shinjuku Gyoen Park außerdem im Herbst, wenn all die Blätter schön verfärbt sind und natürlich auch zur Zeit der Kirschblüte.

Ausblick von die Skyline vom Shinjuku Gyoen Park in Tokio

Geöffnet ist der Park täglich von 9.00 Uhr morgens bis 16.30 Uhr (1. Oktober bis 14. März), ansonsten sogar bis 18.00 Uhr und teilweise 19.00 Uhr (1. Juli bis 20. August). Der Eintritt beträgt 500 Yen, lohnt sich aber, wenn du gerne in Parks verweilst.

Tokio: Touren und Tickets

Bist du lieber mit einem Guide unterwegs, der sich bestens auskennt? Dann empfehlen wir dir eine geführte Tour mit einem/einer Einheimischen. So kannst du Tokio Shinjuku auf eine ganz andere Art kennenlernen. Bei GetYourGuide findest du viele spannende Touren für Shinjuku und Tokio.

Hast du das Viertel Shinjuku in Tokio schon besucht? Hast du noch weitere Tipps für Shinjuku? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

Fotos: Foto 8 (Robot Restaurant): TK Kurikawa/shutterstock.com

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Tobi

Hi, ich bin Tobi, Freelancer im Bereich Übersetzungen und Texten, aber vor allem leidenschaftlicher Reiseblogger. Am liebsten bin ich in Südostasien unterwegs und arbeite von den verschiedensten Orten online. Wenn du wissen willst, was ich gerade mache oder wo ich bin, dann folge mir am besten auf Twitter, Instagram oder schaue bei Facebook vorbei.