Die in den 60er und 70er Jahren bei Hippies beliebte Insel Formentera war unser Ziel an diesem sonnigen Morgen auf Ibiza. Vom Playa d’en Bossa, einem kilometerlangen Sandstrand, wo auch unser Hotel war, legt die Fähre jeden Tag nach La Savina auf Formentera ab. Wir kauften uns direkt am Anleger die Tickets (ca. 18 € pro Kopf) und warteten noch eine halbe Stunde auf die Fähre.

Abfahrt von Ibiza
Abfahrt von Ibiza

Die Fahrt verging relativ schnell und so legten wir eine Dreiviertelstunde später in La Savina an. Ja, Formentera ist zwar eine sehr kleine Insel, aber ohne fahrbaren Untersatz ist man auch hier aufgeschmissen. Also machten wir uns auf die Suche. Das Fahrrad fiel schon aufgrund der Hitze weg und wir nahmen die Rollervermietungen mal genauer unter die Lupe. Nicht weit weg vom Hafen fanden wir auch einen seriös wirkenden Laden. Wir fragten also nach dem Preis, der nach meinen Erinnerungen 2009 so zwischen 20 und 30 € pro Roller betrug. Nach kurzer Überlegung war klar, das ist es!

Wir gingen also an den Schalter, wo wir gleich auf Deutsch begrüßt wurden.

„Wir würden gerne 2 Roller für heute mieten.“
„Kein Problem, ich benötige nur 2 Führerscheine für die Papiere.“

Tja, da hat wohl niemand darüber nachgedacht. Mein Führerschein lag, wie sollte es auch anders sein, im Hotel. Na Super!

„Tut uns Leid, aber wir haben leider nur einen Führerschein.“

Nach kurzer Diskussion mit der Frau am Schalter wurden wir uns zum Glück einig und ein Führerschein reichte doch.

„Ich stelle beide Mietverträge auf einen Führerschein aus, aber solltet ihr in eine Polizeikontrolle kommen, dann passt auf, dass ihr nicht direkt nacheinander dran seid!“ (Augenzwinkern)
„Alles klar, vielen Dank!“

Nun konnte es losgehen – mit der Hoffnung, dass uns niemand anhält. Ein bisschen Risiko muss immer sein…

Die Rollertour

Helm auf, Roller starten und los ging die Fahrt. Auch wenn die Dinger nur 50 km/h fahren, ein Riesenspaß! Wir fuhren Richtung Süden durch Formenteras Hauptstadt San Francisco Javier (auf einigen Karten dürfte eher der Katalanische Name Sant Francesc stehen), bis wir nach einer halben Stunde – mit Pause zwischendurch – an der Südküste am Leuchtturm Far des Cap de Barbaria ankamen.

Roller
Unsere Roller
Cap de Barbaria Steilküste
Cap de Barbaria Steilküste
Far des Cap de Barbaria
Leuchtturm inkl. Fotoshooting
Far des Cap de Barbaria
Far des Cap de Barbaria

Hier machten wir eine Weile Pause und genossen die Sonne an der Steilküste bevor es weiter zur Westküste ging, wo wir einen nächsten Stopp einlegten. Die Bucht mit dem Namen Cala Saona war einfach unglaublich. Das Wasser so klar, dass man auch weiter draußen noch bis zum Grund sehen konnte. Bis dato, auf jeden Fall das schönste Wasser, das ich jemals in Europa gesehen hab. Sehr empfehlenswert!!!

Cala Saona
Cala Saona
Cala Saona
Cala Saona
Ausblick auf Formentera
Ausblick auf Formentera
Bucht in Formentera
Blauer geht’s nicht!

Von hier aus ging es einmal quer über die Insel Richtung Osten. Über die Landzunge von Formentera, den Berg hinauf durch El Pilar de la Mola (ein kleines, nettes Dorf, wo wir uns noch einen Hippie-Flohmarkt angeschaut haben), bis wir am Far de la Mola ankamen. Dies ist ein Leuchtturm an der Steilküste im Osten von Formentera. Hier verbrachten wir noch einige Zeit bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Bergab legten unsere Roller an Fahrt zu und das Rollerfahren machte noch mehr Spaß, da man endlich mal die 50 km/h Marke knacken konnte. Auf der Hälfte ungefähr hielten wir am Straßenrand an, um nochmal den Ausblick über die Insel zu genießen, bevor es endgültig zum Hafen zurück ging.

Auf dem Rückweg wurde dann das Benzin im Tank ein wenig knapp und wir verlangsamten unser Tempo etwas, um die nächste Tankstelle zu erreichen. Als das geschafft war, haben wir für unglaubliche 2,50 € (!) den kompletten Tank vollgemacht. Wenn es doch nur immer so billig wäre zu tanken…

Tank voll, Roller abgeben und auf die Fähre warten. Dann ging es nach einem entspannten und spaßigen Tag zurück nach Ibiza.

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Tobi

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