El Nido Island Hopping – unsere Tour ins Paradies

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Unser Reisebericht aus El Nido dreht sich dieses Mal um die Island Hopping Touren, die du vor Ort unternehmen kannst. Nachdem wir die ersten zwei Tage durch den Taifun „Hagupit“ schlechtes Wetter hatten, ging es am dritten Tag mit Sonnenschein endlich auf eine der angebotenen Touren.

In El Nido unternehmen gefühlt alle Leute nur Touren und du wirst diesen nicht ausweichen können! Angeboten werden Tour A, B, C und D. Das ist einfach so und lässt sich scheinbar nicht ändern. Wir haben ein bisschen mehr auf Individualtourismus gehofft, aber es ist dort augenscheinlich nicht gewollt.

Die meisten Leute buchen Tour A, Tour C oder eine Kombination aus beiden. Wir wollten aber mal etwas abseits des Mainstreams unternehmen und entschieden uns für Tour D. Bekommen haben wir die Standard Tour D auch nicht, sondern irgendwie einen „Remix“, denn es waren Stopps vorhanden, die auf der angebotenen Tour eigentlich nicht zu sehen waren.

Das war nicht schlecht, sondern sehr sehr gut! Ich bin am Ende vollkommen zufrieden gewesen und wir waren teilweise alleine an den Stränden. Genau das, was ich wollte. 😉

Auf ins Paradies

In El Nido haben wir im Island Front Cottages, etwas außerhalb der Stadt, übernachtet. Das Island Front Hotel hat 2 Gebäude – eines mit A/C, das etwas höherpreisig ist und eines für die Budget-Variante mit Ventilator. Bis in die „Stadt“ nach El Nido sind es von dort auch nur ca. 5-10 Minuten mit dem Tricycle und 20-30 Pesos pro Person, je nachdem wie gut du verhandeln kannst. 😉

Das Hotel kann ich definitiv empfehlen und es ist vor allem noch ein bisschen günstiger als innerhalb von El Nido – gerade in der Hochsaison. Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick bekommst du ein Fan-Zimmer z.B. schon für 700-800 Pesos pro Nacht.

Im Hotel haben wir auch unsere Tour gebucht und wurden nach unserem Frühstück direkt am Strand abgeholt. Nach all den Regentagen am Anfang unseres Aufenthaltes kam das Glück jetzt endlich zurück und wir hatten das Boot und die Tour komplett für uns alleine. Keine weiteren Gäste – sehr cool!

Wir liefen ein bisschen durch das flache Wasser. Da morgens dort Ebbe herrscht, stiegen wir etwas weiter draußen in unsere „Banca“ und fuhren hinaus aufs Meer.

Unser Fahrer der Bootstour in El Nido

Unsere beiden Fahrer waren super nett und gestalteten uns die Fahrt so angenehm, wie es auf den kleinen Holzbooten möglich ist. Vorbei an vielen Felsen und Inseln, z.B. mit dem Seven Commandos Beach, steuerten wir unseren ersten Ausflugspunkt an.

Vorbei am Seven Commandos Beach, El Nido
Vorbei am Seven Commandos Beach…

Helicopter Island

Unser erster Halt war die Helicopter Island. Die Insel soll von weitem wie ein Hubschrauber aussehen, nur ohne die Rotorblätter. Mit etwas Fantasie kannst du das vielleicht erkennen, ich persönlich finde es sieht eher wie ein großes Nilpferd aus. 😀

Ausblick vom Boot auf Helicopter Island in El Nido
Der Ausblick vom Boot auf Helicopter Island

Normalerweise ist diese Insel gar nicht auf Tour D dabei und so waren wir zwar etwas verwundert über diesen Stopp, aber happy, da das Wasser dort einfach traumhaft aussah. Es waren an diesem Morgen auch nur wenige Boote vor Ort und wir konnten, mehr oder weniger, gemütlich schwimmen gehen. Leider war das Meer noch etwas unruhig und es gab viele Wellen. Trotzdem ein schöner erster Stopp!

Der Strand von Helicopter Island mit klarem, türkisfarbenem Wasser

Cadlao Lagoon

Das Bacuit-Archipel von El Nido besitzt unheimlich viele Lagunen und so war unser nächster Stopp auch eine von diesen traumhaften Lagunen. Doch laut unserem Fahrer ist die Cadlao Lagoon, im Gegensatz zu den ganz bekannten Lagunen Small Lagoon, Big Lagoon und Secret Lagoon, wenig besucht.

Dann fuhren wir in die Lagune ein und ich kann nur zwei Wörter dazu sagen: ein Traum! Vielleicht das türkiseste Wasser, dass ich bis dato gesehen habe und absolute Ruhe. Ein weiteres Boot lag etwas außerhalb und 2 Kanufahrer hatten sich hierher verirrt, doch nach ein paar Minuten hatten wir die Lagune ganz für uns. Fotos schießen, den kleinen Strand in der Lagune besuchen und einfach im Wasser entspannen.

Eine richtig schöne Tour, wir waren jetzt schon beeindruckt. Alle haben uns von Tour D abgeraten, aber wir waren begeistert und es wird noch besser. 😉

Die wunderschöne Cadlao Lagune, El Nido
Die wunderschöne Cadlao Lagune – ein Traum!

Pasandigan Beach

Unser nächstes Ziel lag ebenso auf Cadlao Island. Der Pasandigan Beach sollte unser Stopp für ein leckeres Mittagessen werden. Schon von weitem sah der Strand aus wie das Paradies und der Eindruck aus der Ferne sollte nicht täuschen!

Pasandigan Beach auf Cadlao, El Nido
Willkommen im Paradies – Pasandigan Beach!

Auch hier waren wir wieder so gut wie alleine. Einfach wunderbar! Feiner weißer Sandstrand, klares türkisfarbenes Meer – als hätten wir endlich das Paradies gefunden. Genau das hatte ich von den Philippinen bzw. Palawan erwartet. Ich wurde nicht enttäuscht und wir genossen knapp 2 Stunden inklusive Mittagessen mit frisch gegrilltem Fisch, Hühnchen und Schwein, sowie Reis, Salat und Obst.

Pasandigan Beach auf Cadlao Island

Mittagessen am Pasandigan Beach
Unser leckeres Mittagessen

Marcel am Pasandigan Beach auf Cadlao Island

Wenn du ein Schnorchelfan bist, dann findest du hier auch eine tolle Unterwasserwelt, wenn du ein wenig rausschwimmst.

Paradise Beach

Danach ging es weiter die Cadlao Island entlang zu unserer vierten Station, dem Paradise Beach. Auch hier war es traumhaft. Ich will dir auch nicht dauernd dasselbe erzählen und lasse hier einfach mal die Bilder sprechen:

Paradise Beach auf Cadlao Island
Der Paradise Beach

Tobi am Paradise Beach

Papaya Beach

Die fünfte und letzte Station war der Papaya Beach. Hier wurde es schon etwas voller und wir sahen einige Leute aus unserem Hotel wieder, die eigentlich eine andere Tour gebucht hatten. Wie schon vorher erwähnt, war das keine richtige Tour D, sondern irgendwie eine Mischung. Es fehlten Strände, die eigentlich auf dem Plan standen und mit Helicopter Island und Papaya Beach waren zwei dabei, die normalerweise nicht auf dieser Tour liegen.

Da wir auf den anderen Stränden schon genug Sonne getankt hatten, kauften wir uns hier eine schöne frische Kokosnuss und verbrachten unsere Zeit an einem schattigen Plätzchen und relaxten.

Der Kokosnussverkäufer am Papaya Beach
Der Kokosnussverkäufer am Papaya Beach

Papaya Beach auf Cadlao Island, Palawan

So ging ein schöner Tag zu Ende und hinterließ uns sehr beeindruckt von dem El Nido Archipel! Ich kann dir diese Tour definitiv ans Herz legen, denn du bist fast alleine an den Stränden und trotz dieser vorgefertigten Touren ist auf Tour D kein Massentourismus vorhanden. Das haben wir von der Tour erwartet und bekommen. 😉

Kosten und Dauer

Die Touren kannst du direkt in deiner Unterkunft oder in einem der vielen kleinen Reisebüros in El Nido buchen. Hier variiert auch der Preis stark von Anbieter zu Anbieter.

Der Preis liegt im Endeffekt zwischen 800-1200 Pesos pro Person, inklusive Mittagessen. Der Tagesausflug dauert dann ca. 6 Stunden. Wenn du schnorcheln möchtest, dann kostet die Schnorchelmaske bei manchen Anbietern nochmal einen Aufpreis von 100 Pesos.

Warst du schon mal auf einer Tour in El Nido? Welche hast du gemacht und wie fandest du sie? Lass uns deine Meinung unten in den Kommentaren hier!

Über Tobias

Hi, ich bin Tobi, Freelancer im Bereich Übersetzungen und Texten, aber vor allem leidenschaftlicher Reiseblogger. Am liebsten bin ich in Südostasien unterwegs und arbeite von den verschiedensten Orten online. Wenn du wissen willst, was ich gerade mache oder wo ich bin, dann folge mir am besten auf Twitter, Instagram oder schaue bei Facebook vorbei.

Kategorien: Länder & Orte Palawan Philippinen Südostasien

16 Kommentare zu "El Nido Island Hopping – unsere Tour ins Paradies"

  1. Hallöchen,

    nach 2 verregneten Tagen in El Nido haben wir und am 3. Tag dann doch gewagt eine Tour zumachen, und zwar Tour A. Ich kann sehr empfehlen Touren beim Travel Office vom Artcafe zu buchen vor allem wenn man nicht in einem überfüllten Boot mit lauter selfisüchtigen Asiaten sitzen möchte. Alles in allem war es ne super Tour. Wir bekamen Schildkröten und super schöne Riffe zu sehen.

  2. Hallo,

    vielen Dank für die tollen Tipps. Ich fahre im November/Dezember nach El Nino und hatte mir schon den Kopf zerbrochen welche Tour ich nehmen sollte. Jetzt ist für mich klar, dass es entweder die Tour D, oder eine komplette Individual Tour wird. 🙂

    Ich bin Dank google auf eurer Website gelandet und finde es echt klasse hier!

    Liebe Grüße

    1. Hi Judith,
      freut uns, dass du hier gelandet bist und es dir gefällt! 🙂

      Zur Tour: Anzumerken ist, dass wir eine Art „Remix-Tour-D“ hatten, die eigentlich andere Orte beinhaltete als aus dem Plan stand bzw. auf dem Flyer. Dies war aber für uns super, denn wir konnten traumhafte Inseln sehen, wo trotzdem kaum Leute waren. Die anderen Touren A B C sind keineswegs schlecht, denke ich. Was Sightseeing angeht, sicherlich ein absoluter Traum! Nur, dass sie eben von viel mehr Leuten gebucht werden und es passieren kann, dass es etwas voller wird. Deswegen haben wir uns gegen den Mainstream und für Tour D entschieden – und wir persönlich haben es nicht bereut. 🙂 Wir wünschen dir viel Spaß!

      LG Marcel

  3. Guten Abend,

    ich würde liebendgern nach Palawan und das auch Abseits der Touristenströme. Uschi hat ja schon gesagt, dass da dann besonders der Süden in Frage kommt. Auf der Seite vom Auswärtigen Amt wird „dringend davon abgeraten“ Süd- Palawan und alle südlichen Inseln der Sulu- See zu bereisen.
    Was sagt ihr zu Süd- Palawan? Hatt da schon jemand Erfahrungen mit gemacht?

    Keep travelling 😉

    Lg

    Phil

    1. Hallo Phil,

      in Süd-Palawan waren wir leider noch nicht. Das Auswärtige Amt übertreibt leider oft mit den Warnungen, vor Ort ist es oftmals gar nicht so schlimm wie beschrieben. 😉

      Aber wie gesagt, da wir dort noch nicht waren, möchte ich keine falschen Aussagen machen.

      Vielleicht fragst du mal unseren Bloggerkollegen John von http://www.philippinen-tours.de, der auf den Philippinen lebt und sich bestens auskennt…

      Viele Grüße
      Marcel

  4. Vielen Dank für den/die klasse Tipps. Wir werden Ende des Monats Palawan besuchen und bestimmt auf den ein oder anderen Hinweis von dir zurückkommen.

  5. Mabuhay Tobi,
    ja El Nido hat schon was, aber inzwischen zu überlaufen und überteuert, weil alle dahin möchten.
    Dabei braucht ihr euch nur in der Nähe von Port Barton und Richtung Süden umsehen, da gibt es die
    Strände an jeder Ecke und mit sehr viel Lokalkolorit, einfach mal abseits der Touristenströme…
    Wer es abenteuerlich mag und ohne Strom, Unterhaltung etc. auskommt,dem kann ich Palawan-Camping bei Tobi+Thelma empfehlen ,da schläft man in Zelten direkt am Strand und hat sein eigenes Lagerfeuer, aber nur 1 Dschungeltoilette. Back to the basics, traumhaft!!!

    Uschi

    1. Ja, im Gegensatz zu El Nido war Port Barton wie ein verlassenes Dorf 😉 Aber ich persönlich fand es in El Nido gar nicht soooo überlaufen, sondern noch recht angenehm…

      Der Süden Palawans ist bestimmt traumhaft. Welche Orte, Strände etc. kannst Du da empfehlen?

      LG aus Krabi
      Marcel

  6. Sehr interessanter Artikel und es freut mich sehr, dass Ihr solch ein Glück mit der Tour hattet und sie so genießen konntet.

    Bei uns sah das Ganze leider etwas anders aus. An jedem Stopp (wir buchten Tour A, aber es wäre bei anderen Touren ähnlich gewesen) ankerten bereits mindestens 40 andere Boote, von Idylle keine Spur. Big Lagoon war noch ok, aber Secret Lagoon und Small Lagoon war einfach nur überfüllt. Der Papaya Beach war sehr schön, aber mittlerweile hatte sich das Wetter schon etwas eingetrübt.

    Alles in allem also sehr enttäuschend – aber scheinbar kommt es wirklich auf die „Tagesform“ an. Ich werde sicher auch noch einen Artikel schreiben … 🙂

    Die Tour in Port Barton war dagegen ein absoluter Traum …

    LG, Grüße aus Puerto und weiterhin Gute Reise
    Chris

    1. Hi Chris,

      in Port Barton waren wir auch und haben eine Tour gemacht nach German Island und die Insel war auch der Hammer! Artikel wird auch noch folgen. Ich bin ja richtig froh, dass wir nicht Tour A gemacht haben und dann scheinbar so ein Glück hatten! 🙂

      Viele Grüße aus Phuket
      Tobi

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