This post is also available in: English

Ankunft in Manila. Die philippinische Hauptstadt gibt sich auch nachts typisch südostasiatisch heiß und schwül, was uns aber mittlerweile nicht mehr beeindrucken kann. Nach einem 4-Stunden-Flug aus Kuala Lumpur und einer problemlosen Einreise (mit Überprüfung der Rückflugtickets), suchten wir uns ein Taxi, das uns zum Hotel bringen sollte.

Zugegeben, wir haben uns vorher noch nie wirklich mit den Philippinen beschäftigt und nur wenig darüber gelesen (außer unseren Round-Up-Post natürlich). Anders gesagt: wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht, weil wir einfach zu faul waren. 😀 Einfach mal hin und sehen, wie es so ist, war das Motto.

Taxi fahren

Obwohl wir vom Flughafen ein Taxi mit Taxameter genommen haben, war die Fahrt zum Hotel schon mal wesentlich teurer als erwartet (ca. 500 Pesos = knapp unter 10 Euro). OK, der Fahrer musste noch ein wenig die Straße hoch und runterfahren (und zwar rückwärts, weil es eine Einbahnstraße war), um es zu finden, aber wir haben es viel günstiger erwartet.

Die erste große positive Überraschung war aber, dass die Filipinos ziemlich gut Englisch können. ALLE, sogar die Taxifahrer und alte Frauen. Und auch unter sich wird teilweise einfach Englisch gesprochen. So hörst du oft eher ein „Thank you“, als ein „Salamat“. Allgemein sind die Filipinos sehr nett, sympathisch und hilfsbereit. Das macht das Reisen hier schon mal wesentlich einfacher und angenehmer.

Das Taxifahren in der City von Manila ist aber gar nicht so easy und günstig. Erstens ist es nicht einfach ein freies Taxi zu bekommen. Zweitens wollen viele Fahrer ihr Taxameter (zumindest bei Touristen) nicht einschalten und nennen lieber einen Festpreis und irgendwelche Gründe (meistens heißt es wegen „Traffic“).

Manila

Jeepneys in der City von Manila, Philippinen
Jeepneys in der City von Manila

Nächster Morgen. Wie fast in jeder Großstadt, die wir erstmalig besuchen, machen wir uns einfach zu Fuß auf den Weg und erkunden sie. So auch hier in Manila.

Die Stadt ist einfach anders – nicht wie Bangkok, Jakarta, Kuala Lumpur. Auf der Suche nach einem Frühstück bzw. eher Mittagessen fiel uns auf, dass es hier viel weniger Garküchen und Streetfood gibt, als in den anderen Metropolen Südostasiens.

So liefen wir erst mal eine kleine Weile durch den Stadtteil Malate, um dann in einem kleinen Shop schließlich „Caldereta“ und „Pork Adobo“ zu probieren.

Liebe Filipinos, bitte überspringt diesen Absatz einfach. Denn ganz schnell mussten wir feststellen, dass das philippinische Essen leider keine kulinarische Offenbarung ist. Auch nach über 10 Tagen in diesem Land bleibe ich bei dieser Meinung. Ich habe bis jetzt leider noch kein Gericht probiert, das mich vom Hocker haut. Wer noch nie in Südostasien war und die Philippinen erstmalig besucht, für den mag es ja ok sein. Aber wer leckeres beispielsweise thailändisches oder vietnamesisches Essen gewöhnt ist, der wird hier leider sehr enttäuscht.

Taifun Hagupit (aka „Ruby“)

Nach einem unerwartet schönen Tag in Manilas Rizal Park und alten Kolonialviertel Intramuros machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel und erfuhren, dass ein Supertaifun auf die Philippinen zurast.

Großartig. Denn am nächsten Tag sollten wir nach Boracay fliegen, das fast genau auf der Route des Taifuns lag. Google sagte uns, dass bereits viele Flüge gecancelt wurden und auch keine Boote mehr nach Boracay fahren.

Am Tag darauf fuhren wir also zum Flughafen und gingen direkt zum Ticketbüro der Philippine Airlines, um zu fragen, ob wir das Ticket zurückerstattet bekommen könnten. Das war leider nicht möglich für unseren Flug – denn er ging planmäßig und noch war der Taifun ja nicht da. Das finde ich etwas verantwortungslos von der Airline! Nicht einmal eine günstige Umbuchung war möglich, denn diese hätte mehr als ein neues Ticket gekostet.

Uns blieb also nichts anderes übrig, als spontan ein neues Ticket am selben Tag nach Palawan zu buchen. Schade, Philippine Airlines, das hättet ihr besser machen können!

El Nido

'Welcome to Palawan' Banner am Gepäckband von Puerto Princesa

Schließlich sind wir auf Palawan angekommen. Nach einer Nacht in Puerto Princesa ging es per völlig überfülltem Minivan nach El Nido. Ins Paradies.

Auch hier wurden wir vom Pech – besser gesagt vom Taifun „Ruby“ – verfolgt. 2 Tage strömender Regen und Wind waren alles andere als paradiesisch. Zumindest konnten wir die Zeit gut nutzen und schließlich unser Thailand E-Book „Same Way But Different“ veröffentlichen.

Insgesamt verbrachten wir ca. eine Woche in El Nido und es gefiel mir am Ende wesentlich besser, als am Anfang. Das Wetter wurde besser und viele paradiesische Traumstrände haben wir gesehen. Dazu gibt es später dann noch eigene Artikel.

Paradise Beach auf Cadlao Island, El Nido (Palawan)
Paradise Beach auf Cadlao Island, El Nido

Erstes Fazit: wir hatten einfach viel Pech und nicht gerade den besten Start in diesem Land, doch es wurde mit der Zeit besser. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf Boracay…

Das könnte dir auch gefallen

Marcel

Moin, ich bin Marcel! Blogger, Autor, Web- & Grafikdesigner und digitaler Nomade. Ich reise am liebsten durch Südostasien und entdecke dort traumhafte Strände und leckeres Essen. Meine Homebase ist Koh Phangan, Thailand. Folge mir auf Facebook, Twitter, Instagram oder Steemit.

Booking.com