Der erste Tag in Bangkok, in Thailand – überhaupt. Natürlich liegt es dann auf der Hand, dass man erst mal die obligatorischen Standard-Touriziele abklappert, z.B. auch den Königspalast, der unser heutiges erstes Ziel war.

Der Weg zum Königspalast

Si Phraya Pier
Si Phraya Pier

Wir mussten erst mal quer über den Chao Phraya Fluss, wo unser Hotel lag. Die Fähre war etwas überfüllt und wir die einzigen „Farang“-Passagiere. Wo zur Hölle bezahlt man hier? Egal, erst mal rüber, wird sich schon irgendwie ergeben. Nach wenigen Minuten kamen wir am Si Phraya Pier an und stellten fest, dass dort beim Rausgehen bezahlt wird (der Preis lag umgerechnet bei wenigen Cent).

Nach einem kleinen Obstfrühstück sprach uns ein Taxifahrer an und fragte uns, wo wir hinwollen. „Grand Palace, Wat Phra Kaeo?“ – „Sure, no problem“. In einem kleinen Nebensatz erwähnte er, dass er noch einen kurzen Zwischenstopp bei einem „Freund“ machen muss, der Schneider ist. OK, dachten wir uns, kein Ding! Fehler Nummer eins…

Bangkok und die Schlepper

Wie im Ayutthaya-Bericht bereits kurz erwähnt, ist Bangkok voll von Schneidern (die übrigens ALLE exklusive Armani- und Hugo Boss-Schneider sind – klar!) und deren Schleppern, die sich Touristen oder Backpacker suchen und dort, per Zwischenstopp auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, hinbringen. Die Preise für die Fahrt an sich sind (meistens) relativ günstig, denn die Fahrer erhalten für jeden nach Maß gefertigten Anzug eine gewisse Provision vom Schneider. Bei einigen Tausend Baht pro Anzug ein gutes Geschäft.

Als Bangkok-Neulinge wussten wir das natürlich nicht und fuhren ganz artig mit, bis wir beim „Tailor“ anhielten und der Fahrer uns bat, dort mal kurz einen Blick reinzuwerfen. Was?! Ich denk, DU willst da hin?!!! „No, you don’t buy, just take a look“. Nach einer kurzen Diskussion und etwas Verwirrung taten wir ihm den Gefallen und waren auch nach wenigen Minuten wieder draußen. Es kann ja gut sein, dass die Maßanzüge ganz gut und vergleichsweise günstig sind, aber wir waren hier nicht auf einem Business-Trip!

Fast angekommen

Wir sind dann bei einem weiteren Pier aus dem Taxi ausgestiegen, von wo aus wir die Möglichkeit hatten den Fluss Richtung Königspalast runter zu fahren. Nach etwa 20 Minuten kam auch schon die nächste Fähre, die uns zum Tha Tien Pier in der Nähe des Königspalastes brachte. Von hier hat man einen netten Blick auf den Wat Arun, einem der bekanntesten Tempel Bangkoks.

Auf der Fähre
Auf der Fähre
Tha Tien Pier
Tha Tien Pier
Wat Arun
Wat Arun
Auf dem Weg zum Königspalast durch einen der vielen Märkte
Auf dem Weg zum Königspalast durch einen der vielen Märkte

Kurz darauf sprach uns ein freundlicher Typ von der Tourist Police an, mit dem wir kurz geschnackt haben. Wir erzählten ihm von unseren Plänen und er gab uns ein paar Tipps, wohin man noch gehen könnte. Diese gab er so ausführlich, dass er dabei meine ganze Bangkok-Karte vollgekritzelt hat!! Halb so wild, denn mit diesem Wissen fühlt man sich fast schon wie ein Local ;).

Nach einem kurzen Fußweg durch einen Markt waren wir schließlich am Eingang des Königspalastes. Hier wimmelt es nur so von Touristen, TukTuks, Taxis und Bussen. Es ist laut und hektisch. Jetzt war uns klar, wir sind in Bangkok angekommen.

Die Straßen Bangkoks vor dem Palast
Die Straßen Bangkoks vor dem Palast

Im Innenhof, kurz vor dem Weg zu den Ticketschaltern zum Grand Palace/Wat Phra Kaeo waren NOCH mehr Menschen! Europäer, Australier, Asiaten mit Sonnenschirm, Thailändische Mönche. Um in den Tempel Wat Phra Kaeo hineinzukommen, muss man die Kleiderordnung streng einhalten, d.h. kurze Hosen waren tabu. Das wussten wir vorher eigentlich schon, aber wir wollten es darauf ankommen lassen. Vielleicht klappt’s ja auch so. Fehler Nummer zwei! Es gibt zwar die Möglichkeit sich dort kostenlos lange Überhosen auszuleihen, aber die Schlange war uns zu lang. OK, dachten wir uns, „Mai pen rai“, wie der Thailänder sagt, dann halt beim nächsten Mal. Wir hatten heute ja noch andere Ziele…

Vor dem Eingang
Vor dem Eingang
Wat Phra Kaeo von außen
Wat Phra Kaeo von außen
Mönche am Eingang zum Innengelände des Wat Phra Kaeo
Mönche am Eingang zum Innengelände
Wat Phra Kaeo vom Innengelände
Wir müssen heute draußen bleiben: Der Wat Phra Kaeo vom Innengelände

Fortsetzung: One day in Bangkok (Teil 2)