Die Malediven waren schon immer ein Traum von mir und standen sehr weit oben auf der Bucket Liste. Für mich ist das Land mit den knapp 1200 Inseln der Inbegriff für das absolute Traum-Paradies. Ende 2018 habe ich beschlossen zum Anlass meiner Flitterwochen die Malediven endlich zu besuchen. In diesem Artikel möchte ich dir einen kleinen Einblick geben und von meiner Reise erzählen. Vielleicht findest du hier ein wenig Inspiration und Tipps, wie auch du die Malediven vor oder nach einer Südostasien-Reise besuchen kannst.

Reisebericht: Mein Malediven-Urlaub auf Thulhagiri Island

Marcel und das türkise Wasser von Thulhagiri Island, Malediven

Da meine Homebase in Thailand liegt und ich die meiste Zeit des Jahres dort verbringe, ist es naheliegend, dass die Reise von dort beginnt. Schließlich liegen die Malediven auch nur ca. 4 Stunden Flug entfernt. Entschieden haben meine Frau und ich uns für die schöne Insel Thulhagiri im Nord-Malé-Atoll, denn es sollte eine Insel sein, die von Malé schnell mit dem Boot erreichbar ist.


Anreise Malediven aus Thailand

Aus Thailand fliegen mehrere Airlines auf die Malediven: zur Auswahl standen für mich in erster Linie AirAsia und Bangkok Airways. AirAsia fliegt vom Flughafen Don Mueang und Bangkok Airways vom Suvarnabhumi. Da wir vorher aus dem Süden Thailands, Surat Thani, anreisen und am Don Mueang Airport landen werden, fiel die Wahl schnell auf AirAsia. Außerdem sind die Flüge mit etwa 300 € pro Person (Hin- und Rückflug, abhängig von Wochentag und Saison) ein ganzes Stück günstiger. Bangkok Airways ist teilweise doppelt so teuer (jedoch auch die deutlich bessere Airline). Also habe ich zunächst die Flüge gebucht.

Einen ersten Blick auf die möglichen Flüge, Zeiten und Preise kannst du auf Skyscanner und Momondo werfen. Die Seiten eignen sich wunderbar für einen Preisvergleich und Überblick.

Aussicht auf Thulhagiri Island vom AirAsia Flugzeug aus
Ein erster Blick aufs Paradies: Thulhagiri Island von oben

Reisezeit Malediven

Natürlich spielt bei einer Malediven-Reise auch immer die Reisezeit eine Rolle. Dadurch, dass Tobi und ich sehr viel in Südostasien herumreisen und schon die eine oder andere Regenzeit hinter uns haben, wissen wir, dass die Regenzeit nichts Schlimmes ist. In den meisten Fällen jedenfalls.

Auf den Malediven wird es sicherlich nicht anders sein, habe ich mir gedacht und bin das „Risiko“ eingegangen. Außerdem ist die Nebensaison die mit Abstand günstigste Zeit und die Preise für Unterkünfte fallen teils fast auf die Hälfte. Also habe ich auf Booking und Agoda die Preise im Mai, Juni und Juli verglichen und das für uns beste Angebot im Juni gefunden.

Ankunft in Malé

Im Juni diesen Jahres war es dann endlich soweit. Nach einer Anreise aus Koh Phangan und einer Nacht im Amari Hotel direkt am Flughafen, ging um 9.30 Uhr der Flug in die Hauptstadt Malé los. Die Flugzeit beträgt knapp über 4 Stunden und ich empfehle auf jeden Fall die Buchung eines besseren Sitzplatzes sowie einer warmen Mahlzeit und Getränk. Dies gilt jedoch nur für AirAsia – solltest du dich für den Flug mit Bangkok Airways etc. entscheiden, ist all dies natürlich inklusive.

Ähnlich wie in Thailand (oder in anderen Ländern Südostasiens), bekommst du schon im Flugzeug eine Immigrations- und Zollkarte, die du ausfüllen musst. Mit dem deutschen Reisepass kannst du die Malediven 30 Tage besuchen und benötigst dafür kein Visum. Lediglich einen Stempel mit einer Aufenthaltserlaubnis bekommst du. Ausführliche Infos zum Malediven Visum gibt es hier.

Die Immigration in Malé war freundlich und wir mussten nur etwa 15 Minuten anstehen. Alles war völlig unkompliziert und so bekam mein Reisepass zum ersten Mal einen hübschen Malediven Stempel (und sicher nicht den letzten). Es kann übrigens sein, dass du bei der Immigration nach dem Resort und Rückreiseticket gefragt wirst. Es ist also ratsam, dass du beides bereit hältst.

Die Schalter der Resorts am Malé Airport
Die Schalter der Resorts am Malé Airport

Wenn du eine Malediven-Reise auf eigene Faust buchst, wird dich dein jeweiliges Hotel/Resort nach der Buchung immer kontaktieren und nach der Flugnummer fragen. Außerdem bekommst du eine Auskunft, zu welchem Schalter du im Ankunftsbereich gehen musst. Schließlich benötigst du einen Transport auf deine Ziel-Insel, entweder per Speedboot oder Wasserflugzeug. Diese musst du übrigens meistens extra bezahlen. Bei mir waren es 100 $ pro Person für die Hin- und Rückfahrt mit dem Speedboot. Eine Ausnahme ist, falls du auf eine der Local Inseln reisen möchtest, das Local Boot. Es gibt Local Boote, mit denen du deutlich günstiger zu bestimmten Inseln kommst. Viele Insider-Infos zu diesem Thema bekommst du bei den Inselnauten.

Aussicht vom Flughafen/Hulhule Island auf das Bootspier und auf Malé
Aussicht vom Flughafen/Hulhule Island auf das Bootspier und auf Malé

Tipp: In den meisten Resorts auf den Malediven ist es üblich mit US-Dollar zu bezahlen. Aber auch Euros werden größtenteils problemlos angenommen und mit der Kreditkarte kannst du natürlich auch zahlen. Somit brauchst du nicht in die lokale Währung Rufiyaa umzutauschen oder bei der Ankunft am ATM abzuheben. Ausnahme ist, du möchtest nach Malé, auf die Local Inseln etc. Für deinen Aufenthalt im Resort solltest du unbedingt ausreichend kleine Scheine für Trinkgelder (Kofferträger, Housekeeping, Kellner usw.) dabeihaben.

Den Schalter vom Thulhagiri Island Resort haben wir schnell gefunden. Nach etwa 15 Minuten im Wartebereich am Pier kam auch schon unser Boot und wir waren sogar die einzigen Passagiere. Nicht ganz 30 Minuten später, nach einer recht entspannten Speedboot-Fahrt, sahen wir aus der Ferne das türkis leuchtende Wasser und die Palmenhaine von Thulhagiri Island.

Speedboot vom Thulhagiri Island Resort
Im Speedboot nach Thulhagiri – wir waren die einzigen Gäste auf dem Boot

Eines der Restaurants im Thulhagiri Island Resort, Malediven

Thulhagiri Island

Der erste Eindruck war der Hammer! Auch das Wetter war fast perfekt und die Sonne versteckte sich nur hin und wieder hinter einzelnen Wolken. Von Regen bisher keine Spur. Nach dem Check-In und einer kurzen Wartezeit, die mit einem Welcome Drink überbrückt wurde, konnten wir auch endlich ins Zimmer. Die Aufregung stieg, denn es ging endlich in eine der Wasservillen.

Wasservillen im Thulhagiri Island Resort, Malediven
Auf dem Weg zu unserer Wasservilla

Ich muss zugeben, diese Wasservillen haben uns schon immer sehr gereizt. Für meine Frau und mich war es ein kleiner Traum, der in Erfüllung ging und immer ein großer Punkt auf der Bucket Liste. Je nach Resort und Saison fangen die Preise für so eine Wasservilla in den Malediven bei etwa 250 € an und sind nach oben hin offen. Die Preise in einigen Luxus-Resorts wie z.B. dem Hurawalhi Island Resort (dessen berühmtes Undersea Restaurant du vielleicht schon mal auf Instagram und Co. gesehen hast) sind fast utopisch.

Enttäuscht wurden wir nicht und uns haben die Zimmer auf Anhieb gefallen. Ein Highlight an diesen Wasservillen ist natürlich der riesige türkise Swimmingpool mit dem Namen Indischer Ozean direkt vor deiner Nase.

Marcel und Ehefrau in einer der Wasservillen im Thulhagiri Island Resort, Malediven
Egal ob Urlaub oder Flitterwochen: Die Malediven sind der ideale Ort zur Entspannung im Paradies – gerade in der Nebensaison

Das Schwimmen fiel jedoch zunächst sprichwörtlich ins Wasser, denn am Horizont kamen doch plötzlich dunkle Wolken auf und es wurde sehr windig. Wenige Minuten später gab es einen extremen Regenschauer, der uns daran erinnerte, dass die Regenzeit nicht umsonst so heißt. Nach etwa einer Stunde war er jedoch wieder vorbei und für unsere restliche Zeit auf den Malediven sollte es der einzige Starkregen bleiben. Die restlichen Tage waren größtenteils sonnig und nur hin und wieder gab es kleine Wolken und etwas Nieselregen – Sonnenbrand inklusive. Das „Risiko“ in der Regenzeit auf die Malediven zu reisen, hat sich also voll gelohnt.

Thulhagiri ist eine sehr kleine Insel und fast vollständig von Strand umgeben. Wie viele Malediven-Inseln hat auch sie ein Hausriff, dass die Insel fast komplett umrundet. Du kannst sowohl vom Strand, als auch von den Wasservillen aus schnorcheln gehen. Besonders markant ist auf Thulhagiri Island der große, fast wie eine Sandbank wirkende, Strandabschnitt, der gleichzeitig auch der Hauptstrand ist. Die kleine Strandbar dort haben wir leider erst am 2. Tag entdeckt.

Für einen Aufpreis von 60 US-Dollar pro Person pro Tag kannst du übrigens auf All Inklusive upgraden, was wir auch gemacht haben. Das letzte Mal einen All Inklusive Urlaub hatte ich zuletzt 2011 in der Dominikanischen Republik und ich muss zugeben, ich habe es voll genossen. Die ganzen Jahre davor habe ich kaum Urlaub gemacht und war oft unterwegs, um Artikel für unseren Blog zu schreiben. Das Gefühl von einem kleinen All Inklusive Urlaub auf den Malediven tat nach all den Jahren in Thailand, Indonesien etc. echt gut.

Palmen am Traumstrand von Thulhagiri Island, Malediven
Postkartenmotiv: der Hauptstrand von Thulhagiri Island

Marcel und die Wasservillen vom Thulhagiri Island Resort im Hintergrund

Tipp: Übrigens musst du nicht unbedingt in einer Wasservilla übernachten, denn viele Resorts auf den Malediven bieten deutlich preisgünstigere Strandvillen an. Auch im Thulhagiri Island Resort kannst du – je nach Saison – schon ab 150 € eine Beach Villa buchen, was einen Malediven Urlaub deutlich günstiger macht. Wir haben den letzten Tag ebenfalls in einer Strandvilla verbracht, um mal den Unterschied zu sehen. Und siehe da: die Strandvillen sind (im Thulhagiri Island Resort jedenfalls) einen Tick geräumiger und etwas besser ausgestattet. Eine tolle Alternative zu den Wasservillen!

Marcel beim Schwimmen im türkisen Wasser der Malediven (aufgenommen mit der GoPro und einem Dome)

Fazit

Die 3 Tage auf Thulhagiri Island gingen schnell rum und es war eine unglaublich schöne Zeit. Sowohl der Aufenthalt in unserer Wasservilla, als auch im Zimmer direkt am Strand war einfach von vorne bis hinten traumhaft. Mit dem Wetter konnten wir kaum mehr Glück haben und auch die Abreise verlief reibungslos. Am 4. Tag um 12.30 Uhr ging pünktlich unser Flug zurück nach Bangkok.

Abflug vom Malé Airport
AirAsia Flugzeug am Airport Malé, Malediven

Falls du eine Malediven auf eigene Faust bereisen bzw. sie günstiger besuchen möchtest, ist der Weg von Thailand aus eine klasse Option. Auch Sri Lanka würde sich hierfür gut anbieten. Du musst natürlich deutlich mehr Dinge beachten und einplanen als bei einer Pauschalreise. Dafür kannst du viel Zeit und Geld beim Flug sparen und wenn du nicht unbedingt in einer Wasservilla übernachtest, sind die Unterkünfte zumindest in der Nebensaison durchaus erschwinglich. Auch ein Inselhopping wäre möglich, indem du von Malé aus ins nächste Resort oder auch auf eine der Local Inseln weiterreist.

Ein ausführliches Hotel Review zum Thulhagiri Island Resort sowie ein paar weitere Tipps, um die Malediven auf eigene Faust zu besuchen, findest du bald auf dem Blog.

Traumhafter Sonnenuntergang in den Malediven

Warst du schon mal auf den Malediven? Vielleicht auch sogar auf Thulhagiri oder im Nord-Malé-Atoll? Schreibe uns in die Kommentare, wie es dir gefallen hat.