Gion ist das bekannteste Viertel von Kyoto, welches auch als das Geisha-Viertel bekannt ist. Touristen kommen in Strömen in die Gegend, denn Kyoto ist nach Tokio die zweitmeistbesuchte Stadt Japans. Außerdem wirkt Gion noch traditionell japanisch auf die meisten Besucher, da hier viele ursprüngliche Gebäude gut erhalten bzw. renoviert wurden.

Tipps für Gion – ein Tag in Kyotos Geisha-Viertel

Wir haben das Gion Viertel in Kyoto ausführlich erkundet und zeigen dir, was du dort alles erleben und sehen kannst. Tempel, Schreine, Cafés – die Aktivitäten sind vielfältig und mit unseren Tipps für Gion kannst du das beliebte Viertel super erkunden.


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1. Shirakawa

Shirakawa ist ein malerischer Teil von Gion entlang des Shirakawa Kanals und somit der Beginn unserer Tour zu Fuß durch das Viertel von Kyoto. Zur Zeit der Kirschblüten in Japan ist Shirakawa besonders schön und noch mehr einen Besuch wert als ohnehin schon.

Der ruhige Shirakawa Kanal in Gion, Kyoto

Die Hauptstraße von Shirakawa verläuft parallel zur Shijo Avenue, die du zum Yasaka Schrein nehmen musst (siehe Punkt 3). Dies ist auch eine der Gegenden, in denen du manchmal eine Geisha sehen kannst, da es hier viele Ochayas (Häuser in denen Geishas, die Leute unterhalten) gibt. Ansonsten gibt es hier höherklassige Restaurants und viel Ruhe, denn das Viertel liegt für einen Großteil der Kyoto Besucher nicht direkt auf dem Weg. Deshalb kommen nur wenige hierher.

2. Tatsumi Daimyojin Schrein

Der kleine Tatsumi Daimyojin Schrein in Shirakawa, Gion

Der Tatsumi Daimyojin Schrein ist ein wirklich schöner kleiner Schrein, der von den lokalen Einwohnern genutzt wird. Er liegt an der Gion Shin Brücke, durch die der Shirakawa Kanal fließt. Er wird oft von Touristen übersehen, ist jedoch ein netter kurzer Fotostopp in der Shirakawa Gegend, bevor du Gion weiter erkundest.

3. Yasaka Schrein

Wenn du direkt vor dem kleinen Schrein stehst, gehst du links über die kleine Brücke und immer geradeaus bis zur großen Straße. Dort biegst du nach links ab und kommst dann geradeaus auf den Yasaka Schrein (manchmal auch als Gion Schrein bezeichnet) zu.

Der Yasaka Schrein in Kyoto Gion, auch als Gion Schrein bekannt

Der Shintō-Schrein wurde 656 erbaut und gehört zu den größten Schreinen Japans. Hier wird auch jährlich an Neujahr das Gion-Matsuri Fest zelebriert. Es entstand 869, als viele Schreine vom Yasaka Schrein durch das Viertel getragen wurden, um eine Epidemie an der Ausbreitung zu hindern.

Auf dem Gelände des Yasaka Schreins in Kyoto, Gion

Auf dem Gelände findest du zahlreiche kleine und größere Schreine, die diverse Gottheiten verehren oder auch Wahrsager, die dir die Zukunft voraussagen. Viele Einwohner Gions kommen hierher, um ihre Religion auszuüben. Geöffnet ist rund um die Uhr und der Eintritt ist kostenlos. Dies ist übrigens auch der Ausgangspunkt eines historischen Rundgangs durch Gion.

4. Hanami-koji

Weiter geht es zur Hanami-koji Dori (Straße), die von der Shijo Avenue abgeht. Sie ist sozusagen die Hauptstraße von Gion und führt auf 1,4 Kilometer durch das Viertel von Kyoto. Währen du am Tag die alten traditionellen Häuser bestaunen kannst, beginnt die Straße am Abend so richtig zu leben. Dies kannst du auch auf einem Nachtspaziergang durch Gion erleben. Sehr zu empfehlen!

Die größte Straße Gions, die Hanami-koji, auch Kyotos Rotlichtviertel

Sie ist vor allem beliebt bei Besuchern, die gerne mal eine Geisha sehen wollen, denn die Hanami-koji (zumindest der südliche Teil) ist ein Rotlichtbezirk. Der nördliche hingegen hat viele Teehäuser, Bars und Pubs. Auch befindet sich entlang der Hanami-koji der Gion Corner. Dort finden am Wochenende traditionelle japanische Aufführungen mit Musik oder auch Teezeremonien statt.

5. Ryozen Kannon

Bevor es die bekannte Ninenzaka entlang geht, steht ein weiterer Stopp auf unserer Liste, die Ryozen Kannon. Dies ist eine 24 Meter hohe buddhistische Statue des Bodhisattva Avalokiteshvara, die auf dem Dach der Tempelhalle erbaut wurde.

Marcel im Ryozen Kannon in Kyotos Gion Viertel

1955 erbaut, wurde die Kannon von Ishikawa Hirosuke gestiftet und sollte als Kriegsdenkmal und Andachtsstätte für den Weltfrieden dienen. Weiter gibt es auf dem Gelände eine Halle zum Andenken der gefallenen Soldaten und Abbilder des Bodhisattva Ekādaśamukha sowie des Gottes des Windes und Donners.

Tagsüber geöffnet, kannst du die Ryozen Kannon für einen Eintritt von 200 Yen besuchen und bekommst dazu noch Räucherstäbchen gereicht, die du im Tempel anzünden kannst.

6. Starbucks Gion

Nun geht es entlang der Ninenzaka (auch Nineizaka geschrieben). Wir sind eigentlich keine Fans der großen Kaffeeketten wie Starbucks, aber in Gion haben wir dem Café trotzdem einen Besuch abgestattet, denn hier ist es noch etwas ganz Besonderes. Außerdem natürlich ein guter Zeitpunkt, um eine Kaffeepause einzulegen.

Starbucks auf der Ninenzaka in Gion, Kyoto

Starbucks in Kyotos Gion Viertel hat sich in einem alten traditionellen Gebäude angesiedelt. Das Großartige daran ist, dass sie das Gebäude erhalten haben. So kannst du einen Kaffee bestellen und dich dann in einem traditionellen Haus Japans umsehen, dich in Ruhe hinsetzen und deinen Kaffee genießen sowie ein paar schöne Fotos aus den Fenstern machen.

Starbucks ist gar nicht so offensichtlich zu sehen und somit auch nicht zu überfüllt. Du solltest also einfach einen Platz finden. Vom oberen Stockwerk hast du außerdem einen tollen Ausblick über die Dächer Gions.

7. Ninenzaka und Sannenzaka

Die Ninenzaka, zusammen mit der Sannenzaka (Sanneizaka), ist ebenfalls eine der Touristenattraktionen in Gion. Das liegt vor allem daran, dass die Häuser im traditionellen Stil gehalten wurden und dort viele Shops existieren.

Die Ninenzaka, Gions beliebte Strasse in Kyoto

Menschen auf der Ninenzaka Treppe im Gion Viertel von Kyoto

Am Ende führt die Ninenzaka über eine Treppe direkt zur Sannenzaka, die wiederum rechts entlang zum Hōkan-ji Tempel und links entlang zum Kiyomizu-Dera führt. Sie bietet ebenfalls viele Shops, Restaurants oder Cafés. Dies sind wohl die beiden beliebtesten Straßen von Gion in Kyoto, auch weil sie das Gefühl vom alten Japan gut vermitteln, im Gegensatz zum restlichen modernen Kyoto.

Die beliebte Sannenzaka in Gion, Kyoto

8. Hōkan-ji Tempel

Wenn du von der Ninenzaka in Richtung Sannenzaka gehst, kommst du nach der Treppe an eine kleine Gabelung. Wir gehen zuerst also nach rechts, denn schon auf dem Weg ist dies ein beliebtes Fotomotiv mit der Yasaka Pagode, die über die Häuser ragt.

Der beliebte Hokan-ji Temple auf der Sannenzaka in Kyoto, Gion

Die 589 erbaute Pagode mit ihren Schrägdächern ist 46 Meter hoch und kann auch betreten werden. Auf den verschiedenen Stockwerken kannst du dabei Statuen und Bilder aus dem vergangenen Japan bestaunen. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr bei einem Eintritt von 400 Yen.

9. Maccha House

Auf dem Weg vom Tempel zum Kiyomizu-Dera findest du auf der Sannenzaka auch das Maccha House. Hier dreht sich alles um den beliebten grünen Tee in Japan. Ein wirklich empfehlenswerter Stopp und ein kleiner Geheimtipp!

Matcha-Tiramisu im Maccha House auf der Sannenzaka, Gion

Alles hier wird aus dem grünem Tee hergestellt. Vor allem jede Menge Desserts kannst du hier ausprobieren. Wir haben das Tiramisu bestellt und es hat einfach fantastisch geschmeckt. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 21.00 Uhr.

10. Kiyomizu-Dera

Am Ende der Sannenzaka liegt der Kiyomizu-Dera. Dies ist ein Komplex aus mehreren buddhistischen Tempeln, die du auf dem Gelände besuchen kannst. Er gehört seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe und wurde ursprünglich schon 798 gegründet. Alle Gebäude, die du heutzutage besuchen kannst, wurden aber erst um 1633 erbaut.

Tempelgebäude im Kiyomizu-Dera in Gion, Kyoto

Neben mehreren Shintō-Schreinen, die du beim Kiyomizu-Dera besuchen kannst, beeindruckt auch die fantastische Aussicht auf den Gion Distrikt und Kyoto mit den Bergen in der Ferne. Sehr beliebt ist auch die Haupthalle, die auf Holzbalken erbaut wurde und berühmt für ihre weite Terrasse ist. Leider war diese bei unserem Besuch wegen Renovierungsarbeiten nicht gut zugänglich.

Ausblick auf Gion und Kyoto vom Kiyomizu-Dera

Der Name Kiyomizu-Dera bedeutet übrigens übersetzt etwas wie „reines Wasser“. Der Name stammt daher, dass ein Wasserfall innerhalb des Komplexes die Hügel hinunterfließt. Geöffnet ist täglich rund um die Uhr, nur die Haupthalle hat Öffnungszeiten von 6.00 bis 18.00 Uhr. Im August und September sogar bis 18.30 Uhr sowie auch an Wochenende und Feiertagen. Der Eintritt in die Haupthalle kostet 400 Yen, den Rest des Kiyomizu-Dera kannst du kostenlos besuchen.

Hast du das Viertel Gion in Kyoto schon erkundet? Hat es dir auch so sehr gefallen, wie uns? Hast du noch weitere Tipps für einen Tag in Gion?