Doi Inthanon Nationalpark – ein Tagesausflug

Der Doi Inthanon ist der höchste Berg Thailands und liegt im gleichnamigen Nationalpark in der Provinz von Chiang Mai. Auf der Spitze des Doi Inthanon misst der Berg 2565 Meter und ist somit der höchste Punkt im gesamten Königreich.

Der Nationalpark ist ein sehr beliebtes Ziel für Tagesausflüge, sowohl bei Einheimischen als auch Touristen. Der Doi Inthanon Nationalpark ist über 480 km² groß und du kannst hier einige Stunden verbringen und dir dabei die Wasserfälle, Pagoden, den höchsten Punkt Thailands und vieles mehr ansehen.

Aussicht auf den Doi Inthanon Nationalpark in der Nähe von Chiang Mai

Anreise zum Doi Inthanon Nationalpark

Ich bin aus Chiang Mai zum Doi Inthanon gefahren. Von der Altstadt in Chiang Mai sind es ca. 60 Kilometer über den Highway 108 und die Landstraße 1009 bis zum Eingang des Nationalparks.

Der Weg ist sehr einfach und du musst die Straße 108 für etwa 50 Kilometer von Chiang Mais Altstadt immer geradeaus fahren. Danach biegst du auf die Straße 109 für weitere 10 Kilometer ab und erreichst dann den Eingang des Doi Inthanon Nationalparks.

Vor Ort musst du einen Eintritt von 300 Baht (Erwachsene) oder 150 Baht (Kinder) bezahlen. Zusätzlich fallen noch Gebühren für einen Motorroller oder ein Auto von 30 Baht an.

Der Eingang des Doi Inthanon Nationalparks in der Nähe von Chiang Mai

Bis zum höchsten Punkt Thailands auf dem Doi Inthanon sind es jetzt innerhalb des Nationalparks immer noch 40 Kilometer. Also noch eine ganze Weile zu fahren. Auf dem Weg findest du aber viele weitere interessante Sehenswürdigkeiten, bei denen du den einen oder anderen Stop einlegen kannst. Welche das sind erfährst du im Folgenden.

Wachirathan Wasserfall

Der Wachirathan Wasserfall, auch als Khongyong Wasserfall bekannt, ist einer der meistbesuchten Wasserfälle des Doi Inthanon Nationalparks. Er liegt auf dem Weg zur Spitze ca. bei Kilometer 22 (du kannst am Wegesrand durch den Park immer Kilometermarken sehen).

Das Wasser fällt aus einer Höhe von 70 Metern hinab und wenn du dort zum Foto machen stehst, dann kannst du auch immer ein wenig nass werden, da das Wasser teilweise sehr weit spritzt. Trotzdem ist der Wasserfall ein sehr beliebtes Ziel und Fotomotiv bei Besuchern. Ein Stop lohnt sich auf alle Fälle.

Der Wachirathan Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark

Wenn die Sonne richtig in den Wachirathan Wasserfall hinein scheint, dann kannst du am Boden auch einen Regenbogen erkennen. Wirklich schön! Desweiteren gibt es einen Wanderweg am Wasserfall entlang und ein paar Tropfsteinhöhlen in der Nähe.

Ein Regenbogen im Wachirathan Wasserfall, Doi Inthanon, Thailand

Sirithan Wasserfall

Etwas weiter den Berg hinauf befindet sich auf der linken Seite der Sirithan Wasserfall. Ein 40 Meter hoher Wasserfall, der aus dem Fluss Mae Khlang hinab fällt. Der Ursprung dieses Flusses ist auf dem Doi Inthanon.

Am 28. März 2002 kam die Königin Sirikit das erste Mal zu Besuch. Sie besuchte den Wasserfall ein paar weitere Male und gab ihm schließlich am 24. März 2004 den Namen Sirithan Wasserfall, in Anlehnung an ihren eigenen Namen.

Der Wasserfall ist zwar nicht ganz so spektakulär wie der Wachirathan Wasserfall, aber trotzdem einen kurzen Besuch wert, wenn du auf dem Weg zum Gipfel des Doi Inthanon bist.

Der Sirithan Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark, Thailand

Der Weg zum Gipfel des Doi Inthanon

Nach den Besuchen der beiden Wasserfälle ist es immer noch ein gutes Stück den Berg hinauf. Doch während du diese restlichen 20 Kilometer oder mehr hinter dich bringst, kannst du auf dem Weg einiges entdecken.

Einheimische Dörfer der Hmong Völker, Reisfelder, kleine Märkte – wenn du Lust hast, kannst du also alle paar Kilometer anhalten und eine kleine Pause einlegen.

Eines der vielen Reisfelder im Doi Inthanon Nationalpark, Thailand

Sobald du die ersten steilen Straßen den Berg hinauf hinter dir hast, bekommst du auch immer wieder wunderschöne Aussichten über den Doi Inthanon Nationalpark geboten. Mal über den Wolken, mal über weite Täler – für mich fast jedes Mal einen Fotostopp wert!

Über den Wolken im Doi Inthanon Nationalpark

Der höchste Punkt Thailands

Am Ende der Straße durch den Nationalpark kommst du an einer militärischen Radarstation an und davor befindet sich ein Parkplatz. Hier kannst du also deinen Roller kostenlos abstellen und die letzten 50 Meter bis zum höchsten Punkt Thailands laufen.

Der Weg zum höhsten Punkt Thailands auf dem Doi Inthanon

Jetzt befindest du dich 2565 Meter über dem Meeresspiegel und am höchsten Punkt, den das Land des Lächelns zu bieten hat. Auch wenn Tagesausflüge in den Doi Inthanon Nationalpark sehr beliebt sind, triffst du hier ganz oben am Gipfel nicht viele Menschen an und kannst diesen magischen Ort zeitweise sogar alleine für dich haben.

Tobi auf dem höhsten Punkt Thailands, dem Doi Inthanon

Auf dem Doi Inthanon kann es jedoch schon recht kühl werden. Für Thais wahrscheinlich schon sehr kalt, aber selbst ich habe lieber eine Jacke angezogen. Es waren zwar immerhin noch 20 Grad, aber mit ein bisschen Wind soweit oben auf dem Berg ist es doch schon etwas frisch.

Nimm dir also lieber eine Jacke mit. In kälteren Jahreszeiten fallen die Temperaturen auf dem Gipfel auch mal unter die 20-Grad-Marke.

Nur 20 Grad auf der Spitze des Doi Inthanon in der Nähe von Chiang Mai

Die königlichen Pagoden im Doi Inthanon

Die beiden königlichen Pagoden stehen nicht weit vom Gipfel des Doi Inthanon entfernt und wurden von der thailändischen Airforce anlässlich der 60. Geburtstage des Königs Bhumibol und der Königin Sirikit erbaut.

Die zwei königlichen Pagoden auf dem Doi Inthanon, Thailand

Die Schreibweisen der Pagoden weichen zwischen den Schildern vor Ort und den Schreibweisen im Internet ab. So heißt die „dunkle“ Pagode oft Nabha Metaneedol oder Naphamethanidon.

Sie wurde 1987 zum 60. Geburtstag des Königs erbaut. Die helle Pagode hingegen heißt Nabhapol Bhumisiri oder Naphapholphumisiri. Sie wurde 1992 zum 60. Geburtstag der Königin erbaut.

Die Naphamethanidon Pagode im Doi Inthanon Nationalpark

Die ganze Umgebung ist sehr schön mit Blumen verzierten Gärten angelegt. Die beiden Chedis stehen jeweils an einem Hang und sind über Treppen oder wahlweise über eine Rolltreppe zu erreichen. Im Inneren der Pagoden befinden sich Reliquien von Buddha und wunderschöne Jade-Buddhastatuen. Ein sehr heiliger Ort für die meisten Thais.

Die Naphapholphumisiri Pagode im Doi Inthanon Nationalpark

Hier oben auf dem Berg kannst du jedoch manchmal Glück mit dem Wetter und manchmal Pech haben. So können die Pagoden in einem Augenblick von den Wölken umhüllt und verdeckt sein. Ein paar Minuten später sind sie jedoch wieder gut sichtbar und erstrahlen bei blauem Himmel. Die Temperaturen sind hier oben, wie vorhin erwähnt, schon etwas anders als im Rest Thailands.

Der Eintritt zu den Pagoden kostet noch einmal 40 Baht. Dies ist nicht in der Gebühr für den Nationalpark inbegriffen.

Fazit

Ein Tagesausflug in den Doi Inthanon lohnt sich auf jeden Fall. Wenn du an der Natur interessiert bist und die vielen Wanderwege erkunden möchtest, dann lohnen sich auch mehrere Tage. Im Park selbst gibt es auch Unterkünfte für Besucher, die gerne länger als einen Tag vor Ort bleiben möchten.

Mir haben besonders die beiden königlichen Pagoden und der höchste Punkt von Thailand gefallen. Sehr beeindruckend und mal etwas ganz anderes im Gegensatz zu den vielen Traumstränden des Landes.

Warst du schon mal im Doi Inthanon Nationalpark? Wie hat dir der Besuch gefallen? Lass uns jetzt einen Kommentar hier!

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Über Tobias

Hi, ich bin Tobi (31), Freelancer im Bereich Übersetzungen und Texten, aber vor allem leidenschaftlicher Reiseblogger. Am liebsten bin ich in Südostasien unterwegs und arbeite von den verschiedensten Orten online. Wenn du wissen willst, was ich gerade mache oder wo ich bin, dann folge mir am besten auf Twitter, Instagram oder schaue bei Facebook vorbei.

Kategorien: Chiang Mai Länder & Orte Südostasien Thailand
Gepostet am 30. Dezember 2015

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