Hoi An: Ein Tag im Tra Que Herb Village

Heute erzählt Franziska von 1000travelstories von ihrem Besuch in Hoi An und im Tra Que Herb Village.


Wenn du nach Vietnam fährst, solltest du unbedingt ein paar Tage in Hoi An einplanen. Hoi An ist ein charmantes, historisches Städtchen mit allem, was das Herz begehrt. Wir waren mehrere Tage dort und haben einen besonderen Geheimtipp für dich, wenn du auf der Suche nach einem echten Vietnam-Erlebnis mit Glücksfaktor bist.

Hoi An hat eine denkbar günstige Lage. Es liegt genau in der Mitte von Vietnam und lässt sich somit sehr leicht mit einem Aufenthalt in Nord- oder Südvietnam verbinden. Oder du machst es wie wir und reist einmal komplett durch ganz Vietnam.

Dafür solltest du mindestens drei Wochen einplanen, lieber mehr. Hier findest du unsere Routenplanung für gesamt Vietnam.

Wie komme ich nach Hoi An?

Die Meisten reisen über die nächste große Stadt, Da Nang, an. Sie ist ca. 30 km bzw. 40 Autominuten von Hoi An entfernt und hat einen Flughafen mit Verbindungen quer durchs Land. Außerdem einen Bahnhof, denn sie liegt an der Nord-Süd-Zugstrecke.

Wir haben jedoch, weil ich kurz vorher einen kleinen Unfall hatte, von Hue aus ein Taxi direkt nach Hoi An genommen. Auf dem Weg kann man praktischerweise gleich einige Sightseeing-Stops einlegen, wie den Cloud Pass, die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam, und die Marble Mountains. Die Fahrt entlang der Küste dauert ca. vier Stunden und hat umgerechnet 30 Euro gekostet.

Hoi An erwartete uns mit einem leuchtend bunten Zentrum. In der gesamten Altstadt gibt es Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge, du bist also am besten zu Fuß oder mit Fahrrädern unterwegs. Fahrräder kannst du bei jeder Unterkunft mieten.

Überall wirst du gute Restaurants finden, viele davon vegetarisch oder vegan, und fast alle haben eine schöne Terrasse im Grünen. Die Stadt hat viele kleine Shops und Boutiquen, in denen du die Kleidungsstücke direkt von den Designern kaufen kannst. Oder du lässt dir dein Lieblingsoutfit direkt maßschneidern.

Hoi An ist rundum charmant und sympathisch, hat aber auch kulturell einiges zu bieten.

Ruhige Straße in Hoi An, Vietnam

Das Tra Que Herb Village

Für uns war das Highlight etwas außerhalb der Stadt. Es handelt sich um das Tra Que Herb Village.

Es ist ein, ich übertreibe nicht, paradiesischer Ort, den du einfach besuchen musst! Das Herb Village ist eine Art gemeinnützige Farm, die den Menschen dort unentgeltlich ein Stück Land zur Verfügung stellt. Mit der Bedingung, dass sie es biologisch bewirtschaften. Und so kommt es, dass dort mittlerweile richtig viel angebaut wird, z.B. Obst, Gemüse und Kräuter.

Für uns war klar, dass wir dort nicht einfach durchhetzen wollen. Deshalb haben wir vorab per Mail das Komplett-Programm gebucht. Wir bereuen keine Minute und keinen Cent, es war sicherlich eines unserer schönsten Erlebnisse in Vietnam!

Der Tag fing damit an, dass unser Guide Ngan uns im Loc Phat Homestay abgeholt und mit uns den Markt besucht hat, um ein paar Zutaten für später zu kaufen. Normalerweise machst du die Tour mit dem Fahrrad, wir sind wegen meinem lädierten Knie mit dem Taxi gefahren.

Schon allein der Marktbesuch mit Ngan war sehr lustig und wir haben viel über vietnamesisches Essen gelernt.

Markt in Hoi An, Vietnam

Anschließend sind wir gemeinsam zum Herb Village gefahren. Dort durften wir bei der Feldarbeit selbst Hand anlegen. Es mussten Algen aus dem Fluss geerntet werden, die im Herb Village als natürlicher und einziger Dünger verwendet werden. Anschließend mussten wir ein Mini-Feld komplett bearbeiten, also ausheben, mit Algen düngen, kleine Pflänzchen eingraben, 20 Liter Wasser holen und gießen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause bei selbstgemachter Limonade stand die nächste Aufgabe an: Wasserbüffel-Gassi. Regelmäßige Bewegung ist sehr wichtig für Wasserbüffel und normalerweise übernehmen die Kinder der Bauern diese Aufgabe. Heute durften wir Gassi reiten.

Wasserbüffel in Tra Que, Vietnam

In der Zwischenzeit hat Ngan zwei Kochplatten vorbereitet und alle Zutaten für unseren Kochkurs bereit gestellt. Denn als nächstes bekamen wir einen erstklassigen Kochkurs, bei dem wir alle viel zu lachen hatten.

Wir haben Reispapier selbst hergestellt und daraus die frischesten Sommerrollen gemacht, die wir je hatten. Gefüllt mit frisch geernteten Kräutern der Farm, ein Genuss!

Danach haben wir noch mehr kalte und warme Gerichte zubereitet, darunter Banh Xeo (traditionelles vietnamesisches Omelette mit Schrimps) und ein Currygericht.

Kochkurs in Tra Que, Vietnam

Der wahrscheinlich schönste Teil des Tages kam anschließend. Wir saßen in himmlischer Ruhe am Tisch, der liebevoll gedeckt war, und durften all die Köstlichkeiten essen! Langsam konnten wir beginnen, die vielen Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

Außerdem haben wir Ngan beim Essen versprochen, dass wir allen vom Tra Que Herb Village erzählen werden, was wir hiermit sehr gern erfüllt haben. 🙂 Für die private Tour für uns beide, die fast einen ganzen Tag gedauert hat, haben wir umgerechnet ca. 70 Euro gezahlt, alles inklusive.

Kleine Farm im Tra Que Herb Village, Vietnam

Anschließend haben wir noch zwei Tage in Hoi An genossen. Für unsere Weiterreise haben wir den Nachtzug ab Da Nang genommen und sind bis Phan Thiet gefahren, um in Mui Ne noch ein paar Strandtage einzulegen.


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Warst du auch schon mal in Hoi An oder im Tra Que Herb Village? Wie hat es dir gefallen?

Fotos: © Franziska Philipp/1000travelstories

Über

Dies ist ein Gastartikel. Falls du Fragen oder Anregungen zum Thema hast, schreibe sie einfach in die Kommentare oder kontaktiere den Gastautor direkt auf seinem Blog.

Kategorien: Hoi An Länder & Orte Südostasien Vietnam

6 Kommentare zu "Hoi An: Ein Tag im Tra Que Herb Village"

  1. Hey,
    Ja Vietnam ist schon toll. Ich war 2015 ein halbes Jahr in Südost Asien unterwegs.
    Ein Monat in Vietnam. Wäre gern noch ein wenig länger geblieben aber das Visa lief aus.

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