Die HafenCity in Hamburg ist einer der modernsten Stadtteile und bietet jede Menge Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Von alten Lagerhäusern in der Speicherstadt bis zum neuen imposanten Wahrzeichen, der Elbphilharmonie, könnte das Kontrastprogramm kaum größer sein. Ein Tag in Hamburgs HafenCity lohnt sich absolut, ob an Land oder auf dem Wasser.

13 Tipps für die Hamburger HafenCity und Speicherstadt

Aussicht auf Hamburg von oben: HafenCity, Landungsbrücken und Hafen
Aussicht auf Hamburg: HafenCity, Landungsbrücken und Hafen

Die Hamburger HafenCity lässt sich super zu Fuß erkunden, da viele unserer Tipps nah beieinander liegen. Seit 2003 gibt es die HafenCity als neuer Stadtteil der Hansestadt Hamburg. Eine Menge hat sich dort entwickelt und tut es heute noch immer. Was du Interessantes in der HafenCity erkunden kannst, erfährst du im Folgenden.


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1. Elbphilharmonie

Nach dem gefühlt unendlich langen Bau steht die Elbphilharmonie als das neue Wahrzeichen Hamburgs im Stadtteil HafenCity. Schon aus der Ferne kannst du die Elbphilharmonie mit der beeindruckenden Glasfassade erkennen, die an Wellen oder ein Segel erinnert. Das moderne Gebäude beherbergt Wohnungen, ein Hotel, einen Konzertsaal und ein Restaurant.

Die Hamburger Elbphilharmonie bei Sonnenuntergang

Ein Highlight der Elbphilharmonie ist sicher die Aussichtsterrasse mit einem traumhaften Blick auf den Hamburger Hafen und die HafenCity. Für nur 2 € kannst du dir ein Ticket kaufen und bei einem Besuch in der HafenCity Hamburg gehört es fast schon zum Pflichtprogramm. Aber auch ohne Aussichtsterrasse ist die Elbphilharmonie mit Sicherheit eine schöne Möglichkeit für ein paar Erinnerungsfotos.

Aussicht von der Elbphilharmonie auf den Hafen, die Landungsbrücken und St. Pauli
Aussicht auf den Hafen, die Landungsbrücken und St. Pauli

2. Spaziergang in der Speicherstadt

Die Speicherstadt ist mit Sicherheit eines der Highlights der Hamburger HafenCity. Sie gehört ebenfalls zum Stadtteil HafenCity und ist dort der absolute Kontrast zum modernen Teil. Die alten Lagerhäuser, die schon zwischen 1833 und 1927 erbaut wurde, sind bis heute gut erhalten und viele werden aktiv genutzt. Nicht immer zum Lagern wie damals, aber auch als Bürogebäude, Museen oder für andere Touristenattraktionen, wie z.B. dem Miniatur Wunderland (siehe Punkt 5).

Die Speicherstadt der Hamburger HafenCity

Seit 2015 ist die Speicherstadt Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Ein Spaziergang über die vielen Brücken, zwischen den Backstein-Lagerhäusern und entlang der Kanäle/Fleete, ist auch für uns immer wieder schön. Wir selbst besuchen die Speicherstadt auch nach unzähligen Malen gerne erneut. Wenn du mehr über die Geschichte der Speicherstadt wissen möchtest, dann lohnt sich eine Führung, um noch tiefer einzutauchen.

3. Lichterfahrt

Eine etwas andere Art, die Hamburger HafenCity und Speicherstadt zu erkunden, ist eine der abendlichen Lichtfahrten durch die Fleete und Kanäle. Dabei erfährst du mehr über die Geschichte Hamburgs und kannst einige sehenswerte Gebäude wie auch die Elbphilharmonie oder den Marco Polo Tower vom Wasser aus bestaunen.

Aber nicht nur die Speicherstadt und HafenCity sind ein Teil der abendlichen Lichterfahrt. Auch weitere Teile des Hamburger Hafens wie die Landungsbrücken in St. Pauli oder die Museumsschiffe dort vor Anker gehören dazu. Da die Bootsfahrten sehr beliebt sind, solltest du dir überlegen, vorher ein Ticket online zu buchen, wenn du diese nicht verpassen möchtest. Vor allem an Feiertagen und Wochenenden solltest du vorher online buchen.

4. Cruise Center/Kreuzfahrtterminal

Wenn auch nicht wirklich eine Sehenswürdigkeit, möchten wir das Cruise Center in der Hamburger HafenCity trotzdem erwähnen. Das Kreuzfahrtterminal zieht nämlich viele Schaulustige an, wenn die Ozeanriesen wie die Queen Mary 2 oder auch einige Schiffe der Aida Flotte vor Ort liegen oder ablegen.

Solltest du zur richtigen Zeit vor Ort sein kannst du den Chicagokai mit den Kreuzfahrtschiffen am besten von der Freitreppe vor dem Unilever Gebäude beobachten. Derzeit wird dort außerdem gerade gebaut, damit ein neues, modernes Cruise Center das alte, provisorische ersetzen kann.

Da das Cruise Center nur wenige Minuten zu Fuß z.B. vom Störtebeker Denkmal (siehe Punkt 8) entfernt liegt, kannst du dort einmal vorbeischauen. Es lohnt sich aber nur, wenn gerade die Kreuzfahrtschiffe vor Ort sind, denn ansonsten ist dort nichts los.

5. Miniatur Wunderland

Mitten in der Speicherstadt liegt auch das beliebte Miniatur Wunderland. Seit August 2001 ist es geöffnet und wurde seitdem stets erweitert. Heute befinden sich dort auf knapp 1500 m² zig Kilometer an Gleisen und über 1000 automatische Züge, die auf diesen verkehren. Viele bekannte Orte wurden dort ebenfalls erbaut und sogar einen Flughafen mit startenden und landenden Flugzeugen gibt es.

Im Miniatur Wunderland der HafenCity Hamburg

Vom Hamburger Hafen nach Las Vegas, in die Alpen oder nach Skandinavien, kannst du hier eine Menge bestaunen. Auch wenn du kein Fan von Modelleisenbahnen bist (sind wir auch nicht), ist es wirklich beeindruckend, was für eine Welt hier erschaffen wurde! Gerade auch für Familien mit Kindern ist dies eine tolle Abwechslung. Und falls in Hamburg mal wieder “Schietwetter” ist, ist das Miniatur Wunderland eine wunderbare Alternative.

Derzeit werden auch neue Abschnitte entwickelt, wie eine Formel 1 Strecke in Monaco und Teile Mittelamerikas, der Karibik und Asien. Tickets solltest du am besten vorab buchen, da diese oft ausverkauft sind.

6. Hamburg Dungeon

Möchtest du die Geschichte Hamburgs mal aus einem spielerischen, aufregenden Blickwinkel kennenlernen? Dann besuche doch das Hamburg Dungeon, das ähnlich wie die weiteren Dungeons in Amsterdam, London oder Berlin aufgebaut ist. Es ist eine Mischung aus Show und Gruselkabinett mit geschichtlichem Hintergrund.

Thematisiert werden im Hamburg Dungeon, das schon im Jahr 2000 eröffnete, unter anderen die Geschichte des furchteinflößenden Piraten Störtebeker (siehe auch Punkt 8), der große Brand von 1842 oder das berüchtigte Gefängnis Santa Fu. Die Darsteller im Hamburg Dungeon beziehen auch die Besucher mehr oder weniger mit ein und machen es zu einem echten Erlebnis. Wir fanden es absolut großartig! Geöffnet ist in der Woche von 12.00 bis 16.00 Uhr, am Wochenende von 11.00 bis 17.00 Uhr (letzter Einlass). Preise starten ab 20 €, die Tickets für das Hamburg Dungeon sollten online vorab gebucht werden. Wir haben schon häufiger lange Schlangen am Eingang gesehen.

7. Internationales Maritimes Museum

Direkt im Kaiserspeicher B der Speicherstadt befindet sich das Internationale Maritime Museum, wo du über 3000 Jahre Schifffahrt entdecken kannst. Darunter befinden sich Bilder, Waffen, Gemälde und Tausende von Schiffsmodellen auf über 12.000 m². Für Kinder gibt es sogar Modellbauten aus Legosteinen, die z.B. die Queen Mary 2 zeigen.

Das Internationale Maritime Museum in der HafenCity Hamburg

Auch Ausstellungen zur Meeresforschung, einen Schiffssimulator oder Führungen von ehemaligen Kapitänen gibt es zu sehen bzw. erleben. Dabei können schon einige Stunden ins Land ziehen. Wenn du dich für die Schifffahrt in Hamburg interessierst, ist das definitiv ein Must-See. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt kostet 13 €, für Kinder, Familien, Studenten und Senioren gibt es Ermäßigungen.

8. Störtebeker-Denkmal

Gegenüber des Internationalen Maritimen Museums findest du das Denkmal von Störtebeker. Ursprünglich wurde das Denkmal am 1. August 1982 im Stadtteil Grasbrook aufgestellt, der als Sterbeort von Störtebeker gilt. Dieser ist heutzutage inmitten der Hamburger HafenCity.

Wer war dieser Störtebeker eigentlich? Der Legende nach war Störtebeker ein Pirat, der im 14. Jahrhundert viele Schiffe in der Nord- und Ostsee überfiel. Die meisten seiner Überfälle waren auf die Schiffe reicher Hamburger Kaufleute der Hanse. Unter den Leuten galt er als der Robin Hood der Schifffahrt, da er von den Reichen nahm und es den Armen gab.

In 1401 wurde er öffentlich in Hamburg hingerichtet, inklusive seiner gesamten Mannschaft. Es wird erzählt, dass er kopflos an 11 seiner Männer vorbeilief, um ihnen die Freiheit zu schenken, wie der Bürgermeister versprochen hatte. Dieser hielt jedoch sein Wort nicht und alle wurden exekutiert.

9. Magellan Terrassen und Sandtorkai

Die Magellan Terrassen liegen direkt am Sandtorkai, wo du auch den Traditionsschiffhafen von Hamburg findest. Sie wurden in Anlehnung an die Tradition von Meer und Handel erbaut. Du findest dabei einige Elemente, die an den Teppichhandel der Speicherstadt erinnern sollen und andere, die wiederum das Meer, die Wellen und die Fische darstellen.

Die Magellan Terrassen und der Traditionshafen der Hamburger HafenCity

Von dort kannst du auch das schwimmenden Ponton erreichen, an welchem die vielen Traditionsschiffe liegen. Dieses Hafenbecken ist übrigens das erste künstliche Hafenbecken Hamburgs gewesen, sozusagen der Startschuss für den Hamburger Hafen (eröffnet 1866). Wenn du am Abend in der HafenCity von Hamburg unterwegs bist, sind die Magellan Terrassen auch sehr schön beleuchtet und ebenfalls ein Blickfang.

10. Marco Polo Terrassen und Dalmannkai

Die Marco Polo Terrassen am Dalmannkai sind ein weiterer Platz zum Verweilen in Hamburgs HafenCity. Sie wurden vom selben Architektenbüro entworfen, wie die Magellan Terrassen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich hier niederzulassen, sei es auf den hügelförmigen Rasenflächen oder den Holzplattformen.

Dabei kannst du dann den Ausblick auf die Elbphilharmonie, den Marco Polo Tower und den Grasbrookhafen genießen. Bei den Marco Polo Terrassen wurde ebenfalls darauf geachtet, dass sie Bezug zum Meer und den Gezeiten in Hamburg haben. Die unterste Ebene zeigt sogar ein anderes Bild, je nachdem ob gerade Ebbe oder Flut in der Elbe herrscht.

11. HafenCity Aussichtspunkt

Mit einer Höhe von 13 Metern steht der orangefarbene Viewpoint der HafenCity im Baakenhafen. Du kannst ihn kostenlos besuchen und eine 360-Grad-Panoramaaussicht von dort genießen. Mit Blick auf die HafenCity von Hamburg bis hin zu den Elbbrücken. Es gibt auch eine Tafel vor Ort, so dass du weißt, was es genau zu sehen gibt. Einen kurzen Stopp ist der HafenCity Viewpoint definitiv wert.

Aussicht vom HafenCity Viewpoint auf die Elbphilharmonie
Aussicht vom HafenCity Viewpoint

12. Besuche die Parks

Die HafenCity von Hamburg bietet auch genügend Grünflächen zum Entspannen. Dort findest du Spielplätze für Kinder z.B. Am Lohsepark oder in Baakenpark. In Letzterem gibt es sogar einen Outdoor-Fitnessplatz und ein Fußballfeld. Mit dem Himmelsfeld im Baakenpark kommt auch noch ein kleiner Aussichtspunkt auf den Hamburger Hafen hinzu.

Ausblick auf den Baakenpark in der HafenCity von Hamburg
Der Baakenpark in Hamburgs HafenCity

Weitere Parks, die du bei einem Spaziergang durch die HafenCity besuchen kannst, wären der Grasbrookpark oder der Sandtorpark. Der Grasbrookpark mit Flächen zum Verweilen, sowie ebenfalls einem Spielplatz, liegt direkt gegenüber der Marco Polo Terrassen. Den Sandtorpark mit einer großen Grünfläche findest du gegenüber den Magellan Terrassen.

13. Lighthouse Zero

Das Lighthouse Zero ist, wie der Name zuerst vermuten lässt, kein wirklicher Leuchtturm. Es handelt sich hierbei um eine Art Musterhaus einer Baufirma. Es steht in der HafenCity von Hamburg an der Spitze des Baakenhöfts.

Das futuristische Haus bietet eine 200 m² Wohnung sowie eine Dachterrasse mit 360-Grad-Panoramaaussicht. Als Interessent kannst du eine Besichtigung vereinbaren, denn das Lighthouse Zero dient hauptsächlich zur Vermarktung. Aber auch ansonsten ist es ein tolles Fotomotiv für Touristen, gerade auch zum Sonnenuntergang oder am Abend, wenn es beleuchtet ist.

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Hast du die HafenCity in Hamburg schon mal besucht? Gefällt dir der Stadtteil? Wir freuen uns auf deine Meinung zur HafenCity in den Kommentaren.

Fotos: Foto 7 (Magellan Terrassen): Fred Romero/flickr – Foto 8 (Viewpoint): Fred Romero/flickr – Foto 9 (Baakenpark): www.sommer-in-hamburg.de/flickr