Myanmar: 7 Orte & Sehenswürdigkeiten, die du besuchen solltest

Mingalaba – Guten Tag im Land der unzähligen Pagoden, Stupas, Mystik und traditionsbewussten Menschen. Myanmar ist ein historischer Schatz, authentisch und zu unserer Überraschung bereits relativ gut auf Touristen ausgelegt.

7 interessante Orte, die Myanmar sehenswert machen – inklusive wichtigster Must-Sees

Das alte Burma hat seine Grenzen noch nicht lange für ausländische Besucher geöffnet. Deswegen machten wir uns auf den Weg, um Myanmar zu entdecken. Dabei haben wir für dich die 7 besten Sehenswürdigkeiten des Landes besucht, die du auf keinen Fall verpassen darfst und sie für dich in diesem Beitrag zusammengefasst.


1. Yangon – die goldene Stadt

Allgemeines zu Yangon

Das ehemalige Rangun ist mit über 5 Mio. Einwohnern die größte und modernste Metropole Myanmars. 2005 wurde Yangon der Status der Hauptstadt durch die Burmesen aberkannt. Der Grund ist kurios, wie so vieles in Myanmar: Ein Wahrsager erzählte einem General von einem anstehenden Bombardement der USA. Der amerikanische Angriff sollte die Hauptstadt treffen.

Um nicht zu viele Menschen zu gefährden, wurde die kleine Provinzstadt Naypyidaw zur Hauptstadt erklärt. Yangon ist die Ausgangsbasis vieler Touristen, die Myanmar bereisen. Wenn du selbst die Stadt einmal besuchst, zähl doch mal die Anzahl der Mopeds, die so typisch für Asiens Straßenverkehr sind.

In Yangon musst du Glück haben, ein Moped zu sehen, denn nur der Polizei ist es erlaubt Mopeds zu fahren. Der Grund dafür ist ein weiteres Kuriosum: Einem General wurde vorausgesagt, dass er Opfer eines Anschlages, verübt von einem vorbeifahrenden Mopedfahrer, werden sollte. Kurzerhand verbannte er alle zivilen Mopeds und Motorräder über Nacht aus der Stadt.

Sehenswürdigkeiten von Yangon

Die Shwedagon Pagode

Yangon trägt den Spitznamen: Die goldene Stadt. Wenn du dich fragst warum, dann solltest du dir das Wahrzeichen der Stadt – die Shwedagon Pagode – anschauen. Die Pagode verkörpert einen der heiligsten Plätze des Buddhismus, da sie acht goldene Haare des Buddha enthalten soll. Für manchen Pilger ist der Besuch sogar ein Lebenstraum.

Die berühmte Shwedagon Pagode in Yangon, Myanmar

Im Innenbereich der Shwedagon Pagode in Yangon, Myanmar

Die Maha Wizaya Zedi

Gleich gegenüber der Shwedagon Pagode lohnt sich für dich der Abstecher zur Maha Wizaya Zedi Pagode. Das Innere der Zedi wurde dschungelartig gestaltet und Abbilder von Tieren zieren die Kuppel.

Die Maha Wizaya Zedi von Yangon

Auf dem Gelände der Maha Wizaya Zedi in Yangon

Die Sule Pagode

Einen weiteren Grund für Yangons Beinamen, als goldene Stadt, liefert die Sule Pagode. Ihre goldene Zedi ist schon von weitem zu sehen. Die Sule Pagode ist die älteste Pagode Yangons und steht mitten im Herzen von Downtown. Ein großer liegender Buddha und eine kleine Parkanlage laden dich zum Verweilen ein.

Die Außenansicht der Sule Pagode

Weitere Attraktionen in Yangon

Yangon hat noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wenn du genügend Zeit zur Verfügung hast, solltest du dir den Mahabandoola Garden und den People’s Park ansehen.

Im Mahabandoola Garden hast du einen guten Blick auf das Independence Monument, die Sule Pagode, die City Hall und die Immanuel Baptist Church. Am südöstlichen Ende des Parks gibt es leckeres Streetfood zu günstigen Preisen für dich zum Probieren.

Der People’s Park bietet eine schöne Aussicht auf die Shwedagon Pagode, besonders am Abend, und beherbergt einen Freizeitpark mit Achterbahnen, Autoscooter, Food Courts und weiteren Attraktionen.

Tipp: Einen romantischen Sonnenuntergang kannst du am besten am Hafen erleben. Such dir einfach ein Pier und genieß die wunderschöne Aussicht auf die untergehende Sonne. In Yangon soll die Sonne zu jeder Jahreszeit genau 17.59 Uhr untergehen. Probiere es einfach mal aus – bei uns hat es gestimmt!

Weitere Informationen und mehr Bilder findest du in unserem Reisebericht zu Yangon.

2. Tagesausflug zum Golden Rock

Der Golden Rock auf dem Mount Kyaiktiyo ist ein Fels, der der Schwerkraft zu trotzen scheint. Der Felsen soll der Legende nach nur noch von einem Haar Buddhas gehalten werden. Daher pilgern sehr viele Einheimische zu diesem Felsen um zu beten. Einen Besuch solltest du aus diesem Grund nicht an Feiertagen oder dem Wochenende planen.

Der berühmte Golden Rock von Myanmar

Während die Männer Blattgold an den Felsen anbringen und sich dabei etwas wünschen können, müssen Frauen den Felsen aus einigen Metern Entfernung bewundern. Ihnen ist der Zutritt zum Felsen versagt. Der Anblick hat uns richtig fasziniert, da der Felsen jeden Moment abzurutschen scheint.

Anfahrt zum Golden Rock von Yangon

Den Golden Rock kannst du innerhalb eines Tagesausfluges besuchen. Dies erfordert jedoch ein sehr zeitiges Aufstehen von dir. Der erste Bus in Richtung des magischen Felsens fährt um 05.30 Uhr morgens von der Busstation Aung Mingala ab. Achte bitte darauf, dass der Bus in Kinpun hält.

Von hier aus fahren Trucks für umgerechnet 1,50 Euro in Richtung Gipfel – Achterbahnfahrt inklusive. Die etwa 20-minütige Fahrt in dem LKW ist auf jeden Fall ein Abenteuer, das dich durchschütteln wird. Aber es erspart dir die 4-stündige Wanderung zum Gipfel.

Für den Besuch der Anlage des Golden Rocks benötigst du nicht mehr als zwei Stunden. Wir empfehlen dir auch kurz nach der Ankunft in Kinpun das Rückreiseticket zu kaufen. Nimm lieber einen späteren Bus. Falls du doch zeitiger wieder zurück bist, kannst du auch mit einem früheren Bus fahren – solange noch Sitzplätze frei sind.

3. Mandalay

Allgemeines zu Mandalay und Umgebung

Mandalay – der Name ist weitläufig bekannt. Nur wenige wissen, dass es eine Stadt in Myanmar ist. Neben ein paar netten Tempelanlagen kann die Stadt selbst eher weniger als Sehenswürdigkeit punkten, aber das Umland von Mandalay ist sehr schön. Die überall in Mandalay angebotene Tagestour mit dem Besuch der ehemaligen Königsstädte Amarapura, Inwa und Sagaing ist unbedingt zu empfehlen.

Für die Tour kannst du dir einen Taxifahrer für einen ganzen Tag (35.000 Kyatt) mieten. Frag einfach in deinem Hotel nach einem Englisch sprechenden Taxifahrer, vielleicht kannst du dich sogar mit anderen Gästen ein Taxi teilen. Sammeltouren mit Bussen werden nicht angeboten.

Sehenswürdigkeiten rund um Mandalay

Amarapura

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Amarapura sind die Pahtodawgyi Pagode, das Mahagandaryon Kloster und die U-Bein Brücke. Im Mahagandaryon Kloster kannst du an der ab 10.15 Uhr stattfindenden Mönchsspeisung teilnehmen. Mönche nehmen nur einmal täglich eine Speise zu sich und das vor 11 Uhr morgens. Die U-Bein Brücke ist ein Muss für dich zum Sonnenuntergang, wenn die Sonne orangefarben hinter der Brücke untergeht und alles in einen mystischen goldroten Schimmer taucht.

Die Pahtodawgyi Pagode in Amarapura, Myanmar
Die Pahtodawgyi Pagode
Mönche im Mahagandaryon Kloster von Amarapura
Mönche im Mahagandaryon Kloster
Die berühmte U-Bein Brücke von Amarapura
Die berühmte U-Bein Brücke von Amarapura
Sagaing

Die Königsstadt Sagaing ist die Stadt der Tausend Pagoden. Zumindest kam es uns so vor als wir all die Pagoden auf dem Sagaing Hill sahen. Mehrere Aussichtspunkte bieten spektakuläre Blicke auf den Sagaing Hill. Die berühmteste Pagode auf dem Sagaing Hill ist die U Min Thonze Pagode. Am Fuße des Berges befindet sich die International Buddhist Academy, die wie eine vergoldete Halbkugel aussieht und von dir besichtigt werden kann.

Die U Min Thonze Pagode in Sagaing
Die U Min Thonze Pagode
Die Aussicht auf den Sagaing Hill
Die Aussicht auf den Sagaing Hill
Inwa

Für umgerechnet etwa 8 Euro bekommst du eine 2-stündige Kutschfahrt durch die alte Königsstadt Inwa. Vorbei an Tempeln, Pagoden, Klöstern und kleinen Dörfern erhältst du tolle Einblicke in das Leben in Myanmar. Die alte Königsstadt hat zwar mittlerweile an Glanz verloren, aber hier ist Burma noch echt und authentisch. Keine Autos, nur Pferdekutschen oder Ochsenkarren, die Früchte, Heu und Touristen transportieren.

Ein Tempel an den Reisfeldern von Inwa in Myanmar

Ein alter Tempel in Inwa

4. Bagan

Die Hauptattraktion des Landes sind die Tempel von Bagan. Eine der spektakulärsten Aussichten bekamen wir hier zum Sonnenaufgang zu sehen. Das Bild mit den Heißluftballons und den Tempeln, vor der aufgehenden Sonne, ist hinlänglich bekannt. Dieses Schauspiel mit eigenen Augen zu sehen, das ist etwas ganz Besonderes!

Vom 11. – 13. Jahrhundert wurden in Bagan, auf einer Fläche von ca. 40 km², etwa 2.000 Tempel, Stupas und Klöster errichtet. Viele davon sind schon recht verfallen, dennoch versprühen sie einen gewissen Charm und eine mystische Atmosphäre. Am besten lässt sich Bagan mit dem Fahrrad erkunden. Zwei Tage reichen für deine Erkundungstour vollkommen aus.

Heißluftballons über den Tempeln von Bagan in Myanmar

Du willst die besten Tempel nicht verpassen? Wir haben dir in unserem Post über Bagan eine zweitägige Radtour mit einer Google-Maps Karte zusammengestellt.

5. Inle Lake

Allgemeines zum Inle Lake

Inmitten eines grünen Tals, umgeben von Pagoden und Bergen, liegt ein See wie aus dem Bilderbuch – der Inle Lake. Häuser, die auf Stelzen stehen, Felder, Wiesen, fleißige Bauern, lachende Kinder und eine spirituelle Ruhe. Der Inle Lake ist ein besonderer Ort und bietet unvergessliche Momente für dich. Am besten du erkundest zuerst die Umgebung des Inle Lakes mit dem Fahrrad, um dich dann am zweiten Tag mit einer gebuchten Tagestour auf einem Kanu in das bunte Treiben des Inle Lakes zu stürzen.

Fischerdorf auf dem Inle Lake in Myanmar

Kanu – Tour auf den Inle Lake

Zu Beginn der Tour posieren eigens auf Touristen wartende „Fake-Ein-Bein-Fischer“, die dir eines der bekanntesten Fotomotive von Myanmar liefern. Aber es gibt sie wirklich noch, die richtigen Ein-Bein-Fischer. Wenn du Glück hast und ein gutes Auge, wirst du sie in den Abendstunden sehen können.

Die Tour vermittelt dir ein Bild von dem Leben auf dem See mit seiner Weite, den schwimmenden Gärten und einzigartigen Transportwegen auf dem Wasser. Die friedliche Ruhe des Sees und die freundlichen Einwohner verleihen diesem Ort eine besondere, magische Atmosphäre, die du selbst einmal spüren solltest und nie vergessen wirst.

Fischer auf dem Inle Lake in Myanmar

6. Mrauk U

Mrauk U ist die zweitbedeutendste Tempelanlage Myanmars und liegt an der Grenze zu Bangladesch. Weniger touristisch als Bagan, sind die Tempelanlagen von Mrauk U etwas ganz Besonderes. Die Bauart der Tempel in Mrauk U ist nicht vergleichbar mit der in Bagan. Zur Dämmerung durchzieht Nebel dieses kleine Dorf, was einen mystischen Blick auf die uralt erscheinenden Tempel garantiert.

Das Dorf ist noch wenig touristisch erschlossen, das heißt hier kannst du das authentische Leben der Burmesen und deren Kultur kennenlernen. Die Anreise in den Westen von Myanmar ist zwar beschwerlich, dennoch haben sich in der Nachbetrachtung die vielen Stunden im Bus gelohnt.

Die Tempel von Mrauk U in Myanmar

7. Ngapali Beach

Einsame weiße Sandstrände, blaues, sauberes Wasser, Palmen und kaum Touristen. Das hört sich nach einem Traumstrand an! Die Strände in Myanmar brauchen den Vergleich zu Thailands Traumstränden nicht zu fürchten. Der wohl schönste Strand in Myanmar ist der Ngapali Beach. Er ist perfekt für deine Erholung vom ganzen Reisestress geeignet.

Hier findest du die Ruhe und die Zeit, um die gewonnenen Eindrücke deiner Reise in Myanmar auf dich wirken zu lassen. Die Anreise in den Westen von Myanmar ist zwar beschwerlich, aber lohnt sich dennoch, denn die Strände hast du fast für dich allein.

Der Ngapali Beach, ein Traumstrand in Myanmar

Palmen am Ngapali Beach in Myanmar

Was du noch über Myanmar wissen solltest

  • Ein Visa für Myanmar kannst du online beantragen, ausdrucken und an der Grenze vorzeigen.
  • Myanmar ist ein sehr sicheres Reiseland, auch für Frauen. Die Burmesen sind für uns das freundlichste Volk, das wir bisher auf unserer Reise kennengelernt haben.
  • Das touristische Verkehrsnetz ist mittlerweile ganz gut ausgebaut. Die touristischen Ziele kannst du in bequemen Nachtbussen erreichen. Auch der Westen von Myanmar (Ngapali Beach und Mrauk U) ist mittlerweile durch einen Nachtbus von Yangon angeschlossen. Die Fahrzeiten sind jedoch sehr lang, da die Busse meist im Durchschnitt in einer Stunde nur 50 km zurücklegen.
  • Übernachtungen sind in Myanmar und speziell in Yangon für asiatische Verhältnisse sehr teuer. Ein Hostelbett in einem Dorm bekommst du in Yangon kaum unter 15 USD. Im Rest des Landes sind die Preise etwas niedriger, sodass du für 20 USD ein schönes Zweibettzimmer erwarten kannst.
  • Nicht alle Teile Myanmars dürfen von Touristen besucht werden, da in manchen Regionen des Landes noch Konflikte mit Waffengewalt ausgetragen werden. Bitte vergewisser dich auf der Webseite des Auswärtigen Amtes über die gegenwärtige Situation.

Auch Myanmar wird sich der Modernisierung, die bereits begonnen hat, nicht entziehen können. Um das mystische Land noch authentisch erleben zu können, solltest du es schnellstmöglich besuchen.


Über die Autoren

André und Nadine vom Reiseblog Weltenbummler.Guide
André und Nadine

Wir, Nadine und André, sind Weltenbummler.Guide und seit mehreren Monaten auf Weltreise. In unserem Blog berichten wir über die schönsten und interessantesten Orte der Welt. Mit vielen Bildern zu den Sehenswürdigkeiten, kannst du dir dein Abenteuer, mit deinen eigenen Must-Sees und Highlights zusammenstellen. Begleite uns ein Stück mit, auf unserer aufregenden Reise um die Welt.

Warst du schon mal in Myanmar? Was waren deine Highlights auf der Reise? Wir freuen uns auf einen Kommentar von dir!

Kategorien: Länder & Orte Myanmar Südostasien
Gepostet am 6. August 2017

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