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Markt in Chinatown, Kuala Lumpur
Chinatown, Kuala Lumpur

Märkte gehören zur asiatischen Kultur einfach dazu und sind dort so gut wie überall zu finden. Das bunte Markttreiben ist immer wieder ein Erlebnis und oft kann man dort gute Schnäppchen machen – oder auch gnadenlos abgezockt werden! Hier ein paar Tipps, die einem das Leben auf dem Marktplatz etwas einfacher machen können.

Generell muss man noch sagen, dass dabei immer unterschieden werden muss: Handelt es sich um Lebensmittel auf einem traditionellen Markt oder um Sachwaren auf einem Touristenmarkt? Bei Lebensmitteln wird im Allgemeinen nicht gehandelt. Dazu gehören natürlich auch Garküchen/Restaurants und Supermärkte. Bei allen anderen Waren hingegen und gerade auch bei Souvenirs von Strandverkäufern sollte man sein Bestes geben! 😀

  • Mehrere Händler aufsuchen – erst mal einen Überblick bekommen und mehrere Preise einholen. Sich am besten auch vorher etwas über die Marktkultur des jeweiligen Ortes/Landes informieren.
  • Auf sein Äußeres achten – nicht mit teuren Markenklamotten und Goldschmuck rumlaufen, versteht sich fast von alleine, oder? Wer z.B. Kleidung kauft und mit einem der überall in Südostasien verbreiteten Bier-Tanktops/-Shirts des jeweiligen Landes rumläuft, zeigt, dass er hier wahrscheinlich schon mal Einkaufen war und wohlmöglich die gängigen Preise kennt. So verrückt es auch klingen mag: Am besten macht man seine Einkäufe, wenn man etwas braungebrannter ist. Die Händler denken dann vielleicht, dass man sich hier schon etwas länger aufhält und auskennt 😀
  • Mit Locals unterwegs sein – die Händler werden es sich zwei mal überlegen, ob sie euch einen viel zu hohen Preis nennen.
  • Die Landessprache sprechen – zumindest nur ein paar Worte. Öffnet nicht nur beim Handeln oft viele Türen 😉
  • Den genannten Preis halbieren – ca. 50-60% des angebotenen Preises sind eine gute Ausgangsbasis.
  • Immer schön freundlich bleiben – mit einem Lächeln kommt man gerade in den asiatischen Ländern oft viel weiter. Entschlossenheit sollte man dennoch zeigen. Rumschreien, Pöbeln, Fluchen etc. sind eh ein absolutes No-Go! Dann verliert man gleich sein Gesicht. Die Waren öffentlich als „Fake“ zu bezeichnen ist kein Argument für einen Preisnachlass und gehört sich auch nicht. Wenn man Originalware haben will, geht man in Asien nicht auf einen Markt 😉
  • Skepsis zeigen – wenn euch etwas gefällt und ihr es unbedingt haben wollt, zeigt es nicht zu offensichtlich. Macht lieber ein skeptisches, gelangweiltes Gesicht und tut so, als würde es euch egal sein, ob ihr die Ware bekommt, oder nicht. Einen auf „der Nebenan hat das Teil doch auch“ machen (was ja auch oft so ist).
  • Einfach weggehen – sollte man sich nicht auf einen guten Preis einigen können, hilft es vielleicht, einfach dankend wegzugehen. Oft geben die Händler dann nach. Ansonsten hat man zu hoch gepokert. Dann geht man halt zum nächsten Stand und probiert es dort noch einmal.
  • Sein Wort halten – wenn man einen Preis nennt und der Händler zusagt, muss man auch kaufen. Sich dann doch anders zu entscheiden gilt als absolut unhöflich. Es kann auch passieren, dass die Verkäufer dann in Landessprache ihre Nachbarn vor euch „warnen“ und diese euch dann gar nichts mehr verkaufen wollen.
Markt in Chiang Mai, Thailand
Markt in Chiang Mai, Thailand

Wenn man am Ende denkt, man hätte ein gutes Geschäft gemacht, hat man wahrscheinlich immer noch zu viel bezahlt :D. Aber das macht nichts, denn es geht beim Shoppen und Handeln oft auch darum, dass es einfach Spaß macht und für beide Seiten ein fairer und akzeptabler Preis erzielt wird. Ob man dem Verkäufer jetzt einen Euro mehr in die Tasche gesteckt hat, ist dann doch auch Latte…

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Marcel

Moin, ich bin Marcel! Blogger, Autor, Web- & Grafikdesigner und digitaler Nomade. Ich reise am liebsten durch Südostasien und entdecke dort traumhafte Strände und leckeres Essen. Meine Homebase ist Koh Phangan, Thailand. Folge mir auf Facebook, Twitter, Instagram oder Steemit.

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