Thailand Essen – 10 Gerichte, die du probieren musst (Teil 2)

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Die thailändische Küche ist unglaublich lecker und vielfältig. Sie ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und auch in Deutschland findest du in jeder größeren Stadt zumindest ein Thai Restaurant. Im ersten Teil unseres Thai Food Guides haben wir dir bereits 10 großartige Gerichte der Thai-Küche vorgestellt.

Thai Food: 10 weitere leckere Gerichte der Thai-Küche

Doch diese 10 Gerichte sind natürlich längst nicht alles, was die Thai-Küche zu bieten hat. Wir lieben Thai Food und probieren deshalb regelmäßig immer neue Gerichte aus. Hier findest du nun also unseren zweiten Teil zum thailändischen Essen mit weiteren Köstlichkeiten zum Probieren auf deiner Reise.


1. Pad Thai (ผัดไท)

Pad Thai gehört zu den berühmtesten Gerichten der Thai-Küche und wird fast in jedem Restaurant oder jeder Garküche angeboten. Dabei gibt es viele verschiedene Variationen von Pad Thai. Die bekannteste Zubereitung der Reisnudeln ist definitiv mit Tofu und Shrimps.

Das traditionelle Nudelgericht wird mit Reisnudeln, verquirlten Eiern, Tamarinden-Paste, Knoblauch, Chili und selbstverständlich Fischsauce zubereitet. Garniert wird das Gericht dann mit einem Stück Limette, Sojasprossen, gemahlenen Erdnüssen und Frühlingszwiebeln.

Pad Thai - das bekannteste Nudelgericht Thailands

Wenn du Pad Thai nicht mit Tofu und Shrimps essen möchtest, kannst du es natürlich auch in anderen Variationen mit Hühnchen oder Schweinefleisch bestellen. Die Zubereitung geht sehr schnell und es ist wirklich lecker. Unbedingt probieren!

2. Tom Yam (ต้มยำ)

Tom Yam gehört ebenfalls zu den bekanntesten Gerichten Thailands und ist eine sauer-scharfe Suppe. Die häufigste Form ist Tom Yam Goong, die grundsätzlich mit Riesengarnelen und Pilzen zubereitet wird. Die Brühe der Suppe wird mit frischem Limettensaft, Chili, Tomaten, Zitronengras, Limettenblättern, Koriander und Fischsauce zubereitet.

Tom Yam Goong

Dazu werden dann in der Tom Yam Goong Form riesige Garnelen und Pilze dazugegeben. Du kannst aber auch in anderen Variationen bestellen. Weitere beliebte Arten sind Tom Yam Pla (Fisch), Tom Yam Gai (Huhn) und Tom Yam Thalee (Meeresfrüchte). Der Rest der Zubereitung ist gleich, nur statt Garnelen gibt es eben Fisch oder Fleisch.

3. Pad Kana Moo Grob (ผัดคะน้าหมูกรอบ)

Pad Kana Moo Grob bedeutet übersetzt etwa „gebratener chinesischer Kohl mit knusprigem Schwein“. Auf dem Menü in Thai Restaurants findest du es unter Fried Kale with Crispy Pork oder ähnlich. Im Endeffekt ist es frittierter Bauchspeck vom Schwein und chinesischer Kohl, manchmal auch als chinesischer Brokkoli in England bezeichnet.

Pad Kana Moo Grob

Übersetzt hört sich Pad Kana Moo Grob gar nicht so lecker an, ist es aber absolut. Zubereitet wird dieses Gericht mit dem eben erwähnten Crispy Pork, chinesischem Kohl, Knoblauch, Austernsauce, Sojasauce (dunkler sowie heller), etwas Pfeffer, Zucker und manchmal auch kleinen, aber nicht allzu scharfen Chilis.

Das Gericht ist nämlich traditionell kein scharfes Gericht der Thai-Küche. Serviert wird Pad Kana meistens mit Reis, kann aber auch einzeln ohne Reis bestellt werden. Ein sehr beliebtes Gericht auch bei den Thais und wir können es nur empfehlen.

4. Kuai Tiao – Nudelsuppe (ก๋วยเตี๋ยว)

Kuai Tiao ist die thailändische Nudelsuppe, die es fast an jeder Ecke gibt. Egal ob in Restaurants, Garküchen oder an den Straßenständen. Sie ist einfach und schnell zubereitet und immer wieder lecker.

Dabei werden die Nudeln und das Fleisch in einer Brühe gekocht und mit dieser zusammen in einem Suppenteller serviert. Zusätzlich werden oft noch Sojasprossen oder anderes Gemüse dazugegeben. Auf deinem Tisch stehen dann noch Gewürze, die du selbst in die Nudelsuppe mischen kannst, wie Chillipulver, Zucker, Essig mit Chilis und manchmal auch gemahlene Erdnüsse. Auch Fischsauce steht zum Verfeinern des Geschmacks bereit.

Kuai Tiao (Nudelsuppe)
Kuai Tiao Sen Lek Gai (Huhn)

Bei den Nudeln kannst du übrigens deine eigene Sorte auswählen, also schmale Bandnudel (Sen Mii), etwas dickere Bandnudeln (Sen Lek) oder die ganz dicken Bandnudeln (Sen Yai). Außerdem gibt es noch die gelben Nudeln (Ba Mee) zur Auswahl. Das Fleisch kannst du ebenso wählen zwischen Huhn, Schwein und Rind. Oft gibt es auch noch Fleischbällchen (Luk Chin). Ein schnelles und leckeres Gericht, welches nicht so schwer im Magen liegt. Auch die Thais lieben es zu jeder Tageszeit.

5. Gaeng Massaman (แกงมัสมั่น)

Das Massaman Curry ist ein Gericht der südlichen Thai-Küche und vergleichsweise relativ mild. Im Gegensatz zu vielen anderen Currys wird dieses meistens nicht scharf zubereitet. Massaman schmeckt sogar etwas süßlich und wird oft auch als „Erdnuss Curry“ bezeichnet.

Die Zutaten des Massaman Curry bestehen aus der Massaman Curry Paste, Kartoffeln, Zwiebeln, Kokosnussmilch, Erdnüsse, Palmzucker, Limettensaft, Fischsauce und die gewünschte Art des Fleisches. Meist Hühnchen, aber Rind und Schwein können auch je nach Restaurant oder Garküche gewählt werden.

Massaman Curry
Massaman Gai (Huhn)

Serviert wird zum Gaeng Massaman natürlich Reis, den du, wie bei vielen Curry-Gerichten, meistens extra bestellen musst. Ein unglaublich leckeres Gericht, das besonders für Leute, die weniger scharf essen gut geeignet ist. Aber auch ansonsten solltest du ein Massaman Curry bei deiner Thailand Reise nicht verpassen.

6. Pad Pongaree (ผัดผงกะหรี่)

Dieses Gericht ist ein gelbes Curry mit Krabbenfleisch. Du kannst Pad Pongaree aber auch z.B. mit Hühnchenfleisch essen, die Krabbenversion ist nur die bekannteste Art der Zubereitung.

Pad Pongaree

Zubereitet wird Pad Pongaree mit trockener gelber Curry-Paste, Eiern, Zwiebeln, etwas Chilis und teilweise auch ein bisschen Sellerie. Das Ganze wird dann in einem Wok gegart und auf Reis serviert. Unter vielen Reisenden kein wirklich bekanntes Gericht, aber wir können es nur empfehlen.

7. Pad Pak Ruam Mit (ผัดผักรวมมิตร)

„Stir fried mixed vegetables“ – so findest du Pad Pak Ruam Mit oft auf der Karte von thailändischen Garküchen und Restaurants. Hierbei kann es sich um ein vegetarisches Gericht handeln, muss es aber nicht zwingend. Denn du kannst es auch mit Fleisch oder Seafood bestellen.

Oft wird Pad Pak Ruam Mit auch als Beilage und somit komplett ohne Fleisch bestellt. Das gemischte Gemüse wird dabei im Wok angebraten und mit Knoblauch, dunkler Sojasauce sowie Austernsauce verfeinert. Die Sorten des Gemüses variieren hier stark. Du kannst also Tomaten, Karotten, Brokkoli, Chinakohl, grüne Bohnen, Sojasprossen, Babymais und vieles mehr darin vorfinden – oder auch nicht.

Pad Pak Ruam Mit

Als vegetarisches Hauptgericht kannst du Pad Pak Ruam Mit auf Reis bestellen, aber auch als Beilage für etwas knackiges und frisches Gemüse eignet sich das Gericht perfekt.

8. Kua Gling (คั่วกลิ้ง)

Kua Gling ist ein trockenes Curry-Gericht der südlichen Thai-Küche. Meistens findest du es in Restaurants, die entweder die südliche Küche servieren oder natürlich im Süden von Thailand selbst.

Die Zubereitung von Kua Gling ist grundsätzlich sehr einfach. Meistens wird hierzu gehacktes Fleisch (Huhn, Schwein, Rind nach Wahl) genommen und mit der trockenen Currypaste vermischt. Dazu kommen Kaffir-Limettenblätter, Chilis und etwas dünn geschnittenes Zitronengras.

Kua Kling

Das Ganze wird dann zusammen im Wok, normalerweise ohne Öl, gebraten und auf weißem Reis serviert. Vom Aussehen erinnert es ein bisschen an Pad Kra Pao, hat jedoch definitiv einen anderen, aber nicht weniger leckeren Geschmack.

9. Yam Moo Yor (ยำหมูยอ)

Dieses Gericht gehört zur Kategorie Salate in der Thai-Küche, auch wenn er Fleisch beinhaltet. Er wird ähnlich wie Yam Woonsen, der thailändische Glasnudel-Salat zubereitet (siehe hierzu Thailand Essen Teil 1). Diese Variation kommt jedoch ohne Glasnudeln, dafür mit Moo Yor, also vietnamesischer Wurst, aus.

Manchmal wird der Salat auch als „Thai spicy sour salad with Vietnamese sausage“ beschrieben. Die Hauptzutaten dabei sind Fischsauce, Limettensaft, Knoblauch, Chili, Zwiebeln, Sellerie, Tomaten, manchmal auch Gurke und Zucker. Und natürlich darf die vietnamesische Wurst nicht fehlen.

Yam Moo Yor

Je nachdem wie der Salat bestellt wird, kannst du ihn in einer milden oder auch einer sehr scharfen Form bekommen. Yam Moo Yor schmeckt wirklich hervorragend und wir können dir nur raten diesem Salat eine Chance zu geben, du wirst es nicht bereuen!

10. Khao Niau Ma Muang (ข้าวเหนียวมะม่วง)

Dies ist eine der bekanntesten Desserts Thailands. Mango Sticky Rice, oder besser auf Deutsch Klebereis mit Mango. Du findest das Gericht sowohl in fast jedem Restaurant als auch auf vielen Nachtmärkten. Es ist der Klassiker unter den süßen Nachspeisen in Thailand.

Zubereitet wird Mango Sticky Rice, indem der Klebereis mit Kokosnussmilch, Zucker und einer Prise Salz zubereitet wird. So bekommt er diese klebrige und cremige Konsistenz, die etwas an Milchreis erinnert. Danach wird eine reife, süße Mango geschält und entweder neben oder auf die Portion Reis gelegt. Abschließend wird nochmals etwas Kokosnussmilch darauf vergossen und gerösteter Reis oder Sesam darauf verstreut.

Khao Niau Ma Muang (Mango Sticky Rice)

Es braucht gar nicht viele Zutaten, um Mango Sticky Rice herzustellen, aber es ist unglaublich lecker und du musst es unbedingt bei einer Reise nach Thailand probieren. Guten Appetit!

Schmeckt dir Thai Food? Welches ist dein persönliches Lieblingsgericht? Wir freuen uns auf dein Feedback in den Kommentaren.

Fotos: Foto 2 (Tom Yam): alexxis/flickr (CC BY-ND 2.0)

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Über Tobias

Hi, ich bin Tobi (31), Freelancer im Bereich Übersetzungen und Texten, aber vor allem leidenschaftlicher Reiseblogger. Am liebsten bin ich in Südostasien unterwegs und arbeite von den verschiedensten Orten online. Wenn du wissen willst, was ich gerade mache oder wo ich bin, dann folge mir am besten auf Twitter, Instagram oder schaue bei Facebook vorbei.

Kategorien: Essen & Ausgehen Länder & Orte Planung & Tipps Südostasien Thailand
Gepostet am 4. Juni 2017

3 Kommentare zu "Thailand Essen – 10 Gerichte, die du probieren musst (Teil 2)"

    1. Hi Sami,

      ja Larb Moo Tod ist auch ein leckeres Gericht. Es gibt natürlich noch viel mehr also diese 10 bzw. mit dem ersten Teil 20 😀

      Viele Grüße,
      Tobi

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