Die alte siamesische Königsstadt Ayutthaya ist heute vor allem bekannt für die vielen Tempelruinen im Geschichtspark von Ayutthaya. Jeden Tag kommen viele Tagestouristen aus Bangkok in die Stadt, um sich die Tempel anzuschauen. Ein Aufenthalt in Ayutthaya lohnt sich aber auch.

13 Tempel in Ayutthaya, die du dir ansehen kannst

Der Geschichtspark von Ayutthaya gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe, aber auch außerhalb des Parks gibt es einige schöne und interessante Tempel. Welche von den Hunderten Tempeln du dir bei einem Aufenthalt oder auf einer Tagestour in Ayutthaya ansehen kannst, erzählen wir dir in diesem Artikel. Dies ist jedoch nur ein Vorschlag und du kannst dir gerne mehr Zeit für weitere Tempel in Ayutthaya nehmen.


Anreise nach Ayutthaya

Die einfachsten Wege, um von Bangkok nach Ayutthaya zu kommen sind die Bahn vom Hua Lamphong Bahnhof oder der Bus bzw. Minivan vom Mo Chit Busterminal. Sie fahren beide mehrmals täglich und so bist du in rund 1,5 Stunden in Ayutthaya. Auch kannst du z.B. aus Chiang Mai mit dem Zug anreisen.

Eine weitere Variante wäre das Taxi von Bangkok, mit dem du sogar eine Tagestour machen kannst. Mit mindestens 700-800 Baht (je nach Verhandlungsgeschick) für einen Tag jedoch die teuerste Möglichkeit. Alle Infos zu den Verbindungen, Zeiten und Preisen findest du bei unserem Partner 12go.asia.

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1. Wat Mahathat

1374 unter König Borommaracha I. errichtet, ist der Wat Mahathat heute noch eines der Highlights von Ayutthaya. Vergrößert wurde er von seinem Nachfolger Ramesuan 1384, als sich dieser als Mönch vor Ort aufhielt.

Der Wat Mahathat in Ayutthaya

Der zentrale Prang galt lange als das wichtigste Bauwerk des Tempels, stürzte jedoch 1911 ein und wurde nicht wieder aufgebaut. Heute kannst du aber noch die Überreste sehen. Zu seiner Zeit war der Wat Mahathat der heiligste Tempel von Ayutthaya, bis die Stadt großteils 1767 von den Birmanen zerstört wurde.

Der in einen Feigenbaum eingewachsene Buddha-Kopf im Wat Mahathat, Ayutthaya
Der in einen Feigenbaum eingewachsene Buddha-Kopf

Ein Highlight des Wat Mahathat ist der in einen Feigenbaum eingewachsene Buddha-Kopf. Der Legende nach enthaupteten die Birmanen zahlreiche Statuen, um ihre Macht zu demonstrieren. Um den abgeschlagen Kopf zu bewahren, vergruben die damaligen Bewohner Ayutthayas diesen Kopf. Wie die Natur es jedoch wollte, entstand hier ein Feigenbaum, in welchem dieser dann eingewachsen ist.

Der Eintritt zum Wat Mahathat beträgt 50 Baht und es ist von 8.00 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet.

2. Wat Nok

Direkt neben dem Wat Mahathat findest du die kleine Ruine des Wat Nok. Hier kannst du die Überreste eines Prangs sowie einer Gebetshalle sehen. Wahrscheinlich ist er in der späten Ayutthaya Periode entstanden. Besucher halten ihn teilweise für einen Teil des Wat Mahathat.

Der kleine Wat Nok, neben Ayutthayas Wat Mahathat

Du kannst den Wat Nok rund um die Uhr völlig kostenlos besuchen. Am besten in Kombination mit dem Wat Mahathat, denn nur ein Besuch beim Wat Nok lohnt sich meiner Meinung nach nicht.

3. Wat Ratchaburana

Der Wat Ratchaburana ist neben dem Wat Mahathat einer der bekanntesten Tempel Ayutthayas und liegt nicht weit entfernt von diesem. Er wurde 1424 errichtet, um die Asche der Brüder des damaligen Königs aufzunehmen, die sich gegenseitig bei einem Duell getötet haben.

Aussicht auf den Prang des Wat Ratchaburana

Es gibt jedoch mehrere Geschichten zur Gründung und niemand weiß genau, welche der Wahrheit entsprechen. Der Haupt-Prang ist sehr gut erhalten und du kannst ihn besteigen und von dort eine tolle Aussicht genießen. Er ist auch das beliebteste Fotomotiv des Wat Ratchaburana.

Der Tempel ist täglich von 8.30 bis 17.00 Uhr geöffnet und kostet einen Eintritt von 50 Baht pro Person.

4. Wat Phra Si Sanphet

Der Wat Phra Si Sanphet wurde 1448 errichtet, als der alte Königspalast an eine andere Stelle gebaut wurde. Der Wat Phra Si Sanphet gilt somit als königlicher Tempel, der auf dem Gelände des alten Königspalastes steht.

Die ersten zwei Chedis wurden von König König Ramathibodi II. in Auftrag gegeben, um hier die Asche seinen Vaters sowie seines Bruders beizusetzen. Der dritte Chedi kam erst 1592 dazu. Der Wat Phra Si Sanphet wurde übrigens hauptsächlich für königliche Zeremonien genutzt und nicht von Mönchen bewohnt.

Der berühmte Wat Phra Si Sanphet von Ayutthaya

Bis auf die drei Chedis, die 1956 renoviert wurden, haben die Birmanen bei ihrer Eroberung Ayutthayas 1767 fast alles in diesem Tempel zerstört. Du kannst ihn täglich von 8.00 bis 17.00 besuchen. Der Eintritt kostet 50 Baht.

5. Wat Lokayasutharam

Der Wat Lokayasutharam ist vor allem bekannt für seine 42 Meter lange liegende Buddha-Statue. Der Tempel wird manchmal auch als Tempel des ruhenden Buddhas, auf Thai Wat Phra Non, bezeichnet.

Niemand kann so genau sagen, wann dieser Tempel entstanden ist. Jedoch wird aufgrund der Fundamente um den liegenden Buddha davon ausgegangen, dass er sich ursprünglich in einem Gebäude befand. Heute ist bis auf die große Statue nicht mehr viel vom Tempelkomplex übrig.

Der liegende Buddha im Wat Lokayasutharam, Ayutthaya

Für den Wat Lokayasutharam sind übrigens keine Öffnungszeiten bekannt, weshalb du ihn grundsätzlich zu jeder Uhrzeit besuchen kannst. Der Eintritt ist ebenfalls kostenlos.

6. Wat Senatsanaram

Der Wat Senatsanaram steht bei den wenigstens Touristen bei einem Besuch von Ayutthaya auf dem Plan. Im Gegensatz zu den vielen Ruinen der Stadt, ist dieser Tempel noch relativ neu und vor allem intakt.

Der wenig besuchte Wat Senatsanaram in Ayutthaya

Ein Highlight des Tempelkomplexes ist die liegende goldene Statue von Buddha. Aber auch ansonsten ist das Gelände sehr schön gestaltet und bietet vor allem eins: absolute Ruhe. Da der Tempel etwas versteckt in einer Seitenstraße liegt, kommen hier nur wenige Menschen vorbei, was ihn zu etwas Besonderem in Ayutthaya macht.

Liegender Buddha im Wat Senatsanaram, Ayutthaya

Ein Eintrittspreis wird auch hier nicht fällig und der Wat Senatsanaram ist täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

7. Wat Khunsan

Der Wat Khunsan ist eine kleine Tempelruine Ayutthayas, von der nicht mehr ganz so viel übrig ist. Er liegt ganz in der Nähe des Hua Ro Marktes, direkt an der Straße. Das einzigartige an dieser Ruine ist, dass es so aussieht, aus würde ein kleiner Chedi von einem größeren umgeben.

Chedi des Wat Khunsan in der Stadt von Ayutthaya

Das Baujahr ist nicht ganz klar beim Wat Khunsan, wird aber zwischen 1569 und 1590 eingeschätzt. Der Besuch kostet keinen Eintritt und da der Tempel direkt an der Straße liegt, ist er auch immer offen.

8. Wat Thammikarat

Knapp außerhalb des Ayutthaya Geschichtsparks liegt der Wat Thammikarat. Trotzdem kannst du ihn leicht mit dem Fahrrad oder Motorrad von den anderen berühmten Tempeln erreichen. Der heute noch aktive Wat Thammikarat wurde über die Zeit einige Male wieder aufgebaut und restauriert.

Buddha-Statue im Wat Thammikarat, Ayutthaya

Die Ruinen datieren etwa auf das Jahr 1351 zurück. Es ist noch eng mit Ayodaya verbunden, einer damaligen Siedlung der Khmer, weshalb du auch viele Statuen im Khmer Stil vor Ort findest.

Das Gelände des Wat Thammikarat ist sehr gepflegt und neben den Ruinen kannst du weitere goldene Buddha-Statuen sowie einen liegenden Buddha entdecken. Geöffnet ist täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr bei einem Eintritt von 20 Baht.

9. Wat Hasadavas

Nördlich außerhalb der Insel von Ayutthayas Geschichtspark liegt die kleine Ruine des Wat Hasadavas. Teilweise wird der Tempel auch als Wat Hatsadawat bezeichnet. Der Tempel war nur kurze Zeit ein aktiver Tempel, in dem ein Mönch lebte, da er viele Regeln brach (z.B. das Essen von Fleisch).

Chedi des Wat Hasadavas in Ayutthaya

Heute kannst du dem Tempel, der direkt an einer Straße steht, auf dem Weg zum Wat Choeng Tha oder Wat Phu Khao Thong einen kurzen Besuch abstatten. Öffnungszeiten sowie einen Eintrittspreis gibt es hier nicht.

10. Wat Choeng Tha

Es wird davon ausgegangen, dass der Wat Choeng Tha in der frühen Ayutthaya-Periode erbaut wurde, jedoch weiß niemand ein genaues Jahr. Eine Legende besagt, dass die Tochter eines reichen Mannes sich verliebte und durchbrannte. Daraufhin baute dieser an der Stelle des Wat Choeng Tha ein Brauthaus, damit er um Vergebung bitten kann, wenn sie zurückkehrt.

Sie kam jedoch nie zurück und der Mann errichtete dann einen Tempel mit dem ursprünglichen Namen Wat Koy Tha, was so viel wie „Warten“ bedeutet. Der Wat Choeng Tha besaß über die Zeit viele Namen, bis König Rama IV. ihm den aktuellen Namen verlieh.

Wat Choeng Tha, ein Geheimtipp in Ayutthaya

Neben den heutigen Ruinen wurden weitere Gebäude errichtet, die auch noch heute als Tempel aktiv sind. Der Wat Choeng Tha wird von sehr wenig Touristen besucht, weshalb er meiner Meinung nach als Geheimtipp gilt. Außerdem gibt es keinen Eintrittspreis. Geöffnet ist täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr.

11. Wat Phu Khao Thong

Etwas nordwestlich außerhalb vom Ayutthaya Geschichtspark liegt der Wat Phu Khao Thong. Durch die Kriege zwischen Ayutthaya und den Birmanen siehst du an der 80 Meter hohen, weißen Chedi zwei Baustile. Angefangen 1569 durch die Birmanen, was du am Sockel sehen kannst. Weitergeführt durch die Thais 1584 im thailändischen Stil.

Der weiße Wat Phu Khao Thong außerhalb von Ayutthaya

Den weißen Chedi des Wat Phu Khao Thong siehst du schon von weitem und während eines Besuchs kannst du ihn auch besteigen. Von dort gibt es einen tollen Ausblick auf die Umgebung. Außerdem grenzt sich der Tempel sehr stark von den anderen Tempeln Ayutthayas ab, was ihn sehr besonders macht. Geöffnet ist der Tempel zwischen etwa 8.00 und 17.00 und der Eintritt ist kostenlos.

12. Wat Yai Chai Mongkhon

Südöstlich außerhalb des Geschichtspark von Ayutthaya befindet sich der beeindruckende Wat Yai Chai Mongkhon, dessen Anlage wirklich riesig ist. Während der Tempel schon 1357 erbaut wurde, kam der große Chedi erst um 1660 dazu.

Der Wat Yai Chai Mongkhon in Ayutthaya

Der Chedi, der auf einem rechteckigen Sockel steht, kann über eine Treppe betreten werden, wo du dir die Krypta ansehen kannst. Um den Chedi herum findest du außerdem zahlreiche sitzende Buddha-Statuen, die teils eine gelbe Robe umhaben.

Buddha-Statuen im Wat Yai Chai Mongkhon außerhalb Ayutthayas Geschichtspark

Ursprünglich wurde der Wat Yai Chai Mongkhon für Mönche erbaut, die heimkehrten, nachdem sie die buddhistischen Lehren studiert haben. Auch heute noch ein aktiver Tempel. Weiterhin kannst du einen liegenden Buddha und weitere Chedis vor Ort entdecken.

Der Eintritt beläuft sich auf 50 Baht und es ist von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ein Besuch lohnt sich.

13. Wat Phanan Choeng

Nicht weit entfernt vom Wat Yai Chai Mongkhon, direkt am Fluss, liegt der Wat Phanan Choeng. Auch wenn es von außen nicht den Anschein hat, wurde der Grundstein dieses Tempels schon 1324 gelegt. Etwa 10 Jahre später, 1334, wurde die 19 Meter hohe Buddha-Statue errichtet.

Goldener Buddha im Wat Phanan Choeng von Ayutthaya

Dieser goldene Buddha sowie der chinesische Schrein auf der zum Fluss gerichteten Seite sind die Highlights des Wat Phanan Choeng. Um den Schrein ranken sich auch einige Gerüchte, dass hier vor vielen Jahren eine chinesische Prinzessin sich das Leben nahm, da ein Thai-Prinz sie nicht mehr heiraten wollte. Daraufhin wurde der Schrein errichtet und von vielen chinesisch-stämmigen Thais wird er sehr verehrt.

Der Wat Phanan Choeng kostet einen Eintritt von 20 Baht und ist täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Welcher Tempel gefällt dir in Ayutthaya am besten? Hast du noch einen Tipp für Tempel in Ayutthaya? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.